Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 11 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Buchhandlung startet Havelland-Lesereihe

Dallgow-Döberitz Buchhandlung startet Havelland-Lesereihe

Mit dem Dallgower Autor Uwe Kirsch startet eine neue Lesereihe im Havelland. Die Thalia-Buchhandlung geht dazu auf Wanderschaft. Zum Auftakt stellt Kirsch in Rohrbeck und in Schönwalde sein Buch „Gutland“ vor, das so manche Dallgower Ereignisse amüsant und spannungsgeladen aufnimmt.

Voriger Artikel
Der Frühling naht: Die Gartenstadt blüht auf
Nächster Artikel
Schädling wird wieder bekämpft

Wenn aus Uwe Kitsch ein Uve Kirsch wird, dann wird der Dallgower zum Schriftsteller. Nun liest er in Rohrbeck und Schönwalde.
 

Quelle: Peter-Paul Weiler

Dallgow-Döberitz.  Uwe Kirsch ist vieles. Unter anderem Pilot. Testpilot, um genau zu sein. Der Dallgower Autor ist Partner der Thalia-Buchhandlung aus dem Havelpark. Die will nämlich auf Wanderschaft gehen und im Havelland zu Lesungen einladen. Mit Uwe Kirsch und seinem Roman „Gutland“ wird begonnen.

Kirsch hat in Berlin Architektur und Stadtplanung studiert, sich irgendwann auf die Produktion von intelligenten Leuchten verlegt und vor einiger Zeit seine Schreibfähigkeiten entdeckt. Erzählen konnte er schon immer gut: anschaulich, witzig, engagiert, pointiert, bissig. All das hat er in seinen Roman „Wutlang“ gelegt, der Ende des vergangenen Jahres erschienen ist.

Wutland spielt im ostdeutsch Ländlichen. Kirsch selbst ist mit Familie vor fast 20 Jahren aus der großen Stadt Berlin nach Dallgow gezogen. Die dort gemachten Erfahrungen spiegeln sich mehr oder weniger verfremdet in dem Buch wider.

Katrin Köber hat das Buch im Sortiment

Katrin Köber hat das Buch im Sortiment.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Bahlenbrede nennt der Dallgower, der als Autor seinen Vornamen von Uwe zu Uve wandelt, den Ort der Handlung. Aber Bahlenbrede ist überall, wo Ost- und Westdeutsche aufeinander treffen, wo Alteingesessenen und Neuankömmlinge sich aneinander reiben, sich verbrüdern, sich beargwöhnen, sich verlieben. Alles ist möglich. Und so treffen Bürgermeister, Sportvereinsvorsitzender, Baudezernentin, Baulöwe, Pferdenarren, Hundebesitzer, Dorfgrüner, Journalistin und Flüchtlinge aufeinander.

Das heißt, von Flüchtlingen ist in dem Gutland-Buch nur die Rede. Noch ist keiner da, sie sollen kommen und das sorgt schon für viel Aufregung. Auf „Gutland“ lässt Kirsch mit „Wutland“ ein zweites Buch folgen. Dann sind nicht nur Flüchtlinge da, auch die Leute der Willkommensinitiative und die von der Bürgerwache, Hooligans und Rechtsnationale bevölkern die Szene. Das Buch ist in diesen Tagen ausgeliefert worden.

Weil ein lokaler Autor nicht nur schreiben, sondern sich auch vermarkten muss, war Uwe Kirsch eines Tages zum Havelpark zu Katrin Köber geradelt. Sie leitet die Thalia-Buchhandlung im Havelpark. Hier hatte Uwe Kirsch sein „Gutland“ auf den Tisch gepackt, die Leser haben es gekauft. Und so kam auch die Idee mit der Lesereihe ins Rollen. „Wir wollen in der Region Autoren vorstellen“, sagt Katrin Köber. Mit Uwe Kirsch wird der Anfang gemacht. Die Buchhandlung ist mit 280 Quadratmetern zwar groß, aber für Lesungen nicht geeignet.

„Da fehlten uns Platz und Mobilar“, sagt die Buchhändlerin, deshalb hat man sich Partner gesucht und gefunden. „Die erste Lesung findet in Rohrbeck im alten Weinladen in der Dorfstraße statt“, erklärt Uwe Kirsch, der Rohrbecker Hans-Dieter Pförtner hatte die Idee dazu und unterstützt die Lesung am 23. März. Zwei Wochen später geht es nach Schönwalde-Glien ins Haus des Kreativ-Vereins, hier wird in den Räumen der Galerie gelesen. Dort sind gerade Bilder von Ina Schmiedel ausgestellt, die Porträts von Menschen und Tieren zeigt.

„Wir suchen kleine, passende Räume“, sagt Katrin Köber. Dort können sich Autoren aus der Region vorstellen. „Aber das wollen wir nicht zu sehr eingrenzen.“ Mit Uwe Kirsch macht aber ein Schreiber den Auftakt, der in der Region wohnt und auch hiesige Ereignisse und Beziehungen aufgeschrieben hat. Die Bücher von Uwe Kirsch sind spannend, amüsant und gesellschaftskritisch. Von diesem Geist will er auch in seinen Lesungen einiges vermitteln. Erste Probelesungen in privaten Salons hat der Autor bereits hinter sich gebracht. Da hatte es schon mal sehr gut funktioniert. Nun also können Rohrbeck und Schönwalde ein bisschen zu Gutland werden.

Lesung, 23. März, 19.30 Uhr, Alter Weinladen, Dorfstraße 8 in Rohrbeck. 6, April, 19.30 Uhr, Kreativ-Haus, Dorfstraße 7 von Schönwalde-Dorf.

Von Marlies Schnaibel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg