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Havelland Buga-Verluste: 100.000 Besucher zu wenig
Lokales Havelland Buga-Verluste: 100.000 Besucher zu wenig
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19:26 16.07.2015
Farbenpracht auf der Buga.  Quelle: dpa-Zentralbild
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Havelregion

Zur Halbzeit der Bundesgartenschau waren 100.000 Besucher weniger auf den fünf Standorten als ursprünglich geplant. Eigentlich wurde für die erste Hälfte mit 750.000 Gästen gerechnet, es kamen bis jetzt 650.000. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass dieser Rückstand in den kommenden Monaten noch aufgeholt wird. Geplant ist nun eine Marketing-Offensive, mit der vor allem im Berliner Raum für das neue Mini-Ticket geworben wird. Ab Freitag, 17. Juli, gibt es eine neue 12-Euro-Karte, mit der ein Standort einmalig besucht werden kann.

Mitte April wurde die Bundesgartenschau eröffnet, noch bis zum 11. Oktober haben die Gelände in Rathenow, Brandenburg an der Havel, Stölln, Premnitz und Havelberg geöffnet. Einige Eindrücke aus der ersten Hälfte der Schau in unserer Bildergalerie.

Das Unwetter könnte eine Ursache sein

Als Ursache für das bisherige Minus sehen die Verantwortlichen vor allem drei Faktoren: Zum einen das schwere Unwetter, nach dem das Rathenower Gelände eine Woche lang geschlossen bleiben musste. Außerdem fuhr die Bahn während eines tagelangen Streiks nicht von Berlin nach Brandenburg. Und auch bei der Hitzeperiode, bei der Temperaturen von über 30 Grad herrschten, blieben anscheinend viele Blumenfreunde lieber zu Hause.

Erhard Skupch, Geschäftsführer des Buga-Zweckverbandes, wollte sich am Donnerstag bei der Präsentation der Halbzeitbilanz in Rathenow die Laune nicht verderben lassen. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir das Ziel von 1,5 Millionen Besuchern bis zum Ende des Buga am 11. Oktober noch erreichen“, sagte er. Zum einen rechne man in der Sommerferienzeit  mit zusätzlichen Gästen. Und traditionell sei der September bei Gartenschauen ein ganz starker Monat. „Dann kommen viele Gartenfreunde, die den goldenen Herbst erleben  wollen.“ Skupch stützte seine Hoffnung auf Signale aus dem Beherbergungsgewerbe der Region. Vielerorts seien Hotels und Pensionen bis  in den Oktober ausgebucht.

Große Marketingoffensive in Berlin

Skupch kündigte für die kommenden Wochen eine Marketingoffensive an, mit der man insbesondere im Berliner Raum Besucher für die fünf Buga-Standorte gewinnen wolle. Vor allem auf die vergünstigte Dauerkarte, die ab Freitag zum halben Preis angeboten wird (45 statt 90) Euro und das neue Mini-Ticket setzt der Zweckverband seine Hoffnungen. Dieses Mini-Ticket für zwölf Euro ist acht Euro billiger als die reguläre Einzelkarte, berechtigt allerdings auch nur zum Besuch eines der fünf Buga-Standorte (mit der Einzelkarte darf jeder Standort einmal besucht werden).

Alles zur Buga: MAZ-online.de/buga >

Der These, dass das dezentrale Konzept der Buga angesichts der unter den Erwartungen gebliebenen Besucherzahlen gescheitert sei, widersprach Jochen Sandner vehement. Der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft sagte, die Reiseregion Havelland habe durch die Bundesgartenschau eine enorme Aufwertung erfahren. Eine Befragung habe ergeben, dass 42 Prozent der Buga-Besucher mindestens einmal in der Region übernachtet hätten. Bei Ausgaben von 64 Euro pro Person und Nacht profitiere die Region auch wirtschaftlich von dem Großereignis.

Auch wenn die kommenden Bundesgartenschauen in Berlin (2017), Heilbronn (2019)  und Erfurt (2021) wieder auf einen Standort beschränkt sein werden: das dezentrale Konzept hat sich nach Auskunft Sandners damit nicht erledigt. 2027 finde die Buga in Nordrhein-Westfalen entlang der Emscher statt. Und für 2031 gebe es Überlegungen, eine dezentrale Buga am Rhein auszurichten. Auf das Havelland blicke man aus diesen Gegenden mit großem Interesse. Die Buga 2015 habe für diese Pläne eine Vorbildfunktion.

Alles zum Buga-Fotowettbewerb: MAZ-online.de/buga-foto >

Beim großen MAZ-Leserfotowettbewerb suchen wir die schönsten Fotos der Buga 2015. Hier zeigen wir Teil 1 der Wettbewerbsbeiträge.
Beim großen MAZ-Leserfotowettbewerb suchen wir die schönsten Fotos der Buga 2015. Hier zeigen wir Teil 2 der Wettbewerbsbeiträge.

Von Markus Kniebeler

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