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Havelland Brunsbütteler Damm: BI bleibt bei Ausbau
Lokales Havelland Brunsbütteler Damm: BI bleibt bei Ausbau
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16:00 11.08.2016
Am Kreisverkehr Spandauer Platz in Falkensee wird gebaut. Die Staus machen die Verkehrsprobleme in der Stadt sichtbar. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Der verbale Schlagabtausch in Falkensee und Dallgow-Döberitz um das Für und Wider eines Ausbaus des Brunsbütteler Damms aus Spandau ins Havelland geht weiter. Nachdem der Dallgower Landschaftsplaner Clemens Szamatolski den Vorschlag der Bürgerinitiative „Schönes Falkensee“ (BISF), den Brunsbütteler Damm zur Linderung der aktuellen Falkenseer Verkehrsprobleme womöglich in einem vereinfachten Planverfahren provisorisch zu verlängern, kritisch kommentiert und abgelehnt hatte (MAZ berichtete), kontert nun die BISF. Deren Mitglied Marc-Oliver Wille beharrt auf dem Vorschlag und begründet das mit verschiedenen Argumenten.

Kreuzungsbereich „wenig kompliziert“

So würden die derzeitigen Quell- und Ziel-Verkehre nach Ansicht der BI „ganz klar eine dritte (oder vierte) Verbindungsstraße von Falkensee nach Berlin rechtfertigen“. Überdies sei die potenzielle Kreuzungssituation an der L 20 (am Fotovoltaik-Feld, in dem eine Trasse frei gehalten wurde) und dem Anschluss des Brunsbütteler Damms wenig kompliziert zu gestalten. Wille betont, dass es offenbar Vereinfachungen für einen provisorischen Straßenbau gebe, die genauer zu untersuchen wären. Auch seien die angeblich „immensen Baukosten“ zu relativieren; eine überschlägliche Kostenschätzung sei hilfreich.

Landrat Roger Lewandowski (CDU) soll Worten Taten folgen lassen

Wille stützt sich in seiner Argumentation auch auf die Position der Stadt Falkensee und des Landkreises Havelland, die den Anschluss des Brunsbütteler Damms unterstützen. So habe Landrat Roger Lewandowski (CDU) den Lückenschluss auf seine politische Agenda genommen, was auf dessen Internet-Homepage nachzulesen sei: „Für Falkenseer Autofahrer wird der Berufsverkehr von und nach Berlin zunehmend zur Quälerei... Sollte bei der Untersuchung herauskommen, dass – wovon ich ausgehe – eine Entlastung für die Seegefelder und Spandauer Straße eintreten würde, werde ich mich als Landrat dafür stark machen, alle Beteiligten an den Tisch zu holen und die Grundlagen für einen Ausbau der fehlenden rund 700 Meter auf Brandenburger Gebiet zu schaffen.“ Ein Konzept aller Beteiligten wäre zu unterstützen, heißt es in der BISF. Marc-Oliver Wille: „Ich kann weiterhin nicht erkennen, was im Grundsatz gegen eine provisorische oder sogar dauerhafte Anbindung des Brunsbütteler Damms an die L 20 spricht.“

Von Stefan Kuschel

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