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Millionen für Kitas und Schule

Stadt will Bildungseinrichtungen mit Bundesgeld aufwerten Millionen für Kitas und Schule

Die Stadt Rathenow erhält vom Bund rund 2,8 Millionen Euro aus dem Topf zur Förderung finanzschwacher Kommunen. Die Verwaltung hat eine Liste von förderfähigen Vorhaben erarbeitet. Die Stadtverordneten werden in ihrer nächsten Sitzung die Prioritäten festlegen.

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Die Sanierung der Fassade am Haus der kleinen Strolche steht auf der Prioritätenliste der Stadt ganz oben.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der Investitionsstau in Kitas und Schulen der Stadt Rathenow ist riesengroß. Doch dank des Investitionsprogramms für finanzschwache Kommunen, das im Juni vom Bundestag beschlossen wurde, könnten einige der notwendigen Sanierungsvorhaben eher begonnen werden als erhofft. Bis Ende 2018 fließen Fördermittel in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro in die Stadtkasse. Nach dem Willen der Verwaltung soll das Geld vornehmlich in die Ertüchtigung der Bildungsinfrastruktur investiert werden. Weil die mit Zahlen untersetzten Anträge bis zum kommenden Frühjahr gestellt sein müssen, hat die Stadtverwaltung eine Liste mit förderfähigen Sanierungsvorlage zusammengestellt. Diese Liste wird im Bildungsausschuss am kommenden Dienstag (Rathaus, Raum 101, 16.30 Uhr) erstmals diskutiert. „Wie haben Prioritäten festgelegt, die uns sinnvoll und machbar erscheinen“, sagt Bauamtsleiter Matthias Remus. „Aber diese Reihenfolge ist nicht unabänderbar.“ Man habe eine Reihe von Alternativ-Vorhaben angefügt. Es sei die Aufgabe der Stadtverordneten, die endgültige Liste festzulegen.

Fassadensanierung an zwei Kitas im kommenden Jahr

Die Investitionsvorhaben sind gleichmäßig auf die kommenden drei Jahre verteilt. Für 2016 schlägt die Verwaltung vor, die Fassaden der Kitas „Kleine Strolche“ und „Philosophenweg“ zu sanieren. 300 000 Euro würde das zusammen kosten. Außerdem taucht 2016 eines der wenigen Projekte auf, die nichts mit Bildung zu tun haben: die erst kürzlich wegen Geldmangels auf Eis gelegte Fertigstellung der Uferpromenade am Stadtkanal (Kosten 400 000 Euro). „Die Pläne liegen fertig in der Schublade“, so Remus. Das Bundesprogramm biete die Gelegenheit, die fehlende Brücke über den Stichkanal in der Waldemarstraße doch noch zu errichten und damit die letzte Lücke im Rundweg um den Stadtkanal zu schließen.

In den beiden Folgejahren sollen weitere Schulen und Kitas mit dem Bundesgeld aufgewertet werden. Die Dach- und Giebelsanierung in der Bürgelschule findet sich ebenso auf der Liste wie die Sanierung von Giebel und Rückfassade der Dunckerschule. Dass auch die Komplettsanierung der Kita Olga Benario in dem Vorschlag der Stadt auftaucht, dürfte den ein oder anderen überraschen. „Bislang war das kein Thema, weil wir das Geld aus eigener Kraft nie hätten aufbringen können“, so Remus. Doch jetzt biete sich die Gelegenheit, die alte Kita neben dem im kommenden Jahr entstehenden Neubau zu modernisieren und so einen starken Standort zu schaffen.

Remus betonte, dass es sich um Vorschläge handele, die Grundlage für eine Debatte sein sollen. Dass das Geld grundsätzlich in die Bildungseinrichtungen der Stadt gesteckt werde, sei allerdings eine Entscheidung, von der man ungern abgehe. In den vergangenen Jahren habe man Straßen und Plätze auf Vordermann gebracht, jetzt seien Schulen und Kitas dran.

Geldspritze vom Bund

Aus dem Investitionsprogramm für finanzschwache Kommunen erhält Rathenow für die Jahre 2016 bis 2018 genau 2,81 Millionen Euro.

Jedes beantragte Vorhaben muss mit einem städtischen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent untersetzt werden, sodass insgesamt rund 3,1 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung stehen.

Gefördert werden sollen unter anderem Maßnahmen zur Energieeinsparung (z.B. Fassadensanierung) und Lärmminderung. Die genauen Förderrichtlinien werden im Oktober vom Bund festgelegt.

Beantragt werden muss das Geld bis zum Frühjahr 2016. Die Anträge der Kommunen müssen mit detaillierten Zahlen untersetzt sein.

Von Markus Kniebeler

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