Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° bedeckt

Navigation:
Buntes Ehrenamt

Schönwalde-Glien Buntes Ehrenamt

Schönwalde zeichnet acht Frauen und Männern aus, die sich um das Gemeinwohl in den Glien-Dörfern verdient gemacht haben. Sie sind in ihrer Freizeit aktiv in der Feuerwehr, bei der Arbeit mit Kindern, erarbeiten Ortschroniken oder pflegen Esel.

Voriger Artikel
Schüler lesen lieber digital
Nächster Artikel
Jürgen Wels ist Ehrenamtler des Monats

Das Duo Pia Vio spielt auf der Festveranstaltung: Viel Beifall für Gina-Luisa Grütz (Geige) und Stefanie Schulz am Klavier.

Schönwalde-Glien. Die Waldschule Pausin ist mit ihrem gemütlichen Gründerzeitcharme so etwas wie die gute Stube der Gemeinde Schönwalde-Glien. Sie bildete am Donnerstagabend den passenden Rahmen für eine Festveranstaltung, auf der ausgewählte Bürger für ihr Ehrenamt ausgezeichnet wurden.

Ehrung der Ehrenamtlichen Hier für Christine Möller vom Verein der Eselfreunde

Ehrung der Ehrenamtlichen Hier für Christine Möller vom Verein der Eselfreunde.

Quelle: Tanja M. Marotzke

„Ich bin stolz auf Sie“, sagte Bürgermeister Bodo Oehme (CDU). Er sagte es ohne großes Pathos, sondern ganz natürlich. Und er begründete diesen Stolz. Denn ohne all die ehrenamtlichen Mitstreiter würde der Staat nicht funktionieren, das ganze Gemeinwesen. Auch nicht in den Orten der Gemeinde Schönwalde-Glien. „Wir können uns auf die ehrenamtliche Arbeit verlassen“, sagte er, in allen Lebensbereichen und auf Knopfdruck.

Diesem Dank für die geleistete Arbeit schloss sich auch Siegfried Spallek (CDU) an. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung dankte den fleißigen Frauen und Männern, die würden mal sehr öffentlichkeitswirksam, mal ganz im Verborgenen arbeiten. So ist den Feuerwehrleuten eine hohe Aufmerksamkeit sicher, der Sturm vor ein paar Wochen hat sie besonders gefordert. Da gab es auf der Festveranstaltung den ersten großen Applaus – für die Kameraden der Feuerwehr. Am Donnerstag wurde Wilfried Herms für sein Ehrenamt geehrt, seit 50 Jahren ist er in der Schönwalder Feuerwehr dabei, inzwischen in der Ehrenabteilung, da ist er zwischen Maschinenwartung und Gulaschkanone aktiv.

Zum 13. Mal haben die Schönwalder in diesem Jahr verdiente Bürger ausgezeichnet. Die Vorschläge kommen aus den Ortsteilen und den Beiräten, aus Gemeindevertretung und Verwaltung. Acht Frauen und Männer wurden Donnerstag mit einer Medaille und einer Urkunde auf der Festveranstaltung geehrt. Dabei war es Sylvia Lemke aus Pausin fast ein wenig peinlich, dass sie ausgezeichnet wurde: „Andere machen doch viel mehr, und sind schon viel länger aktiv“, sagte sie und blickte nicht nur auf die fünf Jahrzehnte von Wilfried Herms. Aber auch sie leistet etwas Besonderes: Die ehemalige Lehrerin unterrichtet in der Kita „Waldmäuse“ Mädchen und Jungen in Englisch, Eltern und Kitamitarbeiter hatten sie darum gebeten.

Dass Ehrenamt alle Lebensbereiche durchzieht, das machte die Liste der Schönwalder Ausgezeichneten deutlich. Hans-Georg Schwalbe zog vor fast 20 Jahren nach Grünefeld und ist dort viel auf Achse: beim Erntefest, beim Umwelttag, beim Aufstellen von Bänken oder Papierkörben. Horst Paasch bastelt mit Kindern der Grundschule von Schönwalde Modelle und backt mit ihnen Kuchen. Andreas Paul hält die Fäden des Vereins der Angelfreunde zusammen. Doris Düring arbeitet an der Perwenitzer Ortschronik. Mit Chroniken kennt sich auch Jochen Schindler aus Wansdorf aus, seit Jahren bringt er sich aktiv in das Dorfleben ein, jetzt arbeitet er mit an der Broschüre „15 Jahre Gemeinde Schönwalde-Glien“.

Mit „Sie sind ein Aushängeschild für die Gemeinde“ lobte Bodo Oehme Christine Möller und die Arbeit im Verein „Eselfreunde im Havelland“. In Paaren im Glien leistet Christine Möller viel, bringt Jugendarbeit und Tierschutz zusammen. Und wirkt über die Gemeindegrenzen hinaus, etwa dann, wenn ihre Tiere zu Filmtieren werden. Am 11. Dezember hat die ARD-Produktion „Der Schweinehirt“ Premiere, gedreht wurde mit Eseln und Schweinen aus Paaren im Glien.

Bei allem Stolz auf diejenigen, die ehrenamtlich für ihre Mitmenschen unterwegs sind, fand Bürgermeister Bodo Oehme doch auch bedenkliche Töne in seiner Laudatio. Er verwies auf die steigenden Bürokratiehürden für das Wirken der Ehrenamtlichen, er sprach über die drohende Registrierkassenpflicht bei Gemeindefesten und von dem Dschungel bei der Beantragung von Fördermitteln. Die Gesellschaft brauche das Ehrenamt, mache es ihm aber nicht immer leicht.

Von Marlies Schnaibel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg