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Randalierer werden ausgeschlossen

Buga-Zaun auf dem Weinberg Randalierer werden ausgeschlossen

Der Buga-Zaun auf dem Weinberg soll stehen bleiben. Die Stadt Rathenow verhandelt derzeit mit dem Buga-Zweckverband über die Modalitäten. Das Weinberg-Gelände wird künftig unentgeltlich zu betreten sein. Nachts allerdings sollen die Tore geschlossen werden, um Vandalismus vorzubeugen.

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Das Haupteingangstor zur Buga soll nach hinten versetzt werden. Der Zugang zur Weinbergbrücke (rechts) wäre dann immer frei. Das dahinterliegende Weinbeggelände soll nachts abgeschlossen werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der Plan, den Maschendrahtzaun stehen zu lassen, der zur Eingrenzung des Buga-Geländes errichtet worden war, ist relativ neu. „Wir haben uns gefragt, wie die Werte, die auf dem Weinberg entstanden sind, geschützt werden können“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Die Idee, den ohnehin schon vorhandenen Zaun stehen zu lassen, sei da nahe liegend. Natürlich werde der Weinberg auch mit Zaun öffentlich und unentgeltlich zu betreten sein. Abends allerdings würden die Eingangstore zum Gelände verschlossen, um zu verhindern, dass Diebe und Randalierer im Schutz der Dunkelheit Schäden auf dem Areal anrichten.

Um diesen Plan umzusetzen, sind Remus zufolge einige grundsätzliche Dinge zu regeln. Zum ersten müssten mit dem Buga-Zweckverband, dem der Zaun gehört, die Übergabemodalitäten vereinbart werden. Da sei man auf einem guten Weg. Zum zweiten sei eine Baugenehmigung zu beantragen. Denn auf der Westseite des Weinbergs soll der Zaunverlauf verändert werden. Der Buga-Haupteingang mit dem stabilen Tor soll Remus zufolge um rund 50 Meter nach hinten versetzt werden. Der Vorplatz der Weinberg-Brücke würde damit zum freien Gelände. Wer also vom Alten Hafen den Weg am Friedhof vorbei nimmt, kann oben auf dem Brückenvorplatz gleich scharf rechts abbiegen. Die Weinberg-Brücke wäre damit ständig und ohne Einschränkung begehbar.

Auch das Rhododendrontal wäre geschützt

Das Eingangstor zum Weinberg soll dann dort stehen, wo es hinunter geht zum Rhododendrontal. Dieses wäre dann nachts ebenso vor Dieben und Rabauken geschützt wie der Rest des ehemaligen Buga-Geländes. Neben dem genannten Eingang gäbe es noch ein Eingangstor am Ende des Friedhofswegs und den über die Heidefeldstraße erreichbaren Zugang oberhalb des Spielplatzes Echsenland.

Wann genau abends die Tore geschlossen werden und wer diese Aufgabe übernimmt, muss nach Auskunft von Remus noch geklärt werden. „Alles eine Frage der Organisation“, sagt er. Für den Fall, dass Besucher auf dem Gelände eingeschlossen werden, sind ein oder zwei Drehkreuze vorgesehen, die das Verlassen des Areals jederzeit ermöglichen – also auch bei geschlossenen Toren.

Der stabile Sztabgitter-Zaun, der den Spielplatz „Echsenland“ schützt, war von Anfang an als feste Einrichtung geplant

Der stabile Sztabgitter-Zaun, der den Spielplatz „Echsenland“ schützt, war von Anfang an als feste Einrichtung geplant. Nun sollen auch die Maschendrahtzäune auf dem Weinberg stehen bleiben.

Quelle: Markus Kniebeler

Ursprünglich hatte die Stadt eine kleine Zaunlösung favorisiert. Demnach wären lediglich der Echsenland-Spielplatz, der Bismarckturm mit seinen Terrassen und der davor liegende Senkgarten eingezäunt worden. Weil dieser Zaun aber den zur Buga aufwendig sanierten Hauptweg zwischen Bismarckturm und Weinbergfriedhof gekreuzt und damit die wertvolle Sichtachse zerstört hätte, wurde dieser Plan schnell zu den Akten gelegt.

Dass die Angst vor Zerstörung und Diebstahl nicht unbegründet ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Der Bismarckturm etwa ist seit jeher ein beliebtes Ziel für Sprayer und Randalierer. Beschädigungen in Sommernächten waren vor der Buga an der Tagesordnung. Und das Rhododendrontal wurde nach der Landesgartenschau von Pflanzenräubern regelrecht heimgesucht. Die Diebe schreckten nicht einmal davor zurück, zentnerschwer Büsche auszugraben und abzutransportieren. „Diese Auswüchse sollen durch eine Einzäunung minimiert werden“, sagt Remus.

Von Markus Kniebeler

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