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Geliebte Steinlaus von Loriot

Ursula Nonnemacher (Grüne) will Bürgermeisterin in Falkensee werden Geliebte Steinlaus von Loriot

Am 27. September wählt Falkensee einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin. Fünf Kandidaten stellen sich zur Wahl. Die Grünen-Politikerin Ursula Nonnemacher beantwortet einen MAZ-Fragebogen mit ganz persönlichen Fragen.

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Von der Ärtzin zur Politikerin: Ursula Nonnemacher.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Im 19. Jahrhundert war ein beliebtes Gesellschaftsspiel, das Merkbuch der Bekenntnisse zu beantworten. Entworfen hatte der französische Schriftsteller Marcel Proust den Fragebogen. Viele Varianten hat er inzwischen erfahren. MAZ hat den sehr persönlichen Fragebogen mit einem kleinen Falkensee-Teil erweitert.

MAZ: Was würden Sie mit Ihrem Leben anfangen, wenn Sie noch einmal 20 wären?

Ursula Nonnemacher: Die Frage klingt so, als ob ich mein bisheriges Leben vergeudet hätte. Das ist aber nicht der Fall. Im Großen und Ganzen gefällt es mir sehr gut.

Sie fliegen per Zeitmaschine zurück. Welches Ereignis der Geschichte würden Sie gern miterleben?

Nonnemacher: Ich habe 1989 in Berlin die bewegenden Wochen um die Maueröffnung miterlebt und dabei gespürt: hier wird Geschichte gemacht. Für weitere Erlebnisse würde ich per Zeitmaschine lieber nach vorne fliegen.

Sie dürfen eine Million Euro spenden. Wer bekommt das Geld?

Nonnemacher: Ich würde die Million aufteilen: für soziale Projekte, Kindernothilfe, Flüchtlingshilfe, Umweltgruppen, die Initiatoren des Volksbegehrens gegen Massentierhaltung. Meine Partei bekäme auch ein bisschen was ab.

Welchen Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Nonnemacher: Den, der sich trotz Mühe und Sorgfalt eingeschlichen hat.

Was macht Sie glücklich?

Nonnemacher: Ein leckeres Abendessen in großer Runde mit Familie und Freunden.

Was macht Sie fassungslos?

Nonnemacher: Der abgrundtiefe Hass, den manche Menschen Flüchtlingen gegenüber an den Tag legen. Der Brandanschlag in Nauen.

Welchen Fehler würden Sie gern ungeschehen machen?

Nonnemacher: Ich habe mich immer bemüht zu meinen Fehlern zu stehen, sie auszubügeln und/oder mich dafür zu entschuldigen. Wegzaubern geht nicht!

Bei wem holen Sie sich am liebsten Rat?

Nonnemacher: Bei meinem Mann! Außer in Modefragen, da bevorzuge ich meine Töchter.

Vor welcher Arbeit in Haus oder Garten drücken Sie sich, so gut es geht?

Nonnemacher: Computerprobleme, Wechsel von Druckerkartuschen, röhrende Staubsauger etc. Da rufe ich: Guiiiiido!

Was ist Ihr Lieblingstier?

Nonnemacher: Die Steinlaus (Petrophaga lorioti).

Sie erwachen aus einem 100-jährigen Schlaf. Wonach fragen Sie?

Nonnemacher: Wer hat mich wachgeküsst?

Über wen haben Sie sich zuletzt geärgert?

Nonnemacher: Über grölende Betrunkene in der Bahn.

Worüber haben Sie das letzte Mal gelacht?

Nonnemacher: Eine Karikatur von Klaus Stuttmann über Horst Seehofer.

Wie würden Sie Falkensee in einem Satz beschreiben?

Nonnemacher: Liebenswerte grüne Oase vor den Toren der Metropole, wo manchmal etwas mehr der Bär steppen könnte.

Was gefällt Ihnen an Falkensee am meisten?

Nonnemacher: Dass man auf Schritt und Tritt interessante nette Leute trifft.

Was stört Sie an Falkensee am meisten?

Nonnemacher: Baumfällungen und Blechlawinen

Ihr Lebensmotto?

Nonnemacher: Erledige deine Aufgaben mit Bedacht und in guter Qualität.

Von MAZ-online

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