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Havelland Bürgerpreisträger Wolfgang Levin ist tot
Lokales Havelland Bürgerpreisträger Wolfgang Levin ist tot
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17:47 05.04.2018
War eine streitbare Persönlichkeit: Wolfgang Levin.   Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

 Der langjährige Vorsitzende des Kirchbauvereins Heilig-Geist und Bürgerpreisträger der Stadt Falkensee Wolfgang Levin ist tot. Er verstarb am Freitag, dem 3. November, im Alter von 80 Jahren an Herzversagen. Darüber informierte jetzt Bernhard Schmidt, Vorsitzender der Kollegialen Leitung des Kirchenkreises Falkensee.

Wolfgang Levin ist in Cottbus geboren und wuchs nach 1945 in Plön auf. Später studierte er Architektur an der Technischen Universität in Berlin. Nach Stationen in Hamburg und Berlin war er ein paar Jahre an der TU Karlsruhe, ehe er 1976 wieder nach Berlin zurückkam. Als Architekt hat er an vielen Orten seine Spuren hinterlassen – so unter anderem am Märkischen Viertel oder am Hilton-Hotel in Dresden. Nach der Wende zog er mit seiner Frau von Berlin-Charlottenburg nach Falkensee. Dort brachte er sich an vielen Stellen ehrenamtlich ein, und frönte auch seiner Liebe zur Aquarellmalerei.

Pfarrer Bernhard Schmidt kennt Wolfgang Levin seit knapp zehn Jahren. In bewegenden Worten würdigt er das Schaffen Levins für die Stadt und die Allgemeinheit: „Bei der Einweihung der neuen Heilig-Geist-Kirche am 6. April 2008, als er das Grußwort des Kirchbauvereins sprach, fiel mir der großgewachsene gut aussehende Mann mit den weißen Locken zum ersten Mal auf. Damals sagte jemand: Wenn diese Kirche auf vier Säulen steht, dann ist eine Säule davon Wolfgang Levin. Ja, er war eine Säule der evangelischen Kirche nicht nur in der Stadt Falkensee, sondern auch im gleichnamigen Kirchenkreis. Wie es ohne ihn die neue Heilig-Geist-Kirche so nicht gegeben hätte, so hätte es vieles nicht gegeben, was wir in den letzten Jahren im Kirchenkreis Falkensee gebaut und aufgebaut haben. Beispielsweise die Autobahnkirche in Zeestow. Levin gehörte zu den Gründungsmit­gliedern des Förder­vereins, er war sieben Jahre lang dessen Schriftführer. Er hat das Logo entworfen und den Verein repräsentiert. Beim „Abend der Begegnung“ des 36. Deutschen evangelischen Kirchentages am 24. Mai dieses Jahres haben wir zusammen acht Stunden an dem von ihm aufgebauten Stand des Fördervereins gestanden.

Ein anderes Beispiel ist die neue Superintendentur in der Ladenpassage Bahnhofstraße 61, für die er die Einrichtung und Möblierung übernommen hat. Im großen Besprechungsraum kann die Ausstellung Digital Art von Wolfgang Levin noch besichtigt werden.

Zudem hat Levin maßgeblich die Havelländischen Kirchentage 2011 in Elstal und 2016 in Falkensee mitgestaltet. Mit seinen Plakatentwürfen hat er diesen Veranstaltungen im Stadtbild ein Gesicht gegeben. Sein letztes Plakat entwarf er für das große Reformationsjubiläum am 31. Oktober dieses Jahres, das wir in der neuen Stadthalle gefeiert haben. Zu diesem Zeitpunkt lag er bereits im Krankenhaus. Auch um das Rüstzeitheim „Bei den Aposteln“ in Zeestow hat er sich verdient gemacht. Bis zuletzt war Levin Mitglied des Kuratoriums und hat in dieser Eigenschaft unzählige Skizzen gemacht, Inventarlisten erstellt, Flyer entworfen.

Wolfgang Levin hatte viele Gaben, aber was ihn für die Kirche und für unseren Kirchenkreis so unschätzbar wertvoll gemacht hat, war die einzigartige Kombination von Kreativität, Tatkraft und Frömmigkeit. Sicher, Levin war ein streitbarer Mann, aber mit ihm konnte man etwas bewegen, mit ihm konnte man Kirche bauen, mit ihm haben wir Kirche gebaut, materiell und ideell. Er war ein Architekt der Kirche, nicht nur im eigentlichen Sinne.

Der Kirchenkreis Falkensee ist ihm unendlich dankbar – und verbunden in der Hoffnung, dass er jetzt schauen darf, was er geglaubt hat.“

Von Andreas Kaatz

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