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Havelland Hoher Besuch in Rathenow
Lokales Havelland Hoher Besuch in Rathenow
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17:40 14.08.2014
Parteifreunde vorm Bismarckturm: Der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski, Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger und CDU-Landeschef Michael Schierack Quelle: M. Kniebeler
Rathenow

Der Brandenburger CDU-Chef Michael Schierack, gleichzeitig Spitzenkandidat seiner Partei für die anstehende Landtagswahl, hat am Donnerstag Rathenow besucht. Bürgermeister Ronald Seeger empfing seinen Parteifreund am Alten Hafen und führte ihn von dort über den Weinberg, welcher derzeit für die Bundesgartenschau im kommenden Jahr hergerichtet wird. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski aus Bahnitz war mit von der Partie.

Für die Politiker war das ein Termin der angenehmen Sorte

Zwar befinden sich Schierack und Dombrowski bereits im Wahlkampfmodus, aber unter dem grünen Dach des Weinbergs, weit weg von hitzigen Debatten, schien alle Anstrengung veflogen. Und auch Bürgermeister Ronald Seeger genoss die Stunde in der Natur sichtlich: Die Diskussion über die prekäre Finanzlage der Stadt Rathenow hat ihm zugesetzt – auch wenn er sich das nicht anmerken lassen will.

Beim Rundgang über den Weinberg ging es durchweg um positive Dinge. Das Gelingen stand im Vordergrund, nicht das Scheitern. Und gelungen, das erkannte auch Schierack an, ist den Rathenowern in Sachen Buga-Vorbereitung bislang eine ganze Menge. Die Fußgängerbrücke etwa, die in einem majestätischen Schwung die Havel überspannt. Zwar konnte Schierack das Bauwerk nicht selber testen, weil gerade der Oberflächenbelag aufgetragen wird. Aber auch so blieb dem CDU-Chef der Reiz der Brücke nicht verborgen. „Daran werden nicht nur die Buga-Besucher ihrer Freude haben“, sagte er. Auch nach der Gartenschau werde die Brücke die Menschen erfreuen.

Dass es mitten im Zentrum eine solche Oase der Ruhe gebe, sei von großem Wert

Schierack war erstaunt über die Weitläufigkeit des Geländes und lobte das ursprüngliche Naturerlebnis. Er sei zwar schon öfter in Rathenow gewesen, sagte er. Aber meist habe er sich in Innenräumen aufgehalten – als Redner oder Festgast. Dass es mitten im Zentrum eine solche Oase der Ruhe gebe, sei von großem Wert.

Zur Person

Michael Schierack wurde am 12.November 1966 in Forst (Lausitz) geboren. Seit 2009 ist der promovierte Mediziner Abgeordneter des Brandenburger Landtages und seit dem 17.November 2012 Landesvorsitzender der CDU Brandenburg. Im Februar dieses Jahres übernahm er zusätzlich das Amt des Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion der CDU. Als Spitzenkandidat geht er für die brandenburgischen Christdemokraten in die anstehende Landtagswahl. Michael Schierack ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Die Familie lebt in dem Dorf Dissen im Spreewald.

Und dass diese Oase im Zuge der Buga aufgewertet werde, sei eine kluge Entscheidung. „Es geht darum, etwas Nachhaltiges zu schaffen“, sagte der 47-Jährige. Eine Bundesgartenschau sei viel mehr als eine halbjährige Blumenpräsentation. „Eine Bundesgartenschau ist Investitionsmotor für eine gesamte Region.“ Schierack sagt das nicht nur so dahin, er hat es selbst erlebt. Der gebürtiger Lausitzer, der lange Jahre als Arzt und Dozent in Cottbus arbeitete, erinnert sich noch gut an den Schub, den die Bundesgartenschau 1995 der Stadt Cottbus verschaffte. Nicht nur die Infrastruktur sei damals auf Vordermann gebracht worden, auch die Menschen hätten eine Schub erlebt. „Es hat eine richtige Aufbruchstimmung geherrscht, die Menschen haben sich für ihre Stadt interessiert und engagiert“, sagt er. Natürlich kehre nach einer Buga der Alltag zurück. Aber von den Erinnerungen zehre man noch lange. Und die Aufwertung der Stadt wirke auch nach. Die für die Cottbusser Buga hergerichteten Parkflächen beispielsweise seien heute noch beliebte Orte der Begegnung und Erholung.

200 Stufen hinauf auf den Kirchturm

Nach einem strammen Spaziergang über den Weinberg, die ein oder andere Steigung inbegriffen, wartete auf Michael Schierack und seine Entourage eine noch größere Herausforderung. Nach Besichtigung der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, bei dem Pfarrer Andreas Buchholz die Besonderheiten der Kirche ins rechte Licht gerückt hatte, ging es auf die Kirchturmspitze. Nach über 200 Stufen standen die Politiker im Sommerwind, blickten hinaus ins Havelland, losgelöst von allen irdischen Problemen. Doch sie mussten wieder hinunter, zurück in die Niederungen Alltag. Man kann ja schließlich nicht immer über den Dingen schweben – auch wenn, vor allem in Rathenow, manch einer das derzeit gerne täte.

Von Markus Kniebeler

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