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Kurze Pause auf dem Weg zur Buga

Fremdenverkehrsverband informiert Radtouristen im Senzker Fintelmannhaus Kurze Pause auf dem Weg zur Buga

Während der Bundesgartenschau sorgt der Fremdenverkehrsverband Havelländisches Luch dafür, dass das Senzker Fintelmannhaus den Radtouristen offen steht. Diese können sich über Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und über die Parktour durch acht Landschaftsparks informieren.

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Christian Burkhardt erhält von Karin Fritz Tipps zu den Sehenswürdigkeiten an der Strecke nach Havelberg.

Quelle: Foto: Andreas Kaatz

Senzke. Die Beine werden langsam schwer. Christian Burkhardt und seinen drei Mitstreitern bläst der Wind ins Gesicht, als sie auf ihren Fahrrädern den Luchweg in Senzke hochkommen. Am Fintelmannhaus wird erst einmal verschnauft. „Der Gegenwind schlaucht mit der Zeit ganz schön“, meint der Potsdamer. Die Gruppe kommt aus der Landeshauptstadt will noch nach Havelberg. Rund 90 Kilometer werden sie dann zurückgelegt haben, morgen früh geht’s weiter nach Wittenberge. „Wir machen das erste Mal so eine Tour“, sagt Burkhardt, der auf dem Havelland-Radweg unterwegs ist.

Beratung beim Zwischenstopp

Besonders toll fand er es, dass er bei diesem Zwischenstopp sogar beraten wurde. Karin Fritz vom Fremdenverkehrsverband Havelländisches Luch gab ihm einen Flyer und Tipps zur weiteren Strecke. Der Verband sitzt für mehrere Monate im Fintelmannhaus, das touristisch günstig am Havelland-Radweg liegt. Während der Bundesgartenschau im Havelland – bis Mitte Oktober – sorgt Karin Fritz gemeinsam mit Karl-Heinz Lauenstein an fünf Tagen in der Woche ab 12 Uhr dafür, dass das Haus den Ausflüglern offen steht.

„Seit 13. Mai haben wir geöffnet, mittwochs bis sonntags“, sagt Karin Fritz. Grundlage bildet ein Kooperationsvertrag zwischen dem Fremdenverkehrsverband und der Gemeinde Mühlenberge. Wer im 300 Jahre alten Haus vorbeischaut, kann sich über Sehenswürdigkeiten der Region informieren, zu Übernachtungsmöglichkeiten, Veranstaltungen aber auch über die Buga-Standorte von Rathenow bis Havelberg. Ein Höhepunkt, mit dem die Region zudem selber aufwartet, ist die Parktour anlässlich der Bundesgartenschau. Einer der acht angebotenen Landschaftsparks liegt gleich nebenan. Wie man zu den anderen Standorten kommt, darüber geben die Mitarbeiter Auskunft.

Tasse Kaffee oder Cola

„Wir kümmern uns um die Gäste im Fintelmannhaus, die hier auch eine Tasse Kaffee oder eine Cola bekommen können. Außerdem bieten wir an, ihnen die Senzker Kirche zu zeigen“, sagt Karin Fritz, deren Stelle über den Landkreis gefördert ist.

„Die Besucher sind meist sehr interessiert. Sie wollen wissen, wem das Schloss gehört und ob man es besichtigen kann, was aber nicht geht. Wir verweisen sie aber auf den geöffneten Park. Andere möchten etwas zur Geschichte des Fintelmannhauses hören oder schauen sich die Störche auf dem Schornstein an“, so Karin Fritz.
Vor allem viele Radfahrer legen eine kurze Pause in der Schlossstraße ein. Einige nehmen an geführten Touren teil, andere sind allein unterwegs. „Manche trauen sich nicht, hereinzukommen, schauen auf ihre Karte. Dann gehe ich raus und spreche sie an“, sagt die Vorsitzende des Fremdenverkehrsverbandes. Einigen Ausflüglern, die nicht mehr so recht weiterwussten, konnte sie auf diese Weise schon helfen und etwa zeigen, wie es nach Rathenow geht.

„Das lohnt sich“

Gelegentlich sorgt aber auch der Regen dafür, dass Radler im denkmalgeschützten Fintelmannhaus ein trockenes Plätzchen suchen, so wie heute Winfried Ressler. „Ich fahre hier bestimmt schon das sechste Mal entlang, sonst bin ich immer vorbeigerauscht“, sagt der Berliner. Er kommt von Bad Oynhausen, stieg in Rathenow aus dem Zug und fährt jetzt auf dem Havelland-Radweg nach Hause. „Das ist eine schöne Gegend hier, das lohnt sich“, sagt er.

Das hören Karin Fritz und Karl Heinz Lauenstein öfter von ihren Gästen. „Die sind durchweg begeistert von den Wäldern und den Wiesen und von der Weite der Felder“, so Lauenstein. Manche, die aus Premnitz und Rathenow zurückkehren, fänden es in Senzke sogar schöner.

Hin und wieder ist so eine lange Radtour aber auch eine Belastungsprobe für Eheleute. „Einmal hatte sich ein Pärchen verschätzt. Er mahnte zum Aufbruch, sie aber hatte die Nase voll und sagte: Ich bleibe hier und fahre mit dem Bus weiter“, erinnert sich Karin Fritz.

Von Andreas Kaatz

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