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Havelland Golze-Anhänger betrauern das Wahlergebnis
Lokales Havelland Golze-Anhänger betrauern das Wahlergebnis
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11:15 14.03.2018
Wahlsieger Ronald Seeger freut sich über das Ergebnis. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Die Enttäuschung über die verlorene Bürgermeisterwahl können alle, die Daniel Golze (Linke) den Sieg gegönnt haben, nur schwer verbergen. Ein Blick in die Sozialen Medien verrät das. Nachdem Golze auf seiner offiziellen Facebookseite seine Glückwünsche an Ronald Seeger (CDU) geschickt hatte, brach der Ärger aus Golzes Anhängerschaft heraus: „Das ist halt’ eine Rentnerstadt“.

Die Wünsche der Rathenower unter 60

Eine andere Frau fügt hinzu: „Ich denke, viele Rathenower, vor allem die unter 60 Jahre, hätten sich einen Umschwung in Rathenow gewünscht, einfach neuen frischen Wind, dass die Stadt mal zeigt, was sie eigentlich kann. Ein Bürgermeister mit Ideen und Energie, etwas zu ändern, hätte die Stadt für jüngere Leute, den Nachwuchs, die, die das Geld in Zukunft in die Stadt bringen, attraktiver machen können.“aft nach Rathenow zurück kommt.“

Ruinengrundstück, Optikpark und Rathausschimmel

Und noch eine Enttäuschte: „Der Demographische (Schlaf)wandel: Wenn Rentner ihresgleichen wählen, geht die Stadt um 10 ins Bett. Schlafwandelnd ,sucht man der Stadt bestes’ . . ..ja, was eigentlich? Ruinengrundstück in zentraler Lage? Optikparkkonzept? Innenstadtentwicklungsprogramm? Rathausschimmelspray? Oder...Seniorenheim? Der neue alte Bürgermeister braucht VISIONEN! Die Probleme gehen nicht in Rente.“

Nachdenklich verfolgt Daniel Golze die Auszählung. Quelle: Markus Kniebeler

Klar, dass die Anhänger der CDU das anders sehen. Die Bundestagsabgeordnete für die Region,. Dietlind Tiemann – früher als CDU-Oberbürgermeisterin von Brandenburg an der Havel selbst in der kommunalen Familie mit Ronald Seeger – schickte über Facebook einen freudestrahlenden Emoji auf die Reise.

Über die Zukunft der Stadt

Und in TV-Interviews äußerte sich der Sieger zur Zukunft. Er werde – wenn er gesund bleibe – die acht Amtsjahre, für die er gewählt worden sei, auch im Amt bleiben. „Der Bundespräsident war über 60 Jahre, als er in das Amt kam, Finanzminister Schäuble ist Mit 70, warum soll ich nicht noch einmal acht Jahre Bürgermeister sein?

Bahnanbindung wird ein wichtiges Thema

Die Anbindung der Stadt Rathenow an die Hauptstadt mit einem 30-Minuten-Regionalbahntakt auf der Schiene sei nun ein erstes wichtiges Ziel, so Seeger. Ansonsten wolle er erst einmal durchatmen. „Die letzten Wochen waren sehr anstrengend – gerade auch, weil ich im Wahlkampf nicht immer anwesend war.“

Wahlsieger Ronald Seeger bedankt sich beim Leiter seines Wahlkampfteams, Corrado Gursch. Quelle: Bernd Geske

Einen Wunsch äußerte der Bürgermeister am Rand, der wohl nicht in Erfüllung geht. „Wir arbeiten seit vielen Jahren in der Stadtverordnetenversammlung ohne klare Mehrheiten oder ohne Zählgemeinschaft. Vielleicht sollte man da mal drüber nachdenken.“ Das will Daniel Golze nicht: „Nein! Eine Zählgemeinschaft oder Koalition auf kommunaler Ebene ist der falsche Weg, um dem Desaster der Wahlbeteiligung langfristig zu begegnen. Auch nach der Kommunalwahl sollte es dabei bleiben, um Mehrheiten mit Argumenten zu ringen und nicht Mehrheiten durch einen Vertrag zu organisieren.“

Wahlprogramm in die SVV

Die Linke will nun Teile des Wahlprogramms ihres Bürgermeisterkandidaten in die Stadtverordnetenversammlung hineintragen. „Darüber wollen wir uns umgehend Gedanken machen“, kündigte Daniel Golze an. Ähnlich hatte sich auch der Bewerber der SPD, Thomas Baumgardt, geäußert. Er war bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden: „Die besten Ideen aus dem Wahlkampf sollten nun in der Kommunalpolitik umgesetzt werden. Let’s go!“

Von Joachim Wilisch

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