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Havelland Bürgermeisterwahl: So reagieren die Verlierer
Lokales Havelland Bürgermeisterwahl: So reagieren die Verlierer
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09:26 26.02.2018
Rathenow: Der SPD-Kandidat Thomas Baumgardt bei der Stimmabgabe am Sonntag. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Am Schwedendamm, im Haverlrestaurant, hat die SPD Rathenow schon so manche Niederlage hinnehmen müssen. 2010 mit Hans-Jürgen Lemle etwa, der krachend gegen Ronald Seeger bei der Bürgermeisterwahl baden ging. Oder 2002, als Manfred Lenz auf dem vierten Platz landete. Und nun Thomas Baumgardt. Aber die SPD Rathenow vergleicht den Bürgermeisterwahlkampf mit einem olympischen Wettbewerb: „Dabeisein ist alles“, sagte Thomas Baumgardt.

Im Ergebnis sei der dritte Platz nicht so schlecht. „Dafür gibt es bei Olympia die Bronzemedaille. 17,8 Prozent (1720 Stimmen) – so lautet das Ergebnis vom Sonntag. Martin Gorholt, Unterbezirksvorsitzender der SPD Havelland fand, „dass sich die SPD mit einem Kandidaten aus der zweiten Reihe sehr gut geschlagen hat.“ Kann Daniel Golze nun damit rechnen, dass die SPD seine Wahl am 11. März empfiehlt? Einen Wechsel habe die SPD schließlich angestrebt.

„Das ist nicht so einfach“,, sagt Gorholt. Zunächst werde man das Wahlergebnis in Ruhe analysieren. „Danach sagen wir, ob wir etwas empfehlen oder nicht.“ Ähnlich sieht das Ulf Michaelis. Der Einzelbewerber hatte seine Getreuen im Blockhaus am Wolzensee versammelt. „Das ist kein guter Tag für die Stadt Rathenow“, orakelte er dunkel. „Das Ergebnis ist schlecht für die Demokratie, Rathenow braucht dringend den Wechsel.“

Er sei bestürzt, dass er weniger Stimmen bekommen habe, als Christian Kaiser. „Damit muss man erst einmal zurechtkommen.“ Mit Kommunalpolitik will sich Ulf Michaelis nun nicht weiter beschäftigen. „Das hat in Rathenow keinen Sinn.“ Er werde sich auf andere Projekte, unter anderem im Förderverein für die Grundschule Otto Seeger konzentrieren. Genau 700 Stimmen hat Michaelis am Sonntag bekommen.

„Ich freue mich natürlich, dass ich mehr Stimmen habe, als der andere Einzelbewerber“, sagte Christian Kaiser. Der Einzelbewerber wird sich weiter engagieren. „Im kommenden Jahr werde ich für die Stadtverordnetenversammlung Rathenow kandidieren.“ Der Wahlkampf und alles, was er in den vergangenen fünf Wochen erlebt hat, habe ihn weiter gebracht.

Die Rathenower müssen sich auf zwei weitere Wahlkampfwochen einstellen. Ob Kaiser und Michaelis Wahlempfehlungen abgeben werden, steht ebenso wenig fest, wie bei den Sozialdemokraten. „Ich tendiere dazu, keine Wahlempfehlung abzugeben“, sagte Michaelis.

Die Bronzemedaille der SPD in Rathenow begann zu glänzen, als der Sieg von Holger Schreiber in Wustermark verkündet wurde. „Da haben wir doch was, worüber wir uns freuen“, sagte Felix Menzel, Sozialdemokrat und Bürgermeister in Milower Land.

Von Joachim Wilisch

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