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Bürgerinitiative setzt sich für Nymphensee ein

Brieselang: Kritik an Sicherheit und Eintrittspreisen Bürgerinitiative setzt sich für Nymphensee ein

Nach den beiden Badeunfällen vor einigen Tagen am Brieselanger Nymphensee hat sich kürzlich die Bürgerinitiative „Wir für den See“ gebildet. Sie fordert Verbesserungen bei der Sicherheit der Badegäste, aber auch bei den Eintrittspreisen sowie den uneingeschränkten Zugang zum See für Spaziergänger und Sportler.

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Marion Braun, Matthias Drescher und Annabelle Kempin (von links) gehören zur Bürgerinitiative „Wir für unseren See“.

Quelle: Foto: Andreas Kaatz

Brieselang. Der tödliche Badeunfall im Nymphensee am 3. Juli sowie ein weiterer Badeunfall zwei Tage später an gleicher Stelle waren für mehrere Bürger jetzt Anlass, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen. Der geht es um das Thema Sicherheit der Badegäste, aber nicht nur allein.

„Es besteht Redebedarf. Der See ist schließlich das Aushängeschild von Brieselang und wir wollen ein Forum anbieten, um mit der Gemeinde die Zustände zu verbessern“, sagte jetzt Matthias Drescher von der Initiative „Wir für den See“. Nach seiner Aussage hätten sich innerhalb von zehn Tagen 775 Bürger übers Internet der Initiative angeschlossen, weitere 283 eine Petition unterzeichnet.

Geld darf keine Rolle spielen

Er kritisiert unter anderem, dass es keinen ständigen Rettungsdienst vor Ort gibt. „Hier darf Geld keine Rolle spielen.“ Ein Profi sei nötig. Und in Anspielung auf den zweiten Unfall, bei dem sich jemand in den Schlingpflanzen verheddert hat, fordert Drescher auch das ständige Mähen des Krautes – was nicht nur Sicherheitsaspekte habe. „Wenn der See nicht gepflegt wird, verlandet er“, meinte Drescher in der Bürgerfragestunde der Gemeindevertretung.

Laut Bürgermeister Wilhelm Garn seien Vorschläge zur Verbesserung der Situation am See sehr hilfreich. In Bezug auf den Rettungsdienst sagte er: „Es besteht zwar keine gesetzliche Pflicht, am Nymphensee Rettungsschwimmer vorzuhalten, es gibt aber mit der DLRG eine Kooperation bezüglich der Sicherheit, besonders bei der Betreuung von Kindergruppen.“ Leider stünden der DLRG aber nicht genügend Rettungsschwimmer zur Verfügung, um die Badetage abzusichern. Jedoch sei der Pächter selbst auch ausgebildeter Rettungsschwimmer. Zudem würden jetzt mehr Rettungsringe installiert.

Ganzflächige Krautungen nicht möglich

Bezüglich der Schlingpflanzen hält es Garn für nicht machbar, angesichts der Größe des Sees ganzflächige Krautungen vorzunehmen. Aber jetzt werden „die gemähten Badebereiche mit Bojen ausgewiesen und beschildert“.

Ein weiterer Kritikpunkt der Initiative sind die Eintrittspreise. Die werden gerade für Familien als zu hoch empfunden. Wie Garn sagt, habe man nun den Pächter gebeten, für Jugendliche ab 12 Jahren über eine Rabattierung nachzudenken und die Preise deutlicher auszuschildern. Einen freien Zugang für Spaziergänger hält er nicht für möglich. Die Initiative hatte kritisiert, dass man auch dann Eintritt zahlen müsse, wenn man nur joggen will oder auf einer Bank sitzen. Doch laut Garn könne man die kostenpflichtigen Bereiche nicht differenzieren, da fast überall die Möglichkeit zum Baden besteht. Er erklärte sich zu einem Treffen mit der Initiative bereit, und Sabine Cory, Vorsitzende der Gemeindevertretung, sagte zu, dass man am Thema dranbleiben werde. Drescher betonte: „Wir sind weit entfernt, Querulanten zu sein, sondern Bürger, die sich für den See einsetzen.“

Von Andreas Kaatz

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