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Havelland Bunt, lebendig, vielfältig
Lokales Havelland Bunt, lebendig, vielfältig
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00:25 09.12.2015
Sorgt für Vielfalt: Ingo Wellmann. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Der preußische Klinkerbau am Falkenhagener Anger birgt eine bunte Welt: mit überlebensgroßen Figuren aus Pappmaché, mit bunten Porträts, die jeden Besucher anschauen, mit allerlei Keramik-Getier. Der Bau hat Zeiten gesehen, in denen Schüler mit Rohrstock getrimmt wurden und solche, in denen Schüler in Traditionskabinetten ihre Zeit absaßen. Aber nach 100 Jahren Schule und zwei Jahren Pionierhaus begann für das Gebäude 1990 eine neue Zeitrechnung. Es wurde zum „Creativen Zentrum Haus am Anger“. Sein 25-jähriges Bestehen wird am Dienstag gefeiert.

„Das Konzept von damals ist aufgegangen“, sagt Ingo Wellmann. Der Bildhauer war als Vorsitzender des Fördervereins des Hauses bei der Gründung dabei, einige Zeit später wurde er sein Leiter.

„Unser Motto war damals: Künstler arbeiten mit Kindern“, sagt Ingo Wellmann, „das hat sich bis heute als tragfähig erwiesen.“ Auch wenn längst nicht nur Kinder in das Haus kommen, sondern auch manch Erwachsener an den Nachmittags- und Abendkursen sein kreatives Potenzial erkundet.

Der Vormittag ist den Schulen reserviert, es gibt mehr Nachfragen als Plätze und deshalb eine Warteliste. Die Schüler kommen aus Falkensee, aber auch aus Dallgow, Schönwalde, Zeestow und Spandau.

Plastisches Gestalten, Holzbearbeitung, Malen, Töpfern, Singen, Theaterspielen, Videokunst, Fotografie, Tonstudio, Näharbeiten, auch Umwelt und Natur – das Haus setzt auf Vielfalt. Nicht alles hat gleich gut funktioniert, so hat man sich von der Sparte Tanz schnell wieder verabschiedet. „Da gibt es andere Angebote in Falkensee“, sagt Ingo Wellmann dazu. Das Haus am Anger ist inzwischen als Jugendkunstschule vom Land Brandenburg anerkannt, fünf ähnliche Häuser gibt es im Land, die Arbeit auf dieser Breite und in dieser Preislage anbieten. Sozialarbeit mit künstlerischer Komponente, könnte man das nennen. Um das zu machen, bedarf es auch den politischen Willen in der Stadt, weiß Wellmann. Von Seiten der Abgeordneten und der Verwaltung sieht er das Haus gut unterstützt.

„Wir hatten von Anfang an die nötige Unterstützung der politisch Verantwortlichen“, blickt Ingo Wellmann zurück. Er nennt da vor allem die damalige Kulturdezernentin Helga Werder, erinnert an die Unterstützung, die man durch den Besuch des Kulturministers Hinrich Enderlein erfahren hat; die Bundestagsabgeordnete Angelika-Krüger Leißner vermittelte Filmvorführungen und Gespräche mit Regisseuren, die Landtagsabgeordnete Barbara Richstein ermöglichte über die Konrad-Adenauer-Stiftung Vorträge.

Das Haus am Anger hat bei allen diesen Beziehungen keine politische Abhängigkeiten entwickelt. „Das heißt aber nicht, dass wir unpolitisch sind“, sagt Ingo Wellmann. Seit 21 Jahren pflegt das Haus einen engen Jugendaustausch mit Israel. Viele Projekte widmen sich durchaus ernsten Themen. Etwa die Beschäftigung mit „Gott dreier Religionen“ oder die Arbeiten zur Suchtprävention. Ein Teil der Ergebnisse dieser Prozesse sind in der gegenwärtigen Ausstellung zu sehen.

Als Kultureinrichtung wirkt das Haus am Anger auch mit anderen zusammen. So ist es gewissermaßen Basislager für die populäre Falkenseer Angerweihnacht, ist auch Konzertort der Falkenseer Musiktage. Ingo Wellmann hat mal nachgerechnet: „Wenn wir die Großveranstaltungen wie Angerweihnacht mitzählen, kommen wir auf 29000 Besucher im Jahr.“ Das kann man ja mal auf ein Vierteljahrhundert hochrechnen.

Vier angestellte Mitarbeiter und einige Honorarkräfte hauchen dem preußischen Klinkerbau das Leben ein. Einer der Partner seit Jahren ist Frank Bokemeyer. Seine Inszenierung von Dario Fos „Mistero Buffo“ ist Dienstagabend zur Feier des Geburtstages im Haus am Anger zu sehen.

Von Marlies Schnaibel

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