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Brücke ohne Anbindung sorgt für Ärger

Angler dürfen nicht zur Dosse-Brücke Brücke ohne Anbindung sorgt für Ärger

Es ist ein Streit um eine Brücke im Havelland entfacht. Erst im Spätsommer 2015 wurde die Dosse-Brücke gebaut. Die eine Million Euro teure Investition sollte eigentlich nur die nicht mehr befahrbare Holzbrücke ersetzen. Doch mit dem Neubau sind längst nicht alle zufrieden. Angler haben zum Beispiel das Nachsehen.

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Ottmar Becker auf der neuen über die Dosse errichteten Brücke im Poldergebiet Flöthgraben.

Quelle: N. Stein

Strodehne. Mitten in der Landschaft führt eine neue Brücke in das Poldergebiet Flöthgraben. Errichtet wurde sie als Ersatzbau für eine nicht mehr befahrbare Holzbrücke. Rund eine Millionen Euro wurden in das neue, im Spätsommer 2015 fertiggestellte Brückenbauwerk investiert. Das Geld stammte aus einem Landesfonds zur Beseitigung von Hochwasserschäden aus dem Juni 2013.

Ein öffentlich befahrbarer Weg führt zu der Brücke allerdings nicht. Gleich am Ortsausgang „Scheunenstelle“ steht ein Verkehrsschild, das die Nutzung des Weges auf Landwirtschaftsfahrzeuge einschränkt. 500 Meter weiter kommt ein Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art. Ein Befahren ist nur noch Radfahrern gestattet. Ab hier führt der mit Spurbahnplatten ausgelegten Weg auf einem Deich entlang. Bis zur Brücke ist es noch ein Kilometer.

Warum der Weg nicht von Kraftfahrern genutzt werden darf, ist Ottmar Becker unverständlich. Eine Brücke zu bauen, zu der kein öffentlicher Weg führt, ist für den Angler aus Rhinow ein Unding. „Früher war das anders“, erklärt der 63-Jährige. „Da führte zur und über die alte Holzbrücke noch eine öffentlich gewidmete Ortsverbindungsstraße von Strodehne nach Rübehorst“.

Viele andere wollen auch zu der Brücke

Neben der alten Holzbrücke in der Dosse hat Ottmar Becker schon viele und gute Fische geangelt. Und er würde dort auch weiter in der Dosse angeln und in anderen Gewässern, zu denen man über die Brücke gelangt. Das Verbot, die Zuwegung mit dem Auto befahren zu können, hindert ihn allerdings daran. Für den Angler ist die Gegend zudem eine schöne Landschaft, die „Luft zum Atmen bietet“. Eine Landschaft, die sicherlich auch Ausflügler genießen würden, wenn sie den Weg zur Brücke mit einem Fahrzeug nutzen dürften, meint Ottmar Becker. Er ist sich sicher, im Ländchen Rhinow bei weitem nicht der einzige Einwohner zu sein, der so denkt. Deiche dienen dem Hochwasserschutz, erklärt der Rhinower Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel das Fahrverbot. Auch der Ersatzbrückenbau sei für den Hochwasserschutz errichtet worden, so Mirschel weiter.

Genutzt werden darf die Brücke zudem von den Landwirten, die im Poldergebiet Flächen bewirtschaften und von Fahrradfahrern. „Zum Befahren des Weges auf dem Deich haben die Landwirte eine Ausnahmegenehmigung der Unteren Wasserbehörde“, erklärt Mirschel.

Auch Angler und andere Einzelpersonen könnten dem Rhinower Ordnungsamtsleiter zufolge eine solche Ausnahmegenehmigung bei der Unteren Wasserbehörde beantragen. Die Aussicht auf Bewilligung kann Mirschel nicht beurteilen, weil die Entscheidung der Unteren Wasserbehörde obliegt.

Von Norbert Stein

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