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Brüterei in Falkenrehde geplant

Knapp 40 000 neue Hühner Brüterei in Falkenrehde geplant

In Neu-Falkenrehde, wo der Geflügelhof Möckern bis 2010 bereits eine Brüterei unterhalten hat, soll demnächst eine neue, moderne Elterntierhaltung aufgebaut werden.

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Ausschließlich in Bodenhaltung sollen die Hühner in Falkenrehde gehalten werden.

Quelle: Peter Geisler,

Falkenrehde. Knapp 40 000 Hennen und Hähne sollen in einer neuen Brüterei zwischen Ketzin und Falkenrehde eingestallt werden. Das zumindest plant die Geflügelhof Möckern GmbH, wie Mitarbeiter Stephan Gramzow am Montagabend in der Falkenrehder Ortsbeiteratssitzung erklärte.

Um diese Pläne umsetzen zu können, muss der Ketziner Flächennutzungsplan geändert werden. Darin ist besagtes Areal an der Falkenrehder Chaussee zwischen Ketzin und Neu-Falkenrehde als landwirtschaftliche Fläche gekennzeichnet. „Es handelt sich bei Elterntieren um besonders hochwertige Tiere, für deren Haltung anspruchsvolle Hygienebestimmungen einzuhalten sind. Daher ist es zu vermeiden, dass betriebsfremde Personen mit den Hühnern in Kontakt kommen“, sagte Gramzow. Deshalb müsse das Areal als Sondergebiet „Tierhaltung“ ausgewiesen werden. Einen entsprechenden Antrag will der Geflügelhof demnächst bei der Stadt Ketzin stellen. Vorher wollen die Ortsbeiratsmitglieder von Falkenrehde sich die Unterlagen genau ansehen und dann eine Empfehlung abgeben, so Ortsvorsteherin Gisela Drehmel.

Das im Raum Magdeburg angesiedelte Unternehmen Geflügelhof Möckern ist kein unbekanntes in der Region. Es unterhält seit Jahren bereits vier andere Eltertierfarmen in der Ketziner Gemarkung. „Wobei es sich dabei um eigenständige Betriebe handelt, mit denen wir Verträge abgeschlossen haben“, so Gramzow weiter. „Wir liefern die Tiere und das Futter.“ Pro Standort seien etwa 28 000 Hennen und Hähne untergebracht. Auch sie erzeugen täglich Bruteier, die vom Geflügelhof abgeholt werden und aus denen dann an einem Ort Küken schlüpfen.

An dem jetzt vorgesehenen Standort an der Falkenrehder Chaussee hatte der Geflügelhof, der Eigentümer des Grund und Bodens ist, bis zum Jahr 2010 bereits eine Brüterei betrieben. Weil die Ställe und Anlagen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen, habe man den Betrieb eingestellt und später alle Gebäude abgerissen.

Jetzt wolle man einen Neuanfang machen. Stephan Gramzow sprach von einer Investitionssumme von 50 bis 60 Euro pro Tier. Zwei Leute würden einen Arbeitsplatz bekommen, die die hochmoderne Anlage überwachen. „Die Tiere leben in Bodenhaltung. Es gibt eine automatische Fütterung, automatische Nester, aus denen die Eier auf ein Förderband rollen und von dort zum Entnahmepunkt gelangen“, so Gramzow. Die drei Ställe sind jeweils 90 Meter lang und 24 Meter breit.

Die Sorge vor möglichen Geruchsbelästigungen in der Umgebung versuchte er den Ortsbeiratsmitgliedern zu nehmen: „Wir werden eine Fürst-Entlüftung einbauen, so dass die Gerüche aus den Ställen etwa 10 Meter in die Höhe gedrückt werden und sich in der Luft dann verteilen. Es kann natürlich sein, dass es bei Nebel oder bei dunstigen Wetter auch mal riecht. Aber dafür gibt es genaue Vorgaben.“ So dürfe bei der geplanten Brüterei in Neu-Falkenrehde in einem Radius von 328 Metern keine Gerüche auftreten. Da es in der Nähe weder Wohnhäuser noch Biotope gebe, so Gramzow, sei der Standort ideal.

Der Hühnermist, der im Gegensatz zu einem Mastbetrieb bei einer Eltertierhaltung in weit geringeren Mengen anfällt, wird an Landwirte verkauft. Die bringen den als Dünger auf die Felder aus.

Von Jens Wegener

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