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Bürgelschüler besuchen Heimkinder in Zsobok

Rathenow Bürgelschüler besuchen Heimkinder in Zsobok

Eine Reisegruppe der Gesamtschule Bruno H. Bürgel Rathenow macht sich am 14. Juni auf den Weg zum Kinderheim im rumänischen Dorf Zsobok. Nach Besuchen in den Jahren 2013 und 2015 ist das nun schon der dritte Jugendaustausch, bei dem Bürgelschüler nach Zsobok reisen.

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Eine Gruppe der Bürgelschule reist bald nach Zsobok.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Bald macht sich eine Gruppe der Gesamtschule Bruno H. Bürgel Rathenow auf die Reise nach Rumänien, um im Dorf Zsobok das Kinderheim zu besuchen. Dabei sind acht Mädchen, drei Jungen, zwei Lehrer und zwei weitere Erwachsene. Acht Jugendliche freuen sich auf ein Wiedersehen mit vielen guten Bekannten, denn sich waren schon mal in Zsobok.

Seit 1991 ist das Dorf Zsobok, in dem Angehörige der ungarischen Minderheit leben, das Ziel von Hilfsaktionen aus dem Westhavelland gewesen. Angeregt durch die Rathenowerin Manuela Neubüser, die auf privater Basis mehrmals pro Jahr Spenden nach Zsobok bringt, waren Jugendliche der Bürgelschule im November 2013 erstmals zum Kinderheim gereist.

Seit 2014 haben die beiden Schulen einen Partnerschaftsvertrag

Als Manuela Neubüser im September 2014 erstmals eine Kindergruppe aus dem Heim für eine Woche ins Westhavelland holte, waren es vor allem Bürgerschüler, die bei der Betreuung und Versorgung der Kinder halfen. Im gleichen Jahr unterzeichneten die Schule in Zsobok und die Bürgelschule einen Partnerschaftsvertrag. Im Juni 2015 reiste wieder eine Bürgelgruppe nach Zsobok, im September 2016 wurden wieder Heimkinder hierher geholt.

Weil die Fahrt auf der Straße viel aufwendiger und teurer wäre, werden die Rathenower erstmals mit einem Billigflieger reisen. Abflug ist am 14. Juni, die Rückankunft am 21. Juni. Sie können kaum Sachspenden mitnehmen und sammeln deshalb Geld zum Mitnehmen. Durch einen Trödelbasar an der Schule haben sie 100 Euro eingenommen. Beim Fest „Mit Musik um die Welt“ an der Lutherkirche am 9. Juni wollen sie Schmalzstullen und Spielzeug verkaufen, um weiteres Geld einzunehmen.

Weil die Ferien beginnen, werden nur die Waisenkinder im Heim sein

Einen spezielles Ziel für die Geldspenden gibt es nicht. „Ob für Heizöl, Reinigungsmittel oder andere Dinge, das überlassen wir der Heimleiterin Elisabeth Ruzsa“, erklärt der mitreisende Zsobok-Kenner Egon Beckmann, „sie weiß am besten, was gebraucht wird.“

Wie Lehrer Thomas Otto berichtet, wird die Gruppe in Zsobok eintreffen, wenn dort die Sommerferien beginnen. Das bedeute, dass nur die Waisenkinder im Heim sein werden, die kein Zuhause haben. Für sie sei der Kontakt mit den Jugendlichen aus Rathenow besonders wichtig. Wer Fragen hat oder den Austausch unterstützen möchte, kann sich an Thomas Otto wenden unter 0177/55 04 088.

Geplant sind in Zsobok unter anderem ein Grillabend, Reparieren von Kinderkleidung und auch den Dorfältesten soll ein Besuch abgestattet werden. Erfahrungsgemäß wird die meiste Zeit aber für intensive Kontakte mit den Heimkindern verwendet.

Von Bernd Geske

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