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Busse sollen öfter fahren

Zu Hause in Schönwalde-Glien Busse sollen öfter fahren

Die Kritik der Schönwalder an ihrer Gemeinde hält sich in Grenzen. Das Ergebnis der Umfrage im Zuge der MAZ-Serie „Zu Hause in...“ ergab, dass gut die Hälfte der Teilnehmer mit dem Leben in Schönwalde-Glien zufrieden ist. Allerdings bleibt die schlechte Busverbindung nach Spandau und Falkensee ein Ärgernis.

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Mit der Linie 671 geht es von Schönwalde „Schwanenkrug“ weiter nach Spandau.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Schönwalde-Glien. Mit Ausnahme des Öffentlichen Personennahverkehrs sind die Schönwalder im wesentlichen mit dem Leben in ihrer Gemeinde zufrieden. Das jedenfalls spiegeln die Antworten der Umfrage „MAZ zu Hause in Schönwalde-Glien“ wieder. Wie drückte es einer der Befragten aus: „Ich wünsche mir, dass alles so bleibt wie es ist in Schönwalde“.

Mehr als die Hälfte der Einwohner, die ausgefüllte Umfragezettel an die MAZ zurückgeschickt haben (52 Prozent) beurteilen die Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde als ausreichend. Lediglich 24 Prozent wünschen sich mehr Angebote und eine größere Vielfalt bei den Geschäften. Immer wieder taucht bei den Wünschen ein fehlender Drogeriemarkt in der Siedlung auf. Dagegen werden die kleinen Lebensmittelverkaufsstellen in Pausin und Wansdorf gelobt und ein Konsum in Paaren sehnsüchtig erwartet. Über mehr regionale Produkte in den Läden würden sich 15 Prozent der Leute freuen.

Keine Probleme scheint es in der Gemeinde Schönwalde-Glien bei den Kita- und Schulplätzen zugeben. 48 Prozent finden, dass es genügend gibt. Neun Prozent ärgern sich über allerdings eine „lückenhafte Betreuung“ in den Einrichtungen. Sieben Prozent möchten spezielle Angebote wie eine Waldkita oder eine Sportkita, wobei 35 Prozent der Umfrageteilnehmer sich zu diesem Thema nicht geäußert haben. Den Wunsch, neben den beiden Grundschulen in Schönwalde-Siedlung und in Perwenitz auch eine weiterführende Schule in der Gemeinde zu haben, äußerte ein Bürger.

Auch die Freizeitangebote in Schönwalde beurteilen 46 Prozent der Leute als gut, allerdings fordern 37 Prozent einen stärkerer Differenzierung der Angebote nach Altersgruppen. Aus Wansdorf taucht Forderung auf, der Bürgermeister solle sich für den Erhalt des dortigen Jugendklubs einsetzen. Andere Bürger wünschten sich, dass nicht nur der Fußballsport von der Gemeinde unterstützt werden soll, sondern auch andere Vereine.

Die meiste Kritik bezieht sich auf die Anbindung der Gemeinde Schönwale-Glien per Bus an Berlin und an Falkensee. „Seit 15 Jahren wird darüber geredet, aber passiert ist kaum etwas“, schreibt ein Bürger. Was er und viele andere meinen, ist die vor allem der Ausbau der Linie 671 Paaren-Schönwalde-Spandau. Verkehren die Busse auf der Strecke, die die Ortsteile Perwenitz, Pausin und Wansdorf einschließt, an den Wochentagen bis 19 Uhr noch etwa alle Stunde, sieht es an Wochenenden und abends ganz düster aus. „Wir können zum Beispiel im MAFZ in Paaren im Glien kein Personal finden, das auf den Bus angewiesen ist, weil die Leute nach der Arbeit nicht mehr nach Hause kommen“, ärgert sich Bürgermeister Bodo Oehme (CDU). Die Gemeinde habe zwar auf eigene Kosten einen Nachtbus von Schönwalde-Siedlung bis Spandau-Johannesstift eingerichtet, der freitags und samstags etwa um 22.30 und 0.30 Uhr fährt, mehr sei aber nicht möglich, so Oehme. „Der Landkreis Havelland bestellt und bezahlt den Busverkehr. Und wir haben das Pech, an der Grenze zweiter Bundesländer zu leben, so dass auch zwei Verkehrsunternehmen in den Verhandlungen beteiligt werden müssen.“

Bezüglich der Anbindung von Schönwalde nach Falkensee (Linie 651) ist es ähnlich unbefriedigend. An Wochenenden fahren die Busse nur alle drei Stunden. Das habe sich nach dem jüngsten Fahrplanwechsel noch verschlechtert, weil der Bahnhof Nauen als zentrale Anlaufbahnhof eingestuft wurde und alle Busse sich nach den dortigen Abfahrtzeiten richten würden, sagt der Bürgermeister. „Für uns ist aber Falkensee und nicht Nauen maßgeblich. Das müssen wir dem Landkreis noch mal verdeutlichen.“

Besonders arg gebeutelt sind die Grünefelder. Wer von dort mit dem Bus nach Schönwalde-Siedlung zum Rathaus möchte, muss sehr viel Zeit mitbringen. Die Linie 658 (Nauen-Paaren) fährt als 671 weiter bis Schönwalde und Spandau. Aber eben auch nur zu bestimmten Zeiten und kaum an Wochenenden, Feiertagen und in den Abendstunden.

Der Landkreis sieht zumindest im Moment keinen akuten Handlungsbedarf, was den Takt der Busfahrten anbelangt. „Es gibt für Schönwalde bereits ein Leistungsangebot, das über die normale Standardbedienung hinausgeht“, sagt Kreissprecherin Caterina Rönnert. Bei Anträgen für zusätzliche Fahrten erwarte man eine Mitfinanzierung der Gemeinde.

Von Jens Wegener

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