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Brücken über Bahngleise und Gräben

Stadt Nauen für 15 Brückenbauwerke zuständig Brücken über Bahngleise und Gräben

Für die Kontrolle und Instandhaltung von insgesamt 15 Brücken ist die Stadt Nauen zuständig. Die bedeutendste Bauwerk ist die Straßenbrücke über die Bahngleise der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Hannover bei Schwanebeck. Viele andere Brücken ermöglichen die Überquerung von Entwässerungsgräben.

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An der Straßenbrücke bei Schwanebeck müssen in diesem Jahr Risse beseitigt werden.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Eine Stadt der Brücken ist Nauen nicht unbedingt. Trotzdem muss die Kommune immerhin 15 Überführungen im Blick behalten, für die sie selbst zuständig ist. Die bedeutendste davon: die Brücke aus dem Jahre 1997 über die Gleise der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Hannover. Es ist die einzige Anbindung für den Nauener Ortsteil Schwanebeck.

„Dort ist in diesem Jahr die Instandsetzung diverser Risse vorgesehen“, sagt Lutz Raakow von der Nauener Stadtverwaltung. Rund 27 000 Euro sind dafür veranschlagt. Entdeckt wurden die Risse an den Enden der Spannbetonbrücke bei einer der regelmäßigen Brückenkontrollen. Die letzte Hauptprüfung des gesamten Baukörpers war 2014.

„Die Ingenieurbauwerke werden ständig überwacht“, sagt Raakow. So erfolgen alle drei Jahre einfache und alle sechs Jahre Hauptprüfungen. Hinzu kommen laufende Brückenschauen. So wurde auch festgestellt, dass Gummiprofile an der Notwegebrücke „Ribbecks Meierei“ gewechselt werden müssen. Diese haben sich mit der Zeit abgenutzt. Die Brücke führt über die gleiche Eisenbahnstrecke, ist aber für den öffentlichen Verkehr nicht zugelassen.

Der größte Teil der Brücken resultiert indes aus Nauens Lage im Luch-Gebiet. Sie ermöglichen teilweise seit Jahrzehnten die Überquerung diverser Entwässerungsgräben. Zu denen gehört auch der Große Havelländische Hauptkanal. Doch nicht alle Brücken, die darüber führen, werden noch benötigt, so wie die Viehbrücke. „Der Name kommt daher, dass die Landwirte früher ihr Vieh auf die andere Seite getrieben haben. Doch jetzt braucht die Brücke kein Mensch mehr“, sagt Lutz Raakow. Seit seiner Errichtung 1920 hat das Spannbetonbauwerk zudem stark gelitten, wurde deshalb schon 2003 für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Seit 2014 dürfen auch Fußgänger und Radfahrer nicht mehr darüber. „Es besteht Einsturzgefahr“, so Raakow. Darum wird jetzt der Abriss geplant, der in absehbarer Zeit erfolgen soll.

Dieses Schicksal hat die „Rote Brücke“, die ebenfalls über den Hauptkanal führte, bereits 2012 ereilt. Ebenso wird unter anderem ein Abriss der Brücke über den westlichen Bergerdamm-Kanal bei Dreibrück – gesperrt seit 2004 – in Erwägung gezogen, wie auch der Brücke über den Kolkgraben bei Utershorst. Hier befindet sich die Stadt aber noch in Gesprächen mit dem Wasser- und Bodenverband für eine eventuelle Übernahme.

Verhandlungen mit dem gleichen Ziel führt die Stadt zudem mit Landwirten für zwei Brücken über den Schwanenhellgraben bei Lietzow sowie eine weitere bei Ribbeck-Lindholzfarm. Am Ende hofft die Kommune, dadurch langfristig Kosten zu sparen, denn Instandsetzungen und Kontrollen öffentlicher Brücken gehen ins Geld. Die Verkehrsbedeutung ist nämlich wie bei vielen anderen Brücken eher gering.

Manchmal werden aber auch Brücken entdeckt, von denen man bisher nichts wusste. Das passierte Lutz Raakow 2015, als er an der Ludwig-Jahn-Straße von einem Sportplatz zum anderen wollte. Da entdeckte er eine Brücke über den Flügelgraben. „Wir prüfen jetzt, ob sie nicht perspektivisch durch einen Durchlass ersetzt wird.“

Von Andreas Kaatz

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