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Havelland Kandidaten mobilisieren für Stichwahl
Lokales Havelland Kandidaten mobilisieren für Stichwahl
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19:43 28.09.2015
Am 11. Oktober wird weiter gewählt. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Mit Heiko Müller und Barbara Richstein gehen zwei Kandidaten in die Stichwahl um den Falkenseer Bürgermeisterposten. Am 11. Oktober wird gewählt. Die Parteien werben schon jetzt vor allem für eines: Wählen gehen!

Das Wahlergebnis Quelle: MAZ

Amtsinhaber hat rund 1100 Stimmen mehr bekommen

Die Wahlbezirke 24 und 25 waren zuerst da. In der Diesterweg-Schule wurde am Sonntagabend am schnellsten gezählt. Um 18.15 Uhr tauchten die Ergebnisse auf dem Bildschirm auf: Heiko Müller 52,7 Prozent, Barbara Richstein 26,1 Prozent. Der Abstand zwischen dem SPD-Mann und seiner CDU-Herausforderin relativierte sich im Laufe des Abends, aber die Führung gab Amtsinhaber Heiko Müller nicht mehr ab. Am Ende war die Differenz zwischen beiden 6,2 Prozent und 1117 Stimmen.

>>> So lief der Wahlsonntag:
Eine Zusammenfassung

>>> Stimmung nach der Abstimmung:
Das sagen die Kandidaten

>>> MAZ-Kommentar:
Jetzt steigt die Spannung

Was bedeutet das für die Stichwahl am 11. Oktober? Darüber wird nun kräftig gemutmaßt. „Das Wichtigste ist erst mal, dass die Falkenseer überhaupt wählen gehen“, sagte Barbara Richstein, die mit ihrem Abschneiden vom Sonntag zufrieden ist, liegt es doch über dem Wert der letzten Kommunalwahl. Für die Stichwahl rechnet sie sich große Chancen aus. „Ich nehme eine Wechselstimmung in Falkensee wahr und wer den Wechsel will, der wird auch wählen gehen“, sagte sie und rechnet ausdrücklich mit Stimmen aus dem grünen Lager.

Bürgermeisterwahl: Mehr als 35.000 Falkenseer konnten am Sonntag ihre Stimme abgeben. Die MAZ war in Wahllokalen in der Stadt unterwegs und hat Helfer und Wähler getroffen.

SPD versucht schon jetzt die Wähler zu mobilisieren

„Die 38,8 Prozent für Heiko Müller sehen gut aus, er ist der Spitzenreiter, das ist super. Aber das ist alles andere als ein Selbstläufer“, meinte Franc Heinrihar, Vorsitzender der SPD Falkensee. Jetzt muss alles mobilisiert werden, was geht, damit viele wählen gehen und sich die eigenen Leute nicht auf einen Sieg verlassen. „Abgerechnet wird am 11. Oktober“, sagte Heinrihar und amüsierte sich über die Äußerung von Barbara Richstein, wonach die Wahl klar zeige, dass 60 Prozent der Falkenseer Heiko Müller als Bürgermeister nicht haben wollten. „Dann zeigt die Wahl ja genauso klar, dass fast 70 Prozent Barbara Richstein als Bürgermeisterin nicht haben wollen“, konterte Heinrihar.

Diese fünf Kandidaten waren beim ersten Durchgang dabei. Jetzt sind noch Müller und Richstein übrig. Quelle: MAZ

Grünen-Kandidaten enttäuscht über ihr Abschneiden

Wählen gehen, das sagt auch Ursula Nonnemacher von den Grünen. Sie machte aus ihrer tiefen Enttäuschung kein Geheimnis, nach dem tiefgründigen und viel gelobten Wahlkampf hatte sie sich mehr ausgerechnet. „Wir wollten das Ergebnis der Kommunalwahl mit 16,4 Prozent erreichen. Das war die Messlatte“, sagte die Kandidatin. Nun hat sie 13,4 Prozent der Wählerstimmen erreicht, zu wenig für eine Sensation. „Wir haben offensichtlich unser Stammwählerpotenzial ausgeschöpft, aber darüber hinaus wenig Wähler mobilisieren können“, sagte Ursula Nonnemacher. In einer Sondersitzung des Ortsvorstandes wird am Dienstagabend die Wahl analysiert und dann auch über die Frage einer hochumstrittenen Wahlempfehlung geredet.

Briefwahlunterlagen ab Mittwoch

Auch bei den Linken wird in dieser Woche nach der für sie enttäuschenden Wahl über das weitere Vorgehen beraten.

Im Rathaus hat inzwischen das große Eintüten begonnen. Die Wahlunterlagen für die Briefwahl werden an alle Falkenseer geschickt, die bereits für den 27. September eine Briefwahl beantragt hatten. Das Briefwahllokal im Bürgeramt hat ab Mittwoch geöffnet, hier können weitere Briefwahlunterlagen beantragt werden. Hier kann auch gleich vor Ort gewählt werden.

Von Marlies Schnaibel

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