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Falkenseer Mikrokosmos strahlt aus

CDU des Havellandes würdigt den Einigungsvertrag Falkenseer Mikrokosmos strahlt aus

25 Jahre Einigungsvertrag – das hat die CDU des Havellandes in einer Festveranstaltung gewürdigt. In Falkensee blickten die Christdemokraten auf das Ereignis zurück und werteten die Entwicklung im Havelland als Erfolgsgeschichte.

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Roger Lewandowski, Barbara Richstein und Dieter Dombrowski (von links) bei der Festveranstaltung.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. 900 Seiten Papier waren der CDU des Havellandes am Dienstagabend Anlass für eine Feierstunde, denn diese 900 Seiten hatten es in sich: Es geht um den Einigungsvertrag, der vor 25 Jahren zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik geschlossen worden war und von Nacktbadeverbot bis Hauptstadtfrage so ziemlich jeden Bereich des gesellschaftlichen Lebens einbezog.

Im Saal der Lebenshilfe Falkensee wurde vor etwa 60 Teilnehmern an die Ereignisse von damals erinnert. Am 31. August 1990 war der Vertrag unterzeichnet worden, beschlossen hatte den Beitritt zuvor die Volkskammer nach langem Ringen um 2:47 Uhr am 23. August.

Als Festredner wurde Dieter Dombrowski, einst Landrat in Rathenow, jetzt Vizepräsident des Brandenburger Landtages, begrüßt. Er hatte ein paar Zahlen und Namen parat: Der Vertrag war in der Volkskammer der DDR mit 299 Ja-Stimmen, 80 Nein-Stimmen und einer Stimmenthaltung angenommen worden. Der Bundestag stimmt mit 442 Ja-Stimmen, 47 Nein-Stimmen und bei drei Stimmenthaltungen dem Vertrag zu. „An dem großen Moment hat auch Manfred Koslowski mitgewirkt und mit Ja gestimmt“, sagte Dieter Dombrowski, der Falkenseer gehörte der CDU seit 1968 an. Dombrowski nannte aber auch die damaligen Zweifler: PDS und Bündnis 90/Grüne.

„Der Einigungsvertrag war ein Staatsakt, aber auch etwas ganz Persönliches, für jeden“, sagte Dieter Dombrowski. Er erinnerte daran, wie damals ohne Netz und doppelten Boden gearbeitet wurde. „Ob Bürgermeister oder Landrat, keiner wusste, worauf er sich einlässt.“ Fehlende politische Erfahrung wurde mit hohem persönlichen Einsatz wettgemacht. Der Einigungsvertrag wurde eine Erfolgsgeschichte und so dankte er allen Anwesenden für das, was sie bewegt haben, damit es sich im Havelland gut leben lässt.

Als Ort für der Festveranstaltung war bewusst Falkensee gewählt worden. „Sie hatte lange den Status Grenzstadt“, begründete Roger Lewandowski, Vizelandrat und Vorsitzender des Stadtverbandes der CDU in Falkensee. Hier hat sich durch die deutsche Einheit besonders viel verändert. und wenn es nach den Christdemokraten geht, soll sich auch an der Rathausspitze etwas ändern. Bürgermeisterkandidatin Barbara Richstein blickte in ihrer Rede auf die Stadt 25 Jahre nach dem Einigungsvertrag. Sie erinnerte an die großen Umwälzungen in der Bevölkerung, 70 Prozent der heutigen Bewohner sind erst nach der Wende hierher gekommen. „Es gibt ganz verschiedene Biografien, aber die Menschen können sich als Falkenseer empfinden“, sagte sie und schloss sich ausdrücklich mit ein. Falkensee erlebe sie als Heimat. Vieles sei im großen Zusammenspiel in der Stadt geschaffen worden, aber sie sähe auch Defizite. „Die Stadt soll nicht ungehemmt und ungestört wachsen, sie braucht endlich ein Leitbild“, forderte sie und das wolle sie mit Bürgerbeteiligung erstellen. Mit seiner friedlichen und kreativen Mischung aus Alt- und Neu-Falkenseern sei der Falkenseer Mikrokosmos so etwas wie ein Beweis für den gelungenen Einigungsvertrag. „Falkensee kann ausstrahlen: Wir sind ein Volk“, setzte sie ein mit viel Beifall bedachtes Schlusswort.

Von Marlies Schnaibel

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