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„Brillen-Bachelor“ geht an den Start

Studium Augenoptik „Brillen-Bachelor“ geht an den Start

Ab dem Wintersemester 2016/17 können die ersten Studenten sich für den neuen dualen Studiengang Augenoptik/Optische Geräte einschreiben. Die Weichen dafür haben am Mittwoch Staatssekretär Martin Gorholt (SPD), FH-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui und Vertreter der Augenoptiker und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg in Rathenow unterzeichnet.

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FH-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui und Wissenschaftssekretär Martin Gorholt freuen sich, dass der neue Studiengang endlich starten kann.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Was lange währt wird endlich gut. Zufrieden und erleichtert unterschrieben am Mittwoch Staatssekretär Martin Gorholt (SPD) und Burghilde Wieneke-Toutaoui, Präsidentin der Fachhochschule Brandenburg (FHB) die Zielvereinbarung für den neuen dualen Studiengang Augenoptik/Optische Gerätetechnik, der ab Oktober 2017 angeboten wird. Sehr zufrieden zeigten sich auch die Vertreter der Augenoptiker und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg, die zugleich mit der Präsidentin eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Diese besiegelt die enge Zusammenarbeit der Innung mit der Fachhochschule im Rahmen des neuen und deutschlandweit einzigartigen Studienangebots.

Am Standort der Innung in Rathenow hatten sich die Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik getroffen, um den „Brillen-Bachelor“ auf den Weg zu bringen, an dem man bereits seit 2009 gearbeitet hatte. Damit geht der langgehegte Wunsch der Industrie und des Handwerks, Fachkräfte in der Region auszubilden, in Erfüllung. „Mit dem dualen Studium können Unternehmen ihren Nachwuchs passgenau ausbilden und frühzeitig kluge Köpfe an sich binden“, erklärte Landesinnungsmeister Werner Marchwat.

Einmalig in Deutschland

Zwar gibt es auch in Berlin, Jena, München und Aalen ähnliche Studiengänge, das duale Studium in Brandenburg ist der Konkurrenz aber

Gunther Schmidt, Vorstandsmitglied der Augenoptikerinnung erklärt die Funktionsweise der neuesten Geräte am Standort in Rathenow

Gunther Schmidt, Vorstandsmitglied der Augenoptikerinnung erklärt die Funktionsweise der neuesten Geräte am Standort in Rathenow.

Quelle: Ch. Schmidt

um einiges voraus. Zum einen ist die enge Zusammenarbeit mit der Innung einmalig. Diese ermöglicht nicht nur eine Ausbildung nach neuestem Standard, sondern bietet zudem die Möglichkeit, jederzeit auf aktuelle Entwicklungen der Branche zu reagieren und Lehrinhalte anzupassen, so Christoph Koltermann, Geschäftsführer der Augenoptikerinnung. Außerdem haben die Studierenden die Möglichkeit den Meisterbrief zu erwerben und sie schließen das Studium als Bachelor of Engineering ab, also mit einem Ingenieurabschluss. Auch das, so Koltermann, ist einzigartig in diesem Bereich. Neben einer engen Verbindung von Technik und Medizin hoben die Vertreter der Innung die bedarfsgerechte Ausbildung hervor. Die Absolventen sollen so qualifiziert werden, dass sie später auch zwischen einzelnen Bereichen wechseln können.

Land unterstützt ab 2017 mit rund 400 000 Euro

24 Studenten haben laut Zielvereinbarung pro Semester die Chance aufgenommen zu werden. Das Studium wird in Rathenow und Brandenburg/Havel durchgeführt. Geplant sind drei Ausbildungstage pro Woche an der FHB, die ab März 2016 Technische Hochschule Brandenburg (THB) heißt, sowie zwei Tage am Standort der Innung in Rathenow, wo die Studierenden mit den neuesten technischen Geräten arbeiten dürfen. Das Angebot richtet sich sowohl an Absolventen einer Augenoptiker-Ausbildung als auch an Abiturienten. Nach sieben Semestern können sie den Abschluss Bachelor of Engineering erwerben. Berufliche Einsatzmöglichkeiten warten dann im Augenoptikfachgeschäft, in der medizinischen Augenversorgung und in der augenoptischen Industrie.

Das Land unterstützt den dualen Studiengang 2017 mit 403 000 Euro. Bis 2020 steigt die Summe auf 619 000 Euro. Unter anderem werden davon zwei Professorenstellen und Honorarkräfte finanziert.

 

 

Von Christin Schmidt

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