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CDU Havelland feiert Tag der Einheit

Nennhausen CDU Havelland feiert Tag der Einheit

Der CDU-Verband des Landkreises Havelland hat mit einer Festveranstaltung im Schloss Nennhausen den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Hauptrednerin Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin von Brandenburg/H., und Landrat Roger Lewandowski, sprachen sich dafür aus, im Zuge der Gebietsreform die Stadt und den Kreis Havelland nicht zu fusionieren.

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Roger Lewandowski (CDU) sprach über den Landkreis.

Quelle: Uwe Hoffmann

Nennhausen. „Sind wir nach 26 Jahren eigentlich noch dankbar? Betrachten wir die Einheit vor 26 Jahren noch als Chance?“, fragte Dietlind Tiemann (CDU). Brandenburgs Oberbürgermeisterin hielt die Festrede zur Veranstaltung 26 Jahre Deutsche Einheit. Knapp 40 Mitglieder der Ortsverbände und geladene Gäste folgten am Samstag der Einladung des Kreisverbandes der CDU Havelland im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Havelländer Gespräche“ in das Schloss Nennhausen.

„Wir sollten in Dankbarkeit verweilen. Es ist ein Glückszustand, dass das vollendet werden konnte, wovon viele träumten und daran gearbeitet haben“, beantwortete Tiemann ihre Frage selbst. „Man sollte für sich selbst reflektieren, was sich im Leben verändert hat und etwas innehalten.“ Dies tat auch Dietlind Tiemann. Ihr heute 89-jähriger Vater habe nach dem Bekanntwerden des Falls der Berliner Mauer gesagt: „Lasst uns rüberfahren!“ – „Das graue Bild unserer Städte mit ihren teilweise verfallenen Altstädten gewohnt, war ich erschlagen von den Städten im Westen. Auch vom Überangebot in den Läden“, so Dietlind Tiemann. „Das Bild unserer Städte hat sich in den letzten 26 Jahren enorm verändert. Die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes ist, trotz der Landesregierung und ihrer nicht vorhandenen Wirtschaftspolitik, gut. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich zwischen 1991 und 2015 in den ostdeutschen Ländern pro Kopf von 42,8 auf 72,5 Prozent, bezogen auf das Niveau der westdeutschen Bundesländer, erhöht.“

Tiemann: „Es ist gut, dass es damals so lief mit der Einheit“

„Bei allen Entwicklungen, auch negativen, wie die Abwicklung der ostdeutschen Wirtschaft durch die Treuhand - keiner hatte damals ein Rezept, wie man die Einheit gestaltet“, so das Fazit der Oberbürgermeisterin. „Von heute aus betrachtet, ist es gut, dass es damals so lief mit der Einheit und auch in dieser Konsequenz.“ Auf einer Sondersitzung der Volkskammer am 22. August 1990 stimmten die Abgeordneten über den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der BRD zum 3. Oktober 1990 ab. 294 der 363 anwesenden Abgeordneten stimmten mit Ja. Gastgeber der diesjährigen zentralen Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit ist in diesem Jahr das Bundesland Sachsen mit der Landeshauptstadt Dresden.

In seiner Rede zur geplanten Verwaltungsstrukturreform setzte sich Roger Lewandowski für den Erhalt der Selbstständigkeit des Landkreises Havelland ein. „Innenminister Schröter hatte bisher immer betont, dass einer Kreisgebietsreform eine Funktionalreform voran gehen soll“, so der Landrat. „Davon ist er inzwischen abgerückt und äußert, dass eine Kreisgebietsreform auch ohne Funktionalreform geht.“ Als Argumente gegen eine mögliche Fusion des Havellandes mit Brandenburg/H., die auch Oberbürgermeisterin Tiemann nicht will, führte Lewandowski die ausreichende Finanzkraft und nötige Einwohnerzahl des Havellandes an.

Lewandowski: „Die Bürger wollen keine erneute Kreisgebietsreform“

Zudem kritisierte der Landrat die Übertragung von Aufgaben vom Land auf die Landkreise im Rahmen der Funktionalreform. „Die Bildung des Havellandes aus den Altkreisen Nauen und Rathenow zur Kreisgebietsreform 1993 ist in den Köpfen der Havelländer noch nicht ausreichend verinnerlicht“, so Roger Lewandowski. „Die Bürger wollen keine erneute Kreisgebietsreform.“ Am 1. November will ein Landesbündnis von CDU, FDP und Freien Wählern eine Unterschriftenaktion für ein Volksbegehren gegen die Kreisgebietsreform starten.

Über den Herbst werden die Ortsverbände der CDU ihre Mitglieder und die Havelländer zur Veranstaltungsreihe „Havelländer Gespräche“ einladen. „Wir wollen mit den Menschen zu politischen Themen ins Gespräch kommen“, sagte Dieter Dombrowski, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Havelland, der damit für die Politik seiner Partei, auch im Hinblick auf die Bundestagswahl im September 2017, werben möchte.

Von Uwe Hoffmann

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