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Bürgerwerkstatt in der Stadthalle

Falkensee Bürgerwerkstatt in der Stadthalle

Bürgerwerkstatt mit einigen Bürgern und vielen Berufs-Interessierten – so der Falkenseer Diskussionsabend über die Gestaltung des Areals zwischen alter und neuer Stadthalle. Die Debatte war lebhaft und trotz gegensätzlicher Meinungen kulturvoll.

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Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Um es gleich vorweg zu sagen: Der Gewinn des Abends waren nicht unbedingt neue Erkenntnisse, sondern der Gewinn an Diskussionskultur. In der Falkenseer Bürgerwerkstatt hatten sich am Dienstagabend rund 70 Frauen und Männer getroffen, um darüber zu sprechen, wie man sich in Falkensee bewegt. Genauer: Wie der Bereich zwischen alter und neuer Stadthalle neu geordnet wird. Was wird nach dem Abriss der alten Halle? Wo kann welche Straße oder welcher Weg entlangführen? Wo ist Raum für Parkplätze? Einige Anwohner und Geschäftstreibende waren gekommen, aber vor allem Mitarbeiter aus dem Rathaus, Abgeordnete und Vertreter von Interessenverbänden.

Über das Thema ist schon an anderer Stelle diskutiert und teils erbittert gestritten worden. Immerhin geht es um ein heikles Thema: Wie soll ein wichtiger Bereich im ansonsten schwachen Zentrum von Falkensee entwickelt werden – wird er gebaut, zugebaut, verbaut?

Nun kam es zum Aufeinandertreffen der verschiedenen Interessengruppen, denn die Meinungen gingen weit auseinander. „Falkensee soll sich nicht als autofreundliche, sondern als menschenfreundliche Stadt verstehen“, sagte Silke Boll vom Behindertenbeirat. „Der Bereich muss unattraktiv für Autos gemacht werden“, stimmte Martina Dahms vom Beirat zu. Ganz anders sieht das dagegen der Falkenseer Dietmar Tischler, der in der Nähe der Bahnhofstraße wohnt: „Es fehlen Parkplätze. Wenn man will, dass Gewerbetreibende und Leute ins Zentrum kommen, müssen Parkangebote da sein.“

An sechs Tischrunden konnten sich die Falkenseer zu den vorgestellten Varianten austauschen. Geführt wurden sie dabei von den Mitarbeitern der Bürgerbeteiligungsagentur Zebralog aus Berlin, die seit vergangenem Jahr das Verfahren „Falkensee bewegt sich“ durchführt. Das Stadtplanungsbüro Spath+Nagel stellte die fünf Varianten für die Gestaltung des Stadthallen-Areals vor. Die reichten von einem Fußgänger- und Fahrradbereich über Einbahnstraße bis zum Anschluss der Scharenbergstraße an die Seegefelder Straße. Falkensees Baudezernent Thomas Zylla (CDU) sprach von einem „Problemstandort“ und verwies auf einen früheren Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, wonach die Scharenbergstraße an der neuen Stadthalle vorbei mit der Bahnhofstraße verbunden werden soll. An der Scharenbergstraße könnte eine zweite Reihe von Wohn- und Geschäftshäusern entstehen.

In den Tischrunden wurde ernsthaft und ohne Biestigkeit diskutiert, man ließ andere ausreden, hörte zu. So an Tisch 2. Besorgte Eltern der nahen Gutsparkschule und überzeugte Radfahrer dominierten das Gespräch, aber auch andere Meinungen kamen auf den Tisch: Was heißt Zentrumsentwicklung? Wie bringe ich eine gewisse Menge an Geschäften, Praxen und Freizeitmöglichkeiten zusammen, um urbanes Leben zu ermöglichen? Wie regele ich die Erreichbarkeit der Angebote – mit Auto, Bus, Fahrrad oder zu Fuß?

Einen Königweg fand an diesem Abend keiner, aber viele Anregungen, die zeigten, wie weit die Interessen auseinanderliegen: „Ja zur Bushaltestelle an der Stadthalle“, „zeitgesteuerte Poller“, „Campus muss sichtbar gemacht werden“. Extremste Position dabei war sicherlich die Forderung, die Bahnhofstraße dicht zu machen.

Von Marlies Schnaibel

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