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Havelland Panzerschäden werden repariert – nach fast 2 Jahren
Lokales Havelland Panzerschäden werden repariert – nach fast 2 Jahren
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19:45 21.02.2017
Im Juni 2015 rollten etliche Panzer durch das Havelland. Quelle: Christian Pörschmann
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Rhinow

Rund zwanzig Monate sind mittlerweile vergangen. Es war am 5. Juni 2015 als Bundeswehrpanzer nach einer Übung durch das westliche Havelland rollten und eine Spur der Verwüstung hinterließen. Die Panzer beschädigten mehrere Straßenabschnitte, Kreisel und Verkehrsinseln.Besonders schlimme Schäden richtete die Bundeswehr in Rhinow und Hohennauen an.

Aber auch außerorts wurden Straßen stark beschädigt. Betroffen sind vor allem die Bundesstraße 102 und die Landesstraße 17. Die Panzerketten hatten die Vergussmasse aus der Straßenmittelfuge geschrabt und auf der Fahrbahn verteilt. Von den Panzerketten beschädigt wurden zudem neben den Verkehrsinseln auch viele Randsteine in den Ortsdurchfahrten. In den Dörfern herrschte seitdem Entrüstung. „Unverschämt, das kostet alles unser Geld“, schimpfte auch Ulf Gottwald, Bürgermeister der Gemeinde Seeblick. Einige der von den Schäden betroffenen Ortsdurchfahrten im Amt waren erst kurz vorher aufwendig hergerichtet worden. Dass bei Planung und Bau alle einschlägigen Richtlinien berücksichtigt wurden, stellten die Kommunalpolitiker seinerzeit in einem Brief an die Landesregierung nicht in Abrede. „Aber Richtlinien, die aber eine Durchfahrt von breiten Fahrzeugen nicht berücksichtigen, sind falsch und führen zu permanenter Verschwendung öffentlicher Gelder“, hieß es weiter.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 450.000 Euro. Die Bundeswehr zahlt. Beseitigt sind die Schäden aber immer noch nicht.

Ulf Gottwald zeigt eine kaputte Verkehrsinsel. Quelle: N. Stein

„Wann passiert endlich etwas?“, haben schon des öfteren in Rhinow und Hohennauen Einwohner bei verschiedenen Anlässen nachgefragt. Kürzlich erst wieder auf der Gemeindevertretersitzung von Seeblick im Ortsteil Hohennauen. „Wir sind an dem Problem dran“, antwortete Amtsdirektor Jens Aasmann und machte einmal mehr deutlich, dass er sich schon mehrmals beim Landesamt für Straßenwesen erkundigt hatte, um zu erfahren, wann die Reparatur der Bundeswehrschäden erfolgt.

Das Geld stehe bereit, aber es gebe einen Engpass bei der Bearbeitung der Ausschreibungsunterlagen, hatte der Amtsdirektor Mitte vorigen Jahres vom Landesamt als Antwort erhalten. Die Arbeiten werden 2017 ausgeführt, erhielt er im Januar diesen Jahres als Antwort auf eine erneute Nachfrage. Nun scheint tatsächlich in die Angelegenheit Bewegung zu kommen.

Karsten Ziem, Leiter der Straßenmeisterei Rathenow, rechnet mit einem Beginn der Arbeiten zur Beseitigung der Bundeswehrschäden im zweiten Halbjahr 2017. Das Straßenamt bereite derzeit die Ausschreibung zur Vergabe der Bauaufträge vor, erklärt Karsten Ziem.

Gefordert war von den Bürgermeistern der betroffenen Dörfer auch, die Durchfahrten teilweise zu verbreitern. Oder es sollten Randstreifen mit grobem Pflaster entstehen. Andernfalls wären, so die Befürchtung, demnächst wieder Schäden zu erwarten. Unvermeidliche Reparaturen, so der Wunsch seinerzeit, sollten zu einer Veränderung der Engstellen genutzt werden.

Ebenfalls vorbereitet und in den nächsten Wochen erfolgen soll die Ausschreibung zur Fahrbahnsanierung der Bundessstraße 102 und des Radweges im Abschnitt zwischen Rhinow und Hohennauen. Ausgeführt werden die Arbeiten in zwei Teilabschnitten, Rhinow und Elslaake sowie Elslaake und Hohennauen. Für die Zeit der Bauarbeiten wird die B 102 in den jeweiligen Teilabschnitten für den Verkehr gesperrt.

Der Verkehr wird umgeleitet. Wann genau die Straßensanierung erfolgen wird, steht noch nicht fest. Karsten Ziem rechnet aber auch hier mit einem Baubeginn Anfang des zweiten Halbjahrs 2017.

Von Norbert Stein

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