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Bunte Fische schwimmen im Krankenhausflur

Regionale Kunst für die breite Öffentlichkeit Bunte Fische schwimmen im Krankenhausflur

Kunst sollte nicht nur in Galerien und Museen zu sehen sein, wo viele Menschen nicht hinkommen, findet Monika Rutsch. Die stellvertretende Verwaltungschefin der Rathenower Kilink freut sich, dass ein neues Kunstwerk in ihrem Haus hängt. Es ist eine Dauerleihgabe der Kulturstiftung des Kreises, die gern noch mehr Werke in den öffentlichen Raum bringen möchte.

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Peter Zacharias (l.) erklärt Bruno Kämmerling und Burkhard Schröder (r.) seine außergewöhnliche Maltechnik.

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Regionale Künstler zu fördern und ihre Werke in die Öffentlichkeit zu bringen, das ist ein Anliegen der Kulturstiftung des Landkreises Havelland. Anfang des Jahres wurde dieses Vorhaben erstmals in die Tat umgesetzt und drei Aquarelle der in Gülpe lebenden Künstlerin Jordis Hammer an das Seniorenpflegezentrum in Nauen als Dauerleihgabe überreicht. Nun dürfen sich auch Mitarbeiter und Patienten der Klinik in Rathenow am Werk eines havelländischen Künstler erfreuen.

Landrat hat ausgewählt

Als Dauerleihgabe hat die Kulturstiftung Havelland das Bild „Fische“ von Peter Zacharias der Klinik zur Verfügung gestellt. Am Dienstag übergab der Stiftungsratsvorsitzende, Landrat Burkhard Schröder, das Werk an die stellvertretende Verwaltungsdirektorin des Hauses, Monika Rutsch und den stellvertretenden Krankenpflegedirektor, Jörg Barabas. Zu sehen ist das Bild ab sofort in der ersten Etage, neben der Orthopädie am Seiteneingang der Paracelsusstraße. Den Platz hatte der Künstler zuvor gemeinsam mit Mitarbeitern der Klinik ausgewählt.

Für die Auswahl des Bilder zeichnet der Landrat persönlich verantwortlich. Ihm war es in einer Ausstellung des Künstlers im Rathenower Kulturzentrum im Oktober letzten Jahres in Auge gefallen. „Mir gefiel das spontan. Ich dachte allerdings erst das es in einer Schule oder einer Einrichtung mit Jugendlichen hängen müsste“, so Schröder. Nun hat der bunte Fischschwarm seinen Platz im Krankenhaus gefunden und das freut vor allem Monika Rutsch. „Es ist ein sehr lebendiges Bild, es gefällt mir. Kunst sollte meiner Meinung nach ohnehin nicht nur in Museen und Galerien gezeigt werden, wo längst nicht alle Menschen hingehen“, erklärte Rutsch.

Hingucker nicht allein der Größe wegen

Die Chancen, dass sowohl Mitarbeiter, als auch Patienten und Besucher das farbenfrohe Werk wahrnehmen stehen gut. Nicht allein wegen seiner Größe ist es ein Hingucker. Die ausdrucksstarke Collage aus hauchdünnen, mit Lackfarbe überzogenen Folien zieht die Blicke in dem sonst eher kahlen Flur auf sich. Burkhard Schröder würde sich wünschen, das künftig noch viel mehr triste Flur, Eingangsbereiche und Räume mit regionaler Kunst aufgepeppt werden: „Wir versuchen Werke regionaler Künstler in den öffentlichen Raum zu bringen. Der Zuspruch ist allerdings noch sehr verhalten.“ An Künstlern, Kunst und Ideen mangele es dabei nicht, wohl aber an interessierten Einrichtungen.

3000 Euro will die Kulturstiftung pro Jahr in diese Art der Künstlerförderung investieren und Kunst dauerhaft im Havelland auszustellen. Für 2015 seien noch einige Mittel vorhanden, so Bruno Kämmerling, Kulturreferent des Landkreises.

Die Kulturstiftung Havelland wurde im November 2011 gegründet. Die Stiftung fördert kulturelle Projekte mit überregionaler Bedeutung und Künstler im Havelland. Die nächste Antragsfrist endet am 15. September 2015.

Von Christin Schmidt

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