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Buga-Gäste radeln gern

Radstation im Rathenower Kaiserbahnhof Buga-Gäste radeln gern

Die Fahrradstation im Rathenower Kaiserbahnhof erfreut sich bei Buga-Gästen großer Beliebtheit. Vor allem an den Wochenenden läuft das Geschäft mit der Rad-Vermietung prächtig. Nach der Buga allerdings wird der Radverleih in Rathenow nicht weitergeführt.

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Gunnar Reimann mit zwei Rädern in poppigem Pink, die vor allem von Mädchen gerne ausgeliehen werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der 15. Mai, das war der Freitag nach Christi Himmelfahrt, war für Gunnar Reimann das, was man flapsig als Bomben-Geschäft bezeichnet. An diesem Freitag wurde in Rathenow 57 Räder verliehen. „Die Leute haben vormittags Schlange gestanden“, sagt der Projektleiter des Unternehmens Buga-Bike. In dieser Funktion betreut Reimann das Radverleihgeschäft an allen fünf Buga-Standorten. Neben Rathenow gibt es am Brandenburger Hauptbahnhof eine eigenständige Fahrradstation. In Premnitz, Stölln und Havelberg können Räder an den Buga-Infopunkten ausgeliehen und abgegeben werden.

Freitag und Samstag sind stärkste Tage

Der 15. Mai also war für die Rathenower Radstation einer der besten Tage überhaupt. Aber auch an den beiden anderen langen Wochenenden im Mai sei die Nachfrage sehr groß gewesen, so Reimann. Grundsätzlich seien der Freitag und der Samstag die stärksten Tage. Jene Tage also, an denen die Besucher aus Berlin und anderswo in Scharen nach Rathenow kommen, um die Buga-Kulissen zu erkunden.

Der Radverleih im Kaiserbahnhof könnte strategisch nicht besser liegen. Hier kommen sowohl die Besucher vorbei, die ihr Auto auf dem zentralen Buga-Parkplatz abstellen. Als auch jene, die mit dem Zug anreisen – aus Berlin, aus Brandenburg/Premnitz, aus Richtung Hannover. Alle müssen auf dem Weg zur Buga an der Fahrradstation vorbei.

Viele Gruppen am Wochenende

Allerdings hält sich die Zahl derjenigen, die sich spontan ein Rad ausleihen, in Grenzen. Die meisten haben vorgebucht – im Internet oder per Telefon – und holen das Rad zum vereinbarten Zeitpunkt ab. „Am Wochenende sind viele Gruppen unterwegs", sagt Reimann. Er habe schon 30 Räder auf einen Schlag vermietet – an Mitarbeiter der Bahn auf einem Betriebsausflug. Auch bei Familien mit Kindern sei der Trip mit dem Leihrad sehr beliebt.

Die Auswahl im Kaiserbahnhof kann sich sehen lassen. Es gibt Räder in den unterschiedlichsten Größen, Ausstattungen und Designs. Und es gibt neben den konventionellen Drahteseln hochmoderne E-Bikes, die das Radeln mit ihren motorgestützten Antrieben zum mühelosen Vergnügen machen. Fast genau die Hälfte aller verliehenen Räder seien E-Bikes, sagt Reimann. Viele Kunden nutzten dabei den speziellen Buga-Service: das in Rathenow geliehene Rad kann an jedem der vier anderen Buga-Standorte wieder abgegeben werden. Bei Berlinern etwa sei es sehr beliebt, mit dem Zug nach Rathenow zu kommen, sich ein Rad zu leihen, nach Brandenburg zu kurbeln, es dort am Bahnhof abzugeben und mit dem Regionalexpress zurück nach Berlin zu fahren.

Fast nur Buga-Besucher

90 Prozent der Radstation-Kunden sind Buga-Besucher. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nur rund 10 Prozent der Räder an Menschen vermietet werden, die mit der Buga nichts zu tun haben. Zu wenig, um das Geschäft nach der Gartenschau wirtschaftlich weiter zu betreiben. Nach der Saison, wahrscheinlich Ende Oktober, löst die Fahrradstation, die ihre Hauptgeschäft in Berlin macht, ihre Filiale in Rathenow wieder auf. Was bleiben wird, ist die Erinnerung an turbulente Zeiten. „Zeitweise haben wir hier ganz schön gewirbelt“, sagt Reimann. „Hat aber mächtig Spaß gemacht.“

Von Markus Kniebeler

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