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Bürgerbündnis demonstriert wieder in Rathenow

Jeden zweiten Dienstag Bürgerbündnis demonstriert wieder in Rathenow

Die Demonstrationen eines Bürgerbündnisses, das in Rathenow alle zwei Wochen die Asyl- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kritisiert, sind schon zur Gewohnheit geworden. Am Dienstag traf man sich wieder auf dem Märkischen Platz – doch diesmal erlebte der Initiator der Asylkritiker, Christian Kaiser, eine Überraschung.

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In Rathenow demonstrierte wieder das Bürgerbündnis.

Quelle: C. Schmidt

Ratheow. Die Forderungen sind immer gleich. Die Demonstranten auch. Am Dienstag spazierten wieder die Anhänger eines Bürgerbündnisses durch Rathenow, das vor allem die Asyl- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung an den Pranger stellt. Patrioten nennen sie sich und entsprechend viele Deutschland-Fahnen waren später bei der Kundgebung auf dem Märkischen Platz zu sehen.

Sogar Christian Kaiser war überrascht

Eine Gegendemonstration des Aktionsbündnisses „Tolerantes Rathenow“ fand zwar nicht statt. Doch die Gegner des Bürgerbündnisses verschafften sich mit einer Aktion Aufmerksamkeit, die sogar Christian Kaiser, den Initiator der asylkritischen Aufmärsche, überraschte.

Ein Thron und eine Proklamation

Unter dem Motto „Kaiser Kaiser I.: Heil dem Monarchen Rathenows!“ stellten Mitglieder des Zusammenschlusses „Freunde der toten Kinder“ einen Thron auf. Und machten dazu bereits im Vorfeld bekannt: „Dem künftigen Monarchen Rathenows, seiner Exzellenz Kaiser Kaiser dem I., werden wir beim Aufmarsch des rechtspopulistischen Bürgerbündnisses den verdienten Thron bereitstellen.“ Im Rahmen einer Krönungszeremonie werde „Kaiser Kaiser I.“ die Demokratie im Westhavelland für abgeschafft erklären, heißt es in der Bekanntmachung. Installiert wird eine Regentschaft auf den Grundlagen der politischen Ziele der AfD.

Zusammenschluss von Künstlern

Die „Freunde der toten Kinder“ sind ein Zusammenschluss havelländischer Kulturschaffender, die mit künstlerischen Aktionen auf der Straße und im Web auf das Schicksal von Flüchtlingen hinweisen und gegen Hetze und Hass gemeinsame Zeichen setzen.

In den vergangenen Wochen hatten die Künstler bereits eine Mauer um die Demonstranten des Bürgerbündnisses gebaut, die hatten Hausfassaden mit Lichtinstallationen zum Flüchtlingselend gestaltet und sie hatten Schwimmreifen in die Havel gesetzt – als Symbol für ertrunkene Flüchtlingskinder Kinder im Mittelmeer.

Die Polizei vermeldete vom Demo-Dienstag keine besonderen Ereignisse.

Von Joachim Wilisch

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