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Havelland Bürger kämpfen für den Ausbau der L 16
Lokales Havelland Bürger kämpfen für den Ausbau der L 16
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06:45 05.11.2016
Die Bürger klagten ihr Leid über die marode Straße. Quelle: Philip Häfner
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Schönwalde-Glien

Seit vielen Jahren bemüht sich die Gemeinde Schönwalde-Glien nun schon darum, dass die marode Landesstraße 16 endlich saniert wird, die alle Ortsteile miteinander verbindet – bislang jedoch vergeblich. Längst haben die Bürger die Nase voll. Einige von ihnen haben jetzt den öffentlichen Druck noch einmal erhöht und das Fernsehen eingeschaltet: Landesweit werden die Menschen am Samstagabend in der RBB-Sendung „Brandenburg aktuell“ vom schlechten Zustand der L 16 erfahren. Die Schönwalder hoffen, dass das Land so vielleicht doch noch Mittel zur Instandsetzung der Straße freimacht.

„Es besteht dringend Handlungsbedarf“, sagte Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) beim Ortstermin am Freitagnachmittag, zu dem rund 60 Schönwalder nach Pausin gekommen waren. Er kritisierte die aus seiner Sicht falsche Sparpolitik des Landes. „Jede Investition, die man jetzt nicht tätigt, fällt einem später auf die Füße. Aber wir brauchen diese Infrastruktur, denn wir können hier auf den Dörfern nicht einfach in die Bahn steigen. Wir fühlen uns ehrlich gesagt veräppelt.“

Währenddessen rauschte auf der Landesstraße der Verkehr vorbei, auch viele Lastwagen passierten den Ort. „Wenn die Vierzigtonner vorbeifahren, wackelt das ganze Haus“, berichtete Hans-Dieter Zeh vom Verein Forum Schönwalde-Glien, einer der Initiatoren des Aufrufs.

Das Land verweist bislang stets auf die angeblich zu geringen Verkehrszahlen auf der Strecke, die einen Ausbau nicht rechtfertigen würden. Die Anwohner können das nicht nachvollziehen. Margrit Gremmer hat sich in dieser Woche an einem Nachmittag hingestellt und die Fahrzeuge gezählt, die durch Pausin fahren. In zehn Minuten waren es über 200. „So viel Verkehr hält die Straße nicht aus“, sagte Ortsvorsteherin Bärbel Eitner (CDU). Roswitha Bresch, ebenfalls Mitglied im Forum Schönwalde-Glien, nannte es eine „Situation, die uns alle belastet“. Sie befürchtet, dass es wegen der maroden Fahrbahn über kurz oder lang zu schweren Unfällen kommen wird.

Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen machte den Schönwaldern jedoch wenig Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Situation. Eine grundhafte Erneuerung der L 16 sei in nächster Zeit nicht absehbar. Es gebe einfach keine Mittel dafür. Deshalb wird die Straße wohl auch weiterhin nur notdürftig geflickt werden.

„Ich bin enttäuscht“, sagte Roswitha Bresch. „Vor allem auch darüber, dass vom Landesbetrieb niemand vor Ort war und das Gespräch mit den Bürger gesucht hat.“ Doch die Menschen in Schönwalde wollen weiterkämpfen. „Wir werden weiter unseren Unmut kundtun“, so Bärbel Eitner.

Von Philip Häfner

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