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Havelland Buckower Jecken mussten sich warm tanzen
Lokales Havelland Buckower Jecken mussten sich warm tanzen
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17:28 12.02.2017
Als Flugbegleiterinnen betraten sie das Parkett und entpuppten sich schließlich als Männerballett. Quelle: Norbert Stein
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Großwudicke

Gut gelaunt wartete der Elferrat auf seinen Einmarsch und die Gäste im Saal schunkelten bereits zur Stimmungsmusik die DJ Karsten Büttner spielte. Alle waren bestens vorbereitet. Die Prunksitzung des Buckower Carnevalvereins (BCV) am Samstagabend im Vereinshaus in Großwudicke konnte beginnen. Angeführt von seiner Präsidentin Jutta Galuschka durfte der Elferrat endlich den Saal betreten. Präsidentin Galuschka sollte an diesem Abend nicht nur Narrenparlament anführen, sie sprang zudem für den verhinderten Sitzungschef ein und führte durch das dreistündige Programm.

Seine nunmehr schon 34. Saison feiert der BCV unter dem Motto „Ob Du wirklich richtig bist, siehst Du erst wenn das Licht an ist“. Während das Licht im Vereinshaus zwar funktionierte, war auf die Heizung kein Verlass. „Wir haben ein Heizungsproblem“, erklärte die Präsidentin den Gästen. Die Frische im Saal egalisierten alle gemeinsam mit guter Stimmung. Wem das noch nicht genügte, der konnte auch mit diversen Getränken die innere Wärme steigern Sogar Mund-zu-Mundbeatmung war möglich, weil Konstanze I schon zum Auftakt der Sitzung die Kussfreiheit verkündet hatte. Empfangen wurden die BCV-Prinzessin und ihr Prinz Danny I von den Gästen mit einem dreifachen „Buckow helau“. Das Prinzenpaar erwiderte den Schlachtruf und verkündete seine Proklamation. Bis Aschermittwoch habe nun Frohsinn zu herrschen in der Gemeinde, erklärte der Prinz.

In der Bütt wurden die Ehemänner auf die Schippe genommen

Die BCV-Garde in rot weißen Kostümen dankte dem Prinzenpaar mit einem Huldigungstanz. Das Kinderballett begeisterte die Jecken mit einem Zwergentanz, die Single-Ladies hatten einen Lichtertanz vorbereitet und auch die Sternchen lieferten eine temperamentvolle Vorstellung auf dem Parkett ab. Der Chor sang die Vereinshymne „Beim Buckower Carneval“, die nun auch auf CD erhältlich ist. „Ein schönes Programm. Gut, dass es den BCV gibt“, sagte Michael Lorenz, der Ortsvorsteher von Großwudicke als Gast im Schottenrock.

Das Frauenballett trat als „Die Knochenbrecher aus dem Dschungel“ auf. Quelle: Norbert Stein

Weil das Saisonmotto mit Licht zu tun hat, sorgten BCV-Akteure wahrhaftig für Erleuchtung, und zwar mit einem Einblick hinter die Kulissen des Vereinslebens. Dafür präsentierten sie sich den Gästen in wechselnder Kostümierung, sangen Stimmungslieder, tranken Bier oder Sekt, führten Diskussionen und lagen sich abschließend in den Armen.

Doris Poser plauderte in der Bütt über Renovierungsarbeiten im Haus, abfallende Tapeten , viel Wasser, kräftige Farbkleckse, einem Ehemann der wenig hilfreich ist und eigentlich bei den Arbeiten nur im Wege steht. Ihre Schlussfolgerung: „Der Alte ist als Handwerker eine absolute Fehlkonstruktion“.

Die Frauen tanzten als Knochennager

Als Frau Schrader nahm auch Büttenrednerin Anita Meier das eheliche Alltagsleben in das karnevalistische Visier. Ihr Mann habe das gesamte Brockhaus-Nachschlagewerk in die Papiertonne geworfen, mit der Begründung, dass sie eh immer alles besser wisse. Als sie von ihrem Gatten endlich wieder einmal die berühmten drei Worte der gegenseitigen Verbundenheit hören wollte, überlegte der und kam dann zu dem Schluss, dass es nur zwei mögliche Antworten gibt: Entweder „Du hast Recht“ oder „Ich habe Schuld“.

Die Buckower Funken im orientalischen Gewand. Quelle: Norbert Stein

Die BVC-Sportler kamen mit ihren „Fahrzeugen des Lebens“ in den Saal, um anschließend auf Matten und Kasten zu turnen. Die Funken bewiesen sich beim Tanz „1000 und eine Nacht“ als bezaubernde Jeannies und das Frauenballett als „Die Knochennager aus dem Dschungel“. Die Flugbegleiterinnen auf dem Parkett entpuppten sich als Männerballett. Sie bestritten das berauschende Finale der insgesamt 18 Darbietungen.

Im Saal herrschte ausgelassene Stimmung trotz defekter Heizung Quelle: Norbert Stein

Von Norbert Stein

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