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Havelland Bustour durchs kulturelle Falkensee
Lokales Havelland Bustour durchs kulturelle Falkensee
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00:19 11.10.2017
Im Haus am Anger konnten die Teilnehmer der Falkenseer KulTour sich ausprobieren und den Künstler in sich entdecken. In der Einrichtung werden seit vielen Jahren Kunstkurse für alle Altersgruppen angeboten. Quelle: Judith Meisner
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Falkensee

Der Zuspruch zur so genannten „KulTour“ in Falkensee war überschaubar. Vielleicht lag es ja am schlechten Wetter. Knapp ein Dutzend Teilnehmer konnte Gabriele Helbig begrüßen. Die Falkenseer Museumsleiterin moderierte die Busrundfahrt und berichtete aus der Geschichte der Gartenstadt.

Dabei legte sie Wert darauf, dass es sich nicht ausschließlich um eine Stadtrundfahrt handelte: „Auf unserer heutigen Bustour durch Falkensee stellen sich die städtischen kulturellen Institutionen vor. Unser erster Programmpunkt ist das Creative Zentrum Haus am Anger, weiter geht es von da zum Museum. Die dritte Station ist das Kulturhaus J. R. Becher. Dort wird ein Konzert der Generationen geboten. In der Stadtbibliothek liest Gerta Stecher aus ihrem Buch ’Die unernste Geschichte Brandenburgs’. Damit klingt die Fahrt aus.“

Unterwegs erzählte Gabriele Helbig vom Zusammenwachsen der Dörfer Seegefeld und Falkenhagen, verbunden durch die Dorfstraße, die heutige Bahnhofstraße. Die alte Grenze zwischen den Orten ist heute ein winziger Bach. Der Löschteich am Anger, die Falkenhagener Kirche und das benachbarte ehemalige Schulgebäude wirken zusammen wie eine Dorfidylle. „In der Falkenhagener Kirche wurde ich im Jahre 1953 eingesegnet“, erinnerte sich Sigrid Grasnick aus Falkensee. Sie wohnte 70 Jahre lang in der Bredower Straße.
Das Haus am Anger bietet seit vielen Jahren Kunstkurse für alle Altersgruppen an. Ein Film informierte dort über ein besonderes Projekt: Mit bunt bemalten Stelen hatten Schulklassen aus Falkensee und Berlin-Spandau den Verlauf der Mauer zwischen Ost und West sichtbar gemacht. Die Teilnehmer der Rundfahrt nutzten die Gelegenheit, setzten sich an Tische und malten Fensterbilder oder probierten Aquarellstifte aus.

Wieder im Bus, berichtete Gabriele Helbig über den Falkenseer Bürgermeister Ernst Freimuth, der von 1912 bis 1933 im Amt war. Ihm sei es zu danken, dass Falkensee heute so grün wirkt, denn er habe für das Pflanzen von Straßenbäumen gesorgt. „Das Museumsgebäude in der Falkenhagener Straße erscheint ungewöhnlich groß. Es stammt aus Spandau und wurde 1900 umgesetzt“, sagte sie. Dort führte Museumspädagoge Bert Krüger durch die aktuelle Sonderausstellung „Einkehr und Aufruhr. 500 Jahre Reformation“ mit Werken der Künstler Ingo Kuzia, Jörg Menge, Stephan J. Möller, Gabriele Mucchi und Helge Warme.
Die Schau im Obergeschoss informiert unter anderem über die Entstehung Falkensees. So wurden 1908 im Zuge eines Wettbewerbs acht Musterhäuser in Finkenkrug errichtet, die bis heute bewohnt sind. Auf einem alten Grammophon rotierte derweil eine Schelllackplatte mit der DDR-Hymne „Auferstanden aus Ruinen“.

Als Vertreterin der Stadt war Dezernentin Luise Herbst gekommen: „Alle Teilnehmer konnten sich über das kulturelle Angebot informieren. Falkensee strebt eine größere Vernetzung der einzelnen Institute an“, sagte sie.

Von Judith Meisner

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