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Havelland Bustaktungen sollen kreisweit deutlich steigen
Lokales Havelland Bustaktungen sollen kreisweit deutlich steigen
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02:15 30.06.2017
Zwei Drittel aller Fahrgäste von Havelbus sind Schüler. In den Bussen wird es vor allem morgens eng. Quelle: Tanja M. Marotzke,
Falkensee

Hier geht es nicht um kleine Ergänzungen, leichte Korrekturen und geschmeidige Anpassungen – hier wird richtig investiert: Landkreis und Havelbus starten eine Busoffensive für den Raum Falkensee, Dallgow, Brieselang und Schönwalde. Zum bisherigen Angebot kommen 35,3 Prozent hinzu, das sind 689400 Kilometer mehr als bisher.

Landrat Roger Lewandowski ist bekennender Bus- und Bahnfahrer. Quelle: Marlies Schnaibel

Das Buskonzept „Falkensee und Umland“ war vom Kreistag bestätigt worden. Mit dem neuen Schuljahr soll der neue Fahrplan greifen. Der Kreistag hat zudem beschlossen, dem neuen Buskonzept bis Ende 2018 ein weiteres für den ländlichen Raum folgen zu lassen.

150 Einwendungen und Hinweise

„Wir wollen mehr Havelländer bewegen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen“, sagte Landrat Roger Lewandowski (CDU), selbst bekennender Bus- und Zugfahrer, am Dienstag. Mit dem deutlich verbesserten Angebot soll Busfahren im Havelland attraktiver werden. Seit Dezember 2015 war an dem grundlegend neuen Konzept gearbeitet worden, das Berliner Büro Proziv hatte den Prozess geführt.

Dazu zählte auch die breite Einbeziehung der Öffentlichkeit, drei Monate lang war in den betreffenden Kommunen diskutiert worden. 150 Einwendungen und Hinweise sind eingegangen, geprüft und teilweise eingearbeitet worden. „Natürlich ließ sich nicht jeder Wunsch erfüllen“, dämpfte Roger Lewandowski überzogene Hoffnungen, aber viele Schwerpunktthemen konnten endlich angegangen werden.

Taktverdichtung und neue Linie

Kernpunkte des neuen Konzeptes sind die Taktverdichtung (von 30 auf 20 Minuten) auf den besonders gefragten Linien 651 (Falkensee-Dallgow/Havelpark) und 653 (Falkensee-Schönwalde) in den Hauptzeiten, Ausdehnung vieler Linien auf die Abendstunden und auf die Wochenenden, Verbesserung des Schülerverkehrs durch größere Busse und zusätzliche Fahrzeuge. So wird künftig der Falkenseer Ortsteil Waldheim in den Ferien und am Wochenende nicht mehr abgehängt sein.

Vier neue, größere Busse ergänzen ab August den Fuhrpark des Unternehmens, mit mehr Plätzen werden sie den Schülerverkehr entlasten. „Mit dem neuen Fahrplan können wir auch einen langgehegten Wunsch der Scholl-Grundschule erfüllen“, sagte Vizelandrätin Elke Nermerich (SPD), die neuen Busverbindungen ermöglichen einen Unterrichtsbeginn um 8 Uhr.

Ganz neu wird die Buslinie 648 sein, die den Süden Falkensees mit Teilen der Clara-Zetkin-Straße und der Straße der Einheit abfährt. 16 neue Bushaltestellen wird es hier geben, für das Aufstellen des Mastes mit dem Fahrplan ist die Havelbus GmbH zuständig, für die Buswartehallen ist es die Kommune. Die Linie 338 wird von Seeburg an den Havelpark geführt, die Linie 604 von Potsdam wird verstärkt und an die neue Straßenbahn-Endhaltestelle im Norden Potsdams angebunden. In Brieselang verdoppeln sich die Fahrkilometer fast, hier wird eng mit dem Bürgerbus zusammengearbeitet.

Neue Debatten um Kreisumlage

Etwa 700000 Euro zusätzlich wird das aufgestockte Angebot den Kreishaushalt kosten. Ob sich das künftig auf die Kreisumlage auswirkt, ließ der Landrat bisher offen. Insgesamt rechnen die Planer jedoch damit, dass sich der Zuschuss durch mehr Fahrgäste, also mehr Einnahmen auf etwa 400000 Euro im Jahr verringert. Mathias Köhler, Havelbus-Geschäftsführer, rechnet mit zehn neuen Fahrern, die das Unternehmen zur Umsetzung des Konzeptes einstellen wird.

Von Marlies Schnaibel

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