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Havelland Brust zeigen oder nicht, das ist hier die Frage
Lokales Havelland Brust zeigen oder nicht, das ist hier die Frage
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10:05 03.03.2016
Ganz normal – Rund 80 Prozent der Mütter stillen ihr Kind in den ersten drei bis vier Monaten. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Havelland

Darf man sein Kind in der Öffentlichkeit stillen oder nicht? In den letzten Wochen ist die Debatte um genau diese Frage wieder hochgekocht. Grund war ein Fall aus Berlin. Eine Frau wollte in einem Café ihr Kind stillen und musste daraufhin das Lokal verlassen. Wie gehen die Havelländer mit dem Thema Stillen in der Öffentlichkeit um?

„Auch hier ist es üblich, dass Kinder im öffentlichen Raum gestillt werden“, sagt Bianca Lange, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Beschwerden oder Probleme seien an sie jedoch noch nicht herangetragen worden. „Also, bei uns ist das im Moment kein Thema“, so Lange. Auch in der Bäckerei Thonke, einem Anlaufpunkt für Jung und Alt in Falkensee, sieht man das Thema ganz entspannt. „Es kommt schon ab und zu mal vor, dass eine Mutter ihrem Kind die Brust gibt, aber doch eher selten“, sagt Mitarbeiterin Silvana Städter. Viele Mütter würden schon von sich aus in den oberen Bereich gehen, wo etwas weniger Publikumsverkehr ist. Kunden hätten sich noch nie beschwert, so Silvana Städter. „Stillen ist doch etwas ganz normales“, sagt sie.

Dieser Meinung ist auch Emy Navarro. Die Falkenseerin ist vor vier Monaten Mutter geworden. Ihrem Kind auch in der Öffentlichkeit die Brust zu geben ist für sie völlig normal. „Ich komme eigentlich von den Philippinen, dort sind die Menschen offener“, sagt sie. Manchmal würden die Leute schon etwas komisch schauen, erzählt sie, aber das störe sie nicht. „Mir ist egal was die anderen Leute denken, denn das Wichtige ist mein Kind“, sagt Emy Navarro. Doch nicht alle Mütter denken so, weiß Beate Helm-Ludwig. Die Falkenseerin arbeitet seit 1982 als Hebamme und kennt die Sorgen werdender Mütter genau. Beim Thema Stillen in der Öffentlichkeit seien die Mutter grundsätzlich verschieden. „Manche machen sich darüber gar keine Gedanken, andere würden nicht mal vor den eigenen Eltern stillen“, sagt Beate Helm-Ludwig. Dies sei jedoch erst einmal eine persönliche Entscheidung. Doch immer wieder würden Mütter auch von negativen Erfahrungen berichten. „Eine Frau hat mir einmal erzählt, dass sie auf einem Spielplatz von einer älteren Dame angesprochen wurde, die ein Problem damit hatte, dass dem Kind dort die Brust gegeben wird“, so Beate Helm-Ludwig. Sie kann aber auch Gastronomen verstehen, die das in ihren Lokalen nicht wollen. „Man sollte dafür verständnis haben, wenn der Besitzer das nicht möchte“, sagt sie und fügt hinzu: „Auch wenn eine stillende Frau kein großes Drama ist.“

Zumal in aller Regel nicht viel zu sehen ist. „Wir ziehen uns ja nicht gleich aus, wenn wir unser Kind füttern wollen“, sagt Jesicca Peisker. Die junge Mutter hat bisher selbst noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. „Und wenn es doch jemanden stört, muss er ja nicht die ganze Zeit hinstarren“, sagt sie.

„Meistens haben die Mütter ja auch ein Tuch oder ähnliches zum Abdecken dabei“, sagt auch Gudrun Desens, Mitarbeiterin in Janny’s Eiscafé. Sie hat ihre ganz eigene Theorie, warum sich einige an stillenden Müttern stören. „Ich glaube die meisten vergessen einfach, dass sie selbst mal so klein waren“, sagt Gudrun Desens.

Von Danilo Hafer

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