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Bunter Wohnen im Mühlenweg

Ketzin/Havel Bunter Wohnen im Mühlenweg

Optisch ist das Wohngebiet „Am Mühlenweg“ in Ketzin/Havel kaum wieder zu erkennen. Die Fassaden der ehemals grauen Wohnblöcke haben einen neuen Anstrich bekommen. Die Wohnungsbaugesellschaft GWV investierte rund 400 000 Euro.

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Die frischen Farben an den Blöcken Am Mühlenweg sind ein Hingucker.

Quelle: Jens Wegener

Ketzin/Havel. Das DDR-Einheitsgrau ist gewichen. Jetzt zeigen sich die ersten Blöcke im Wohngebiet „Am Mühlenweg“ in Ketzin/Havel in neuem Design. „Wir wollten Mut zur Farbe beweisen, und das haben wir geschafft“, sagt der Geschäftsführer der Ketziner Wohnungsbaugesellschaft (GWV) Heinz Kreutzer. Noch sind die Arbeiten an den Fassaden nicht ganz beendet, aber die optischen Veränderungen fallen sofort ins Auge, wenn man von der Falkenrehder Chaussee aus einen Blick auf die Wohnblöcke mit den Nummer 1, 2 oder 3 wirft. „Himmel, Erde, Flora und Fauna sollen sich in den Farben widerspiegeln“, erklärt Kreutzer. Grün, blau, braun, gelb gehen teilweise ineinander über. So sieht es das Farbkonzept der Wohnungsgesellschaft vor, das von einer Berliner Firma entworfen wurde.

Etwa 300 Wohnungen verwaltet die GWV im Mühlenweg, etwa 600 Menschen wohnen dort. Im Vorjahr wurde mit dem Block Nummer 3 begonnen. Jetzt fehlen von den insgesamt zwölf Gebäuden noch die Nummern 6, 7, 8 und 9, die im nächsten Jahr farblich angepasst werden. Aber die Fassaden haben sich nicht nur farblich verändert, an den Giebeln sind einheimische Tiere wie Störche, Kraniche und Gänse aufgemalt worden. Dazu kommen 1,20 Meter große Buchstaben mit der Hausnummerierung, so dass die Orientierung für Gäste und Rettungsdienste leichter fällt. „Der Wiedererkennungseffekt ist jetzt viel größer“, erklärt Heinz Kreutzer. Parallel zu den Malerarbeiten wurden schadhafte Stellen und Risse ausgebessert. Bautechnisch aber sind die Fassaden der alten DDR-Wohnblöcke in Ordnung. Sie wurden in den 90er-Jahren mit einem Wärmedämmbandsystem versehen. Für die Umsetzung des Farbkonzeptes hat die GWV in diesem Jahr rund 400 000 Euro ausgegeben. 2017 kommen pro Wohnblock noch 240 000 Euro hinzu.

Besonders freut sich der Geschäftsführer über den Giebel am sogenannten Werbe-Wohnblock der GWV. „Dort haben wir versucht, den Inhalt unseres Logos ’Gemeinschaftlich Wohnen verbindet’ darzustellen.“ Man sieht unter anderem eine Familie, die aus dem Fenster sieht, eine Oma die einbezogen wird, dazu Kinder, die mit einem Dosentelefon kommunizieren und einen Hund. Auf den ersten Blick denkt der vorbeikommende Autofahrer, es würde sich um echte Personen und echte Fenster am Giebel handeln. „Dabei stammen die Motive von einem Berliner Künstler, der alles per Hand gemalt hat“, sagt Heinz Kreutzer.

Rings um die Wohnblöcke entstehen derzeit weitere Stellplätze für Anwohner und Gäste. Die, die unmittelbar vor den Gebäuden sind, werden für 15 Euro im Monat vermietet. Andere an den Seitenflächen sind kostenfrei. Aber Heinz Kreutzer sagt: „Das wilde Parken auf den Grünflächen wird es künftig nicht mehr geben. Wir lassen dann sofort abschleppen.“

Von Jens Wegener

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