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Brustkrebsvorsorge im „Mammobil“

Rathenow Brustkrebsvorsorge im „Mammobil“

Seit 22. Augustmacht das „Mammobil“ Station in Rathenow. Es ist ein Probelauf, den die Poliklinik „Ernst von Bergmann“ durchführt. Schon jetzt steht fest, die Nachfrage ist so groß, dass sich Frauen zwischen 50 und 69 Jahren auch in zwei Jahren in Rathenow untersuchen lassen können.

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Maxi Michaelis ist medizinisch-technische Radiologieassistentin und führt die Untersuchung im „Mammobil“ in Rathenow durch.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Seit Anfang der Woche macht das „Mammobil“ Station in Rathenow und schon jetzt steht fest, die Nachfrage ist so groß, dass sich Frauen zwischen 50 und 69 Jahren auch in zwei Jahren wieder in Rathenow untersuchen lassen können. Bisher mussten sie für eine Mammografie zur Brustkrebsvorsorge bis Brandenburg/Havel fahren. Für viele Westhavelländerinnen ein weiter Weg. Wohl auch deshalb nahmen einige das Angebot der kostenlosen Untersuchung nicht an. Das könnte sich nun dank der mobilen Mini-Praxis, die noch bis zum 1. September dem auf Parkplatz der Stadtverwaltung in der Berliner Straße steht, ändern.

„Das Ganze ist ein Probelauf, der im Anschluss auch in Bad Belzig und Ziesar durchgeführt werden soll. Schon jetzt können wir sagen, dass das Angebot in Rathenow sehr gut angenommen wird“, erklärt Damaris Hunsmann, Pressesprecherin des Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam. Dessen Poliklinik übernahm vor einem Jahr das Mammografie-Screening für den Bereich Brandenburg West. In Praxen in Potsdam, Beelitz und Brandenburg/Havel sowie im „Mammobil“ können sich Frauen alle zwei Jahre untersuchen lassen.

Zuletzt machte das „Mammobil 2009 in Rathenow Halt

In Nauen, Teltow, Ludwigsfelde und anderen Städten macht das „Mammobil“ schon länger im Zweijahresrhythmus für mehrere Wochen Halt. In Rathenow war es zuletzt 2009. Aufgrund vieler Anfragen von Frauen aus Rathenow hat sich die Poliklinik „Ernst von Bergmann“ dazu entschlossen, den Trailer auch wieder in Rathenow einzusetzen.

Nicht nur Frauen, die eine Einladung für das Screening über die bundesweite Zentrale erhalten haben, können sich im „Mammobil“ untersuchen lassen. Das Angebot gilt für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die noch nie oder zuletzt vor zwei Jahren beim Screening waren. Die Terminierung läuft über die Hotline: Tel.  0 33 42/42 69 00 oder online unter: www.mammo-programm.de.

Jedes Jahr erkranken 70 000 Frauen

Wer sich für die Untersuchung im „Mammobil“ entscheidet, wird genauso gut versorgt, wie in einer der Praxen, nur eben auf engerem Raum, so Damaris Hunsmann. Der Trailer verfügt über eine kleine Anmeldung, zwei Umkleiden und den Untersuchungsraum mit modernster Technik. Zwei freundliche Mitarbeiterinnen sorgen für einen reibungslosen Ablauf und in etwa fünf Minuten ist die Sache erledigt. Die Auswertung wird den Frauen innerhalb einer Woche zugeschickt.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jedes Jahr erkranken 70 000 Frauen. Um die Früherkennung von Brustkrebs zu verbessern, hat der Deutsche Bundestag im 2002 einstimmig beschlossen, in Deutschland ein qualitätsgesichertes Mammografie-Screening-Programm einzuführen, wie es in vielen anderen Ländern bereits existiert. Dadurch soll Brustkrebs möglichst frühzeitig bei Frauen entdeckt werden, bei denen noch keine Anzeichen für diese Erkrankung vorliegen.

Allein 2013 wurden rund 2,9 Millionen Frauen untersucht

Zur Organisation, Koordination und Überwachung der Durchführung der Maßnahmen im Rahmen des Mammografie-Screening-Programms haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen eine gemeinsame Einrichtung, die „Kooperationsgemeinschaft Mammografie in der vertragsärztlichen Versorgung“ gebildet.

Allein 2013 wurden rund 2,9 Millionen Frauen im Mammografie-Screening untersucht. Davon nahmen 79 Prozent zum wiederholten Mal teil. Die Teilnahmerate lag bei 57 Prozent. 970 von 1000 untersuchten Frauen erhalten einen unauffälligen Befund, bei zwölf von 1000 Frauen wird eine minimal-invasive Gewebeentnahme durchgeführt.

Das Mammographie-Screening

Das Mammographie-Screening ist ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.

In Abständen von zwei Jahren werden Röntgenaufnahmen der Brust in den Screeningeinheiten erstellt.

Im Land Brandenburg existieren insgesamt vier Screeningeinheiten.

Die Einheit Brandenburg West gehört seit dem 1. Juli 2015 zur Potsdamer Poliklinik Ernst von Bergmann.

Das Mammobil steht noch bis zum 1. September auf dem Parkplatz der Stadtverwaltung, Berliner Straße 15.

Die Öffnungszeiten sind immer montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr sowie 13 Uhr bis 16 Uhr.

Von Christin Schmidt

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