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Buga-Touren besonders gefragt

Pension Sperlingshof bietet geführte Radtouren an Buga-Touren besonders gefragt

Autos fahren vor, werden ausgeladen und auf dem großzügigen Parkplatz abgestellt. Es herrscht ein reges Treiben vor der Pension Sperlingshof in Dallgow-Döberitz. Koffer werden in die Zimmer gebracht, der Fahrstuhl immer wieder neu beladen. Man merkt, dass das Wochenende unmittelbar vor der Tür steht – es ist Ausflugszeit.

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Gerd Koallick betreibt den Sperlingshof gemeinsam mit Sohn André , Tochter und Frau.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Dallgow-Döberitz. Autos fahren vor, werden ausgeladen und auf dem großzügigen Parkplatz abgestellt. Es herrscht ein reges Treiben vor der Pension Sperlingshof in Dallgow-Döberitz. Koffer werden in die Zimmer gebracht, der Fahrstuhl immer wieder neu beladen. Man merkt, dass das Wochenende unmittelbar vor der Tür steht – es ist Ausflugszeit.

Nische Radtourismus

Bunte Blumen blühen in dem gepflegten Beet neben dem Eingang zur Rezeption. 1994 eröffnete das Familienunternehmen. In den vergangenen Jahren hat sich viel getan. „Wir haben damals als reine Pension angefangen.Vor acht Jahren haben wir eine Nische entdeckt und richten unser Haus seitdem ganz auf den Radtourismus aus.“ Der Dallgower Gerd Koallick führt den Sperlingshof gemeinsam mit Frau, Kindern und einigen Mitarbeitern. „Alle machen alles und jeder weiß auch über die Abläufe bescheid.“ Und damit sind sie erfolgreich.

Die Pension bietet Fahrradtouren durchs Havelland und die angrenzenden Regionen an – auch über mehrere Tage. „Das ist ein großer Organisationsaufwand“, so Koallick, der sich seine Partnerhotels, Fahrradspezialisten und Routen vor acht Jahren auf eigene Faust gesucht und zusammengestellt hat. „Ich habe mir Tipps von Veranstaltern aus dem Donaugebiet geholt und einfach angefangen.“ Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Hotels ist für den reibungslosen Ablauf einer Tour besonders wichtig. „Die Versorgung unserer Gäste, die wetterfeste Unterbringung der Räder und der Gepäcktransport von Etappe zu Etappe klappt mit allen Partnern ganz hervorragend“, so der 63-Jährige.

Pedelec als Trend etabliert

Die meisten Gäste bleiben drei bis sieben Tage in der Pension. Oft nutzen sie den Sperlingshof als feste Station und brechen täglich zu neuen Touren durch die Region auf. „Viele bringen ihre eigenen Räder mit, können diese jedoch auch bei uns mieten.“ Besonders beliebt sind derzeit die sogenannten Pedelecs – Fahrräder mit unterstützendem elektronischen Antrieb. „Etwa 40 Prozent unserer Gäste fahren mit einem Pedelec“, so der 63-jährige Koallick. Alle zwei Jahre werden die Leihfahrräder ausgetauscht. „Wir arbeiten eng mit dem Fahrradland Falkensee zusammen. Kleinere Reparaturen führen wir selbst durch.“

Das Konzept von Koallicks Pension ist bislang einzigartig im Havelland. „Wir bekommen immer wieder gezielte Anfragen nach geführten Radtouren mit Gepäcktransfer. Die Pension Sperlingshof hat damit das absolute Alleinstellungsmerkmal in der Region“, sagt Katja Brunow vom Tourismusverband Havelland. Die geführten Touren bietet Gerd Koallick an sieben Terminen im Jahr an und begleitet sie höchstpersönlich. „Bis vor acht Jahren bin ich eigentlich kaum Fahrrad gefahren. Der Anfang war schwer, aber jetzt bin ich schon gut trainiert.“

Geführte Buga-Touren besonders gefragt

Am stärksten nachgefragt waren in dieser Saison die geführten Buga-Touren. In einer Woche durch alle fünf Standorte. Die täglichen Etappen liegen zwischen 40 und 58 Kilometern. „Wir sind im Havelland wirklich gut mit unseren Radwegen aufgestellt. Da hat sich mittlerweile eine Menge getan.“ Nur ein kleines Stück des Havelradwegs zwischen Rathenow und Milow, sowie die Instandhaltung des Havellandradweges bereiten dem 63-Jährigen Sorgen.

Radtouren im Havelland

Die Havelländische Luchtour startet in Dallgow-Döberitz und führt über Falkensee, Schönwalde und Wansdorf auf dem Havellandradweg bis nach Paaren im Glien. Nach einem Besuch im MAFZ-Erlebnispark geht es dann über Nauen zurück nach Dallgow-Döberitz. Die Tour umfasst 58 Kilometer.

Die Birnbaum-Tour führt den Radwanderer von Dallgow-Döberitz über Schönwalde, Paaren im Glien und Nauen bis nach Ribbeck. Nach einer Besichtigung des Schlosses und einer kleinen Stärkung im schlosseigenen Restaurant geht es zurück nach Dallgow. Wer für den gesamten Rückweg, es wären dann insgesamt 76 Kilometer, keine Kraft mehr hat, kann in Paulinenaue in die Bahn steigen.

Häufig setzt sich der Dallgower auch mit seinen Gästen zusammen und gestaltet gemeinsam individuelle Touren. „Einige haben schon genaue Vorstellungen und ich gebe ihnen nur noch Tipps für die Streckenplanung. Wir bieten 28 Standarttouren an und die können natürlich beliebig variiert werden.“ Wie in den vergangenen Jahren geht der Trend immer stärker zum Fahrradfahren als Sport und Freizeitaktivität. „Wir haben eine gute Auslastung. Einen Einbruch befürchte ich nicht“, so Gerd Koallick.

Von Laura Sander

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