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Bürgermeister in Falkensee gesucht

Fakten zur Stichwahl am Sonntag Bürgermeister in Falkensee gesucht

An diesem Sonntag entscheidet sich, wer demnächst im Falkenseer Rathaus regiert: Heiko Müller (SPD), der bisherige Amtsinhaber, oder Barbara Richstein, Herausforderin von der CDU. Wir erklären, was man wissen muss, was man zur Wahl mitbringen sollte und was passiert, wenn zu wenige Menschen zur Wahl gehen.

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Wahlplakate stehen derzeit überall in Falkensee.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee . Für die erste Stichwahl in Falkensee ist alles vorbereitet: Am Sonntag entscheiden die Falkenseer, ob sie künftig im Rathaus von einem Bürgermeister oder einer Bürgermeisterin geführt werden. 35 277 Wahlberechtigte sind aufgefordert, sich für Amtsinhaber Heiko Müller (SPD) oder die Herausforderin Barbara Richstein (CDU) zu entscheiden.

„Jeder Wahlberechtigte kann mit seinem Ausweisdokument in seinem bekannten Wahllokal wählen“, sagt Wahlleiter Sebastian Pioch auf die Frage, die ihm in diesen Tagen am häufigsten gestellt wird. „Idealerweise hält der Wähler auch seine Wahlbenachrichtigung parat, aber es geht auch ohne.“ Für die Stichwahl waren keine neuen Wahlbenachrichtigungen verschickt worden.

Neu verschickt wurden jedoch Briefwahlunterlagen . „Wir haben an 4344 Falkenseer solche Briefwahlpost versandt, das ist mehr als bei der Wahl am 27. September“, sagt Sebastian Pioch. Ob das ein Indiz für eine hohe Wahlbeteiligung ist, vermag er nicht zu sagen.

Am 27. September hatten 51,9 Prozent der Falkenseer bei der Wahl ihre Stimme abgegeben.

So wird man Bürgermeister

Um Bürgermeister zu werden, muss der Kandidat zwei Dinge erreichen: die Mehrheit der abgegebenen Stimmen und das Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten.

Sollte die Wahlbeteiligung so gering sein, dass der Gewinner nicht die nötigen fast 5300 Stimmen auf sich vereinen kann, entscheidet die Stadtverordnetenversammlung. „Sie wählt dann das Stadtoberhaupt“, erklärt der Wahlleiter, allerdings kommen da nicht automatisch die beiden Stichwahl-Kandidaten ins Rennen. „Da wäre eine öffentliche Ausschreibung nötig, bei der sich geeignete Kandidaten bewerben können. Auch die Abgeordneten und Fraktionen können Vorschläge machen“, sagt Sebastian Pioch. Eine solche Wahl wird allerdings nicht erwartet. Vielmehr dürfte es eng werden zwischen den Bewerbern, eine Prognose wagt kaum jemand.

Die 35 Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wählen können alle, die 16 Jahre und älter sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union sind und ihren Hauptwohnsitz in Falkensee haben.

Wegen der Kürze der Zeit zwischen 1. und 2. Wahlgang konnten diesmal keine Wahlschablonen für blinde und sehbehinderte Menschen angefertigt werden. Am 27. September war das Angebot von zwei Wählern genutzt worden.

Wer Sonntag Hilfe braucht, wird gebeten, sich an eine Hilfsperson seines Vertrauens oder an ein Mitglied des jeweiligen Wahlvorstandes zu wenden.

Von Marlies Schnaibel

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