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Bützer bekommt einen neuen Dorfplatz

Milower Land Bützer bekommt einen neuen Dorfplatz

Für rund 200 000 Euro soll das Haveldorf Bützer eine neue Dorfmitte inklusive Festplatz bekommen. In die Planung wurden auch die Einwohner einbezogen. Elf Bürger ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und brachten sich mit Vorschlägen und Wünschen ein. Nun steht auch fest, welcher Baum künftig die Dorfmitte zieren soll.

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Sandra Thiele, Andreas Krüger und Björn Eichhorn (v.l.) vor dem künftigen Dorfplatz.

Quelle: Christin Schmidt

Bützer. Wo derzeit noch ein marodes Wohnhaus auf einem verwilderten Grundstück die Sicht trübt, soll im nächsten Jahr ein Dorfplatz entstehen. Wie dieser aussehen soll, das entscheidet nicht die Verwaltung allein. In der letzten Ortsbeiratssitzung durften sich die Bürger in die Planung für die neue Dorfmitte in Bützer einbringen und Wünsche äußern. Matthias Richter, Mitarbeiter im Bauamt der Gemeinde Milower Land, hatte dazu die aktuellen Pläne mitgebracht.

Aus diesen geht hervor, dass verschiedene Wünsche der Bützeraner bereits berücksichtigt wurden. Dazu gehören zum Beispiel Stellplätze, die auch als Festzeltstandort genutzt werden können, eine separate Anbindung der Ziegelstraße an die Landesstraße oder die Gestaltung der Wege. Was fehlte, war der Feinschliff. Wo könnten künftig Bänke stehen? Welche Bäume und Sträucher sollen gepflanzt werden? Und welche Pflastersteine wären passend?

Eine Blutbuche soll Bützers Dorfplatz schmücken

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die drei Mitglieder des Ortsbeirats, Sandra Thiele (Vorsitz, CDU), Björn Eichhorn (SPD) und Andreas Krüger (CDU) sowie elf interessierte Bürger. Nach einer gut einstündigen Diskussion waren die wichtigsten Entscheidungen gefällt: Der Gehweg soll rot werden, so wie in der Havelstraße und der Rathenower Straße. In Anlehnung an die alte Dorfstraße soll die Ziegelstraße mit „Herbstlaub“ gepflastert werden. Die Mitte des geplanten Rondells soll eine Blutbuche schmücken.

Parallel zur Landesstraße wird als Schutz eine Hainbuchenhecke gepflanzt und die alte Pumpe muss umgesetzt werden. Bis auf eine Linde, die Verkehrsteilnehmern die Sicht versperren würde, bleiben alle vorhandenen Bäume stehen, neue sollen dazu kommen. Die provisorische Anbindung an die alte Dorfstraße entfällt künftig.

Bei der Gestaltung wurden auch touristische Aspekte bedacht. Für Radler ist beispielsweise ein Fahrradständer vorgesehen, auch der Bekanntmachungskasten soll von der Havelstraße in die neue Dorfmitte umgesetzt werden und natürlich ist an Sitzmöglichkeiten gedacht. Bis all das umgesetzt werden kann, muss aber zunächst das marode Wohnhaus abgerissen werden.

Das Gesamtvorhaben kostet rund 200 000 Euro

Läuft alles nach Plan, könnten die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Rund 200 000 Euro wird das Vorhaben kosten. „Als förderwürdig wurde es bereits eingestuft“, verriet Richter. Nun gehe es darum, die Planung entsprechend der Wünsche der Bützeraner zu präzisieren und die Fördermittelanträge einzureichen. Sobald die Bewilligung vorliegt, können die Arbeiten beginnen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die entsprechenden Mittel bekommen und es bald losgeht“, erklärte Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land auf MAZ-Anfrage. Er hat das Vorhaben auf seiner Prioritätenliste.

In Bützer ist man derweil guter Hoffnung und voller Vorfreude auf die Umgestaltung. „Ich freue mich auf unsere neue Dorfmitte“, erklärte Sandra Thiele nach der Sitzung und bedankte sich bei den Bürgern für ihr Interesse.

Von Christin Schmidt

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