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Havelland Bunte Vielfalt im Ehrenamt
Lokales Havelland Bunte Vielfalt im Ehrenamt
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00:36 02.05.2018
Seit 20 Jahren in Brieselang aktiv und Freitag zu hören: der Gemischte Chor der Volkssolidarität. Quelle: Enrico Berg
Brieselang

Sie fahren Bus. Sie waschen schmutzige Fußballtrikots. Sie reden mit alten Leuten. Sie löschen Brände. Sie sortieren Noten. Sie organisieren Feste. Und sie tun es ehrenamtlich. Auf dem Brieselanger Bürgerempfang wurden am Freitagabend Frauen und Männer der Gemeinde für ihr uneigennütziges Tun ausgezeichnet.

Festakt in der Grundschule

In der Robinson-Grundschule hatten sich die Geehrten zu einer Feierstunde versammelt. „Es müssen die Menschen geehrt werden, die viel Energie, Zeit und Kraft für das Ehrenamt und für andere Menschen aufbringen. Ehrenamt ist nicht selbstverständlich“, würdigte Landrat Roger Lewandowski die Leistungen der Geehrten. Er verwies darauf, dass viele Menschen das ehrenamtlich Geleistete als selbstverständlich ansehen, wie etwa bei der Feuerwehr. „Viele vergessen, dass es Ehrenamtliche sind, die auch noch Beruf, Familie und andere Verpflichtungen haben.“

Zum Wohle anderer

Auch Jens Graf, Geschäftsführer der Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, verwies darauf, wie wichtig es ist, dass sich Bürger zum Wohle anderer einbringen.

Die wachsende Gemeinde

Wie wichtig das ist, das machte schließlich Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn deutlich. Er sprach von der rasanten Entwicklung der Gemeinde, die zur Wende rund 4000 Einwohner zählte und jetzt kurz vor der 12 000-Einwohner-Grenze steht. Darunter ist eigentlich nur noch etwa ein Sechstel, das auch vor der Wende in Brieselang lebte. Dass diese „Junge Gemeinde“ trotzdem funktioniert und zusammenwächst – das ließe sich nicht anweisen, da bedarf es des Mittuns vieler Menschen.

Vereine prägen das Gemeinwohl

„Über 60 Vereine prägen unser Gemeinwohl“, sagte Garn. Das reicht vom Förderverein der Bibliothek über die Feuerwehr, Sportgemeinschaften bis zu den stillen Menschen, wie in der Demenzgruppe oder bei der Sterbebegleitung. Ein Paradebeispiel von bürgerschaftlichem Engagement ist der Bürgerbus-Verein. Ehrenamtliche Fahrer ermöglichen seit elf Jahren, dass alle Ortsteile miteinander verbunden sind und vor allem die Mobilität älterer Menschen gefördert oder erst ermöglicht wird. 120 000 Fahrkilometer sind da schon zusammengekommen.

Millionen werden investiert

Garn war sich sicher, dass den Vereinen in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Gemeinde zukommt. Und die Gemeinde wird weiter wachsen. Da wachsen auch Aufgaben der Verwaltung und Gemeindevertretung. Bis zum Jahr 2022 sollen etwa 21 Millionen Euro in neue Kitas und Schulbauten investiert werden, das Rathaus soll zu einem Bürgerhaus mit Bibliothek umgebaut werden. All das soll mit dazu beitragen, Brieselang zu einer lebenswerten Gemeinde zu machen. Lebens- und liebenswert, das wird sie auch durch das Zutun vieler Mitmenschen.

Neun von ihnen wurden am Freitag für besondere Verdienste von Sabine Cory, der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, und Bürgermeister Wilhelm Garn geehrt:

Die Geehrten. Quelle: Enrico Berg

Sonja Wollmann von der Volkssolidarität engagiert sich in der Seniorenarbeit. Dieter Magen ist seit 20 Jahren der organisatorische Leiter des Gemischten Chores der Volkssolidarität. Thomas Erbgut von Grün Weiß Brieselang schafft es, Familie und Schichtdienst und sein Traineramt unter einen Hut zu bringen. Mike Marszalkowski vom Verein Bredow im Havelland erweist sich als hervorragender Organisator von Teichfesten und mehr. Marcel Höhne ist als Grabenbeauftragter unermüdlich unterwegs. Günter Lüder gehört seit Gründung des Vereins Bürgerbus Brieselang zu den Aktiven. Stellvertretend für viele Feuerwehrleute wurden Holger Glass, Dennis Kapitzke und Silvio Paaschen geehrt.

Von Hannelore Berg und Marlies Schnaibel

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