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Havelland Buga-Beauftragter: „Ich könnte heulen“
Lokales Havelland Buga-Beauftragter: „Ich könnte heulen“
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08:58 17.08.2015
Quelle: dpa
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Rathenow

Der Buga-Beauftragte der Stadt Rathenow sah sich gerade das Regionalligaspiel des örtlichen FSV Optik gegen Neugersdorf an. Als Regen und Wind aufkamen, zeigte er sich noch gut gelaunt. „Gott sei Dank, das wird nicht schlimm“, sagte Lemle. Zur gleichen Zeit wirbelte durch den Optikpark bereits ein Sturm, der einer kleinen Windhose ähnelte. Und wieder hinterließ das Unwetter umgeknickte Bäume, abgerissene Äste, auch die Veranstaltungstechnik für das Spektakel „Garten der Träume“ wurde beschädigt.

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Etliche Bäume sind auf den Rathenower Buga-Geländen auf dem Weinberg und im Optikpark umgestürzt.

Der Anruf mit der Hiobsbotschaft erreichte Lemle nach dem Unentschieden der Optik-Kicker. Noch am Abend tagte ein Krisenstab. Vor Ort nahm man eine erste Schadensbilanz auf. „Ich könnte heulen“, sagte Lemle später. Wieder habe es zahlreiche Bäume auf dem Buga-Gelände getroffen.

Nach der ersten Besprechung legte der Zweckverband fest, das Gelände in Rathenow vorerst zu schließen, damit in Ruhe aufgeräumt werden kann. Der „Garten der Träume“ wurde abgesagt, das gestrige Schlagerfest auf der Bühne im Mühleninnenhof des Optikparks blieb allerdings im Programm.

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Rund 65 Mal musste die Feuerwehr in Rathenow am Samstag nach dem schweren Gewitter ausrücken. Bäume stürzten um und Dächer wurden abgedeckt.

Als sich der Sturm gelegt hatte, lagen viele der Pavillons entlang der Marktmeile an der Westseite des Optikparks auf dem Boden. Stühle und Sonnenschirme waren durch die Luft geflogen.

Am Sonntag wurde deutlich, dass die Schäden zwar nicht so gravierend waren, wie bei dem Sturm vor zwei Monaten, bei dem ein herabfallender Ast einen Menschen tötete. Allerdings wird es schwieriger, die abgeknickten Baumkronen zu entfernen. „Das steht alles unter Spannung“, sagt Lemle. „Da muss man sehr vorsichtig rangehen.“

Baumgutachter unterwegs

Zunächst wird ein Baumgutachter die Bäume im Optikpark und auf dem Weinberg ansehen. Bis dahin können bereits heruntergefallene Äste und Blätter weggeschafft werden. „Außerdem kümmern wir uns um die Wechselflorflächen, die vergleichsweise heil geblieben sind“, so Lemle.

Auffällig sei, so die Rathenower Buga-Verantwortlichen, dass es einige Baumkronen regelrecht aus dem Stamm gedreht habe. „Das lässt auf eine kleine Windhose schließen.“ Mitarbeiter des Buga-Zweckverbandes, die den Park in Ordnung halten, durchstreiften am Sonntag mit roten Warnwesten das Gelände. „Immer wieder Rathenow“, sagte eine Frau enttäuscht. Und gab sich einen Ruck: „Na, dann räumen wir jetzt eben auf und machen weiter.“

Derweil schickte das Personal an den Eingängen Buga-Gäste weiter nach Brandenburg, Premnitz, Stölln und Havelberg. An diesen Standorten wurden die Gelände zwar auch geschlossen, aber nur kurz. In der Stadt Brandenburg waren sie sogar froh, dass es endlich mal ausreichend geregnet hatte.

In Rathenow reagierten die meisten Besucher mit Verständnis. „Schade ist es trotzdem, ich bin extra zur Seerosenblüte hergekommen“, sagte Herbert Meier aus Tangermünde. Und richtig: Ausgerechnet jetzt, da der Park geschlossen ist, entwickeln sich die Seerosen in schönsten Farben.

Hans-Jürgen Lemle hat derweil den Ablaufplan für die kommenden Tage im Kopf. „Wir werden jetzt Personal und Technik hier zusammenziehen. Wenn der Baumgutachter das Gelände nach den Arbeiten wieder freigibt, läuft der Normalbetrieb weiter.

Von Joachim Wilisch

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