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Buga-Kulisse ist neues Stadtzentrum

Premnitz Buga-Kulisse ist neues Stadtzentrum

Ein Jahr nach der Bundesgartenschau haben wir die fünf Standorte noch einmal besucht. Wir wollten sehen, wie sich die Städte seit der Buga entwickelt haben, kommen mehr Touristen, wo gibt es Nachbesserungsbedarf. In Premnitz gibt es allerdings keine Klagen.

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Ralf Tebling, Bürgermeister in Premnitz, auf dem Aussichtsturm.
 

Quelle: Ralf Stork

Premnitz.  Wenn man nach einen Symbol dafür sucht, wie nachhaltig sich Premnitz durch die Bundesgartenschau verändert hat, kann man am besten einen Blick auf das Eckgrundstück an der Gerhard-Hauptmann-Straße und Friedrich-Wolf-Straße werfen: Bis 2014 befand sich dort ein alter Garagenkomplex, nicht besonders schön anzusehen und halb verfallen. 2015 befand sich dort der Eingangsbereich der Buga.

Da rückten wieder Bagger an

Und kaum war die Gartenschau vorbei, rückten die Bagger an und verwandelten das Grundstück in eine Großbaustelle: Dort entsteht das neue moderne Gesundheitszentrum von Premnitz, das im kommenden Juni eröffnet werden soll. In wenigen Jahren ist es also gelungen, eine brachliegende Fläche in zentraler Lage in einen wirklichen Publikumsmagneten zu verwandeln.

Premnitz hat lange gelitten

Wobei das mit der zentralen Lage eigentlich Quatsch ist: Premnitz hat lange darunter gelitten, kein wirkliches Zentrum zu haben. Mit dem neuen Gesundheitszentrum und dem schön gestalteten Rathausumfeld, mit der Aussichtsplattform und der Uferpromenade entwickelt sich der Bereich in Havelnähe gerade zum (neuen) Zentrum oder Herz der Stadt. „Premnitz hat sehr von den Buga profitiert. Ohne die Bundesgartenschau hätte es die wichtigen Investitionen im Zentrum nicht gegeben“, sagt Bürgermeister Ralf Tebling bei einem kurzen Rundgang durch die Stadt.

Die Skulptur stand auf dem Buga-Gelände und gehört nun zum Wohngebiet

Die Skulptur stand auf dem Buga-Gelände und gehört nun zum Wohngebiet.

Quelle: Ralf Stork

Die größte Touristenattraktion ist zweifelsohne die Aussichtsplattform am Havelufer, die durch den Umbau des alten Schöpfwerkes entstanden ist. Der Turm bleibt das ganze Jahr geöffnet, der Eintritt ist frei, über Nacht wird aus Sicherheitsgründen zugesperrt. Mit Vandalismus gibt es deshalb wenig Probleme. Aus luftiger Höhe kann man den herrlichen Ausblick über die Havellandschaft genießen. Von hier oben erschließt sich am besten, dass Premnitz zwar Industriestandort ist, aber eben auch inmitten schönster Landschaft liegt. „Die Aussichtsplattform ist meine Lieblings-Buga-Attraktion. Aber wenn sie meinen Enkel fragen würden, der würde mit Sicherheit ,Wasserspielplatz’ sagen“, so Tebling.

Das Band der Spiele

Der Wasserspielplatz liegt am anderen Ende der Uferpromenade, die in etwa an der Aussichtsplattform beginnt und zu Buga-Zeiten „Band der Spiele“ genannt wurde. Sobald man auf der Wippe wippt oder auf einem beweglichen Poller hüpft, pumpt man Wasser, das dann durch verschiedene Düsen spritzt. „Der Spielplatz wird sehr gut angenommen, genau wie die anderen Buga-Investitionen“, sagt Tebling.

Einschränkungen für die Anwohner

Auch der Grünzug, der von der Steinbogenbrücke in Nähe des Bahnhofes bis zur Uferpromenade führt, gehört dazu. Das Besondere daran: Das ehemalige Buga-Gelände liegt mitten im Wohngebiet. Im vergangenen Jahr bedeutete das für die Anwohner auch Einschränkungen: Weil das eingezäunte Buga-Gelände den Weg versperrte, mussten sie auf dem Weg zum Supermarkt oder zur Havel größere Umwege in Kauf nehmen. Jetzt profitieren sie davon, weil die Grundstücke nahtlos in eine schöne Grünanlage mit Skulpturen, Bänken und gut gepflegten Wegen übergehen, die das neue Zentrum mit definieren.

Unter dem Strich ein Plus

Vom Bahnhof, durch den Park zum Aussichtspunkt, die Havelpromenade entlang und wieder zurück. Kurze Wege. Die Attraktionen liegen dicht beieinander und sind gerade dadurch auch im Nach-Buga-Jahr für Anwohner und Besucher gleichermaßen interessant. Rund 1,5 Millionen Euro wurden zur Buga in Premnitz investiert. 530 000 Euro davon ist der Eigenanteil der Stadt. Selbst wenn man die knapp 900 000 Euro dazurechnet, die die Stadt vom Buga-Defizit übernehmen muss, bleibt unterm Strich eine Investition, die sich in jedem Fall gelohnt hat.

Von Ralf Stork

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