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Brunsbütteler Damm: Schelte für die BI

Falkensee Brunsbütteler Damm: Schelte für die BI

Die BI „Schönes Falkensee“, die den Brunsbütteler Damm aus Spandau provisorisch zur L 20 im Havelland verlängern und so die Falkenseer Verkehrslage im Zusammenhang mit der Kreisverkehr-Baustelle entspannen will, trifft mit ihrem Vorschlag in Stadtverwaltung und Landesbetrieb Straßenwesen auf Ablehnung.

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Bau-Staatssekretärin Ines Jesse bei der offiziellen Baufreigabe am Kreisverkehr Spandauer Platz in Falkensee. Inzwischen ist die gute Stimmung gekippt – die Staus sind erheblich.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Die Bürgerinitiative „Schönes Falkensee“ (BISF) trifft mit ihrem Vorschlag, den auf Spandauer Seite bis zur Landesgrenze fertig ausgebauten Brunsbütteler Damm provisorisch zur L 20 auf havelländischem Gebiet zu verlängern und so die wegen der seit einigen Tagen laufenden Kreisel-Baustelle teils chaotische Verkehrssituation in Falkensee zu entschärfen, in der Falkenseer Stadtverwaltung und im Landesbetrieb Straßenwesen auf Ablehnung und Unverständnis. „Dieser Vorschlag ist unrealistisch“, sagt Vizebürgermeister und Baudezernent Thomas Zylla (CDU). „Planungsrechtlich ist das nicht möglich“, pflichtet ihm Frank Schmidt vom Landesbetrieb bei.

Erhebliche Staus in alle Richtungen

Wie berichtet, hatte Marc-Oliver Wille in dieser Woche eine Mitteilung verbreitet, in der er ein düsteres Bild der Verkehrslage in Falkensee zeichnet, für das der Beginn der Ausbauarbeiten am Kreisverkehr Spandauer Platz und an der Spandauer Straße (Landesstraße 201) die Ursache sei. Es herrschten dort „chaotische Zustände und erhebliche Staus in alle Richtungen“. Zu erwarten sei, dass sich die Probleme weiter verschlimmern. Die BI fordert deshalb, mit einer provisorischen, rund 700 Meter langen Verbindungsstraße für die Dauer der Bauzeit das Ende des Brunsbütteler Damms mit der L 20 bei Seeburg zu verbinden, um eine zusätzliche Ost-West-Beziehung nach Falkensee zu erhalten. Die Trasse im dortigen Solarfeld sei ohnehin für den geplanten, aber finanziell umstrittenen, formgerechten Lückenschluss frei gehalten worden. „Die schnelle Umsetzung einer einfachen und kostengünstigen Straßenverbindung sollte also leicht möglich sein, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, so Marc-Oliver Wille, der für eine unbürokratische Lösung plädiert.

Die Panzerstraße wurde ausgebaut

Doch daraus wird nichts werden, wie Falkensees Vizebürgermeister und Baudezernent erläutert. „Wir können nicht einfach ohne Planungsgrundlage eine Straße in die Landschaft ziehen“, sagt Thomas Zylla, „man muss unter anderem Fragen von Umwelt- und Naturschutz prüfen und zum Beispiel klären, wohin das Wasser von der Fahrbahn abfließt.“ Er spielt den Ball zurück: „Das alles hätte Herr Wille eigentlich wissen und etwas mehr Sorgfalt walten lassen müssen – ich kenne kein Bauprojekt, in dem mit einem provisorischen Ausbau ad hoc Umleitungsstrecken geschaffen worden wären – Straßenbau in fünf Minuten ist nicht möglich.“ Dessen ungeachtet habe die Stadt die Panzerstraße ausbauen lassen und damit eine Umfahrungs-Alternative ermöglicht, die den Ausbau von Kreisverkehr und Spandauer Straße auf dieser zentralen Achse im Falkenseer Netz überhaupt erst möglich gemacht habe.

Dieses Argument führt auch Frank Schmidt aus dem Landesbetrieb an. Und er verweist auf folgende Erfahrung: „Jede Baustelle benötigt nach ihrem Beginn eine gewisse Zeit, bis sich alle Verkehrsteilnehmer darauf eingestellt und neue Wege gesucht haben und sich die Lage dann wieder entspannt.“

Von Stefan Kuschel

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