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CDU gewinnt, Stichwahl am 24. April 2016

Landratswahl Havelland CDU gewinnt, Stichwahl am 24. April 2016

Die Landratswahl im Havelland geht in die Verlängerung. Der CDU-Kandidat Roger Lewandowski hat sich am Sonntag zwar gegen seinen SPD-Widersacher Martin Gorholt durchgesetzt. Wer Landrat wird, wird in einer Stichwahl in zwei Wochen entschieden. AfD-Kandidat Kai Gersch holte ein starkes Ergebnis, verpasste aber sein Ziel.

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Premnitz: Stichwahl muss entscheiden

Zwischen acht Kandidaten müssen sich die Havelländer bei der Landratswahl entscheiden.

Quelle: Peter-Paul Weiler

Havelland. Die Landratswahl im Havelland hat das erwartet spannende Ergebnis gebracht. Dass es zu einer Stichwahl kommen würde, war bereits vor der Wahl vermutet worden. Nach Auszählung der Stimmen ist nun klar, wer in die Stichwahl am 24. April geht und um die Nachfolge von Burkhard Schröder kämpft: Es sind Roger Lewandowski (CDU) und Martin Gorholt (SPD).

Das vorläufige Endergebnis

Hier das vorläufige Endergebnis (Wahlbeteiligung: 44,04 Prozent)

– Roger Lewandowski (CDU): 30,5 Prozent

– Martin Gorholt (SPD): 27,1 Prozent

– Kai Gersch (AfD): 18,8 Prozent

– Harald Petzold (Linke): 10,5 Prozent

– Petra Budke (Grüne): 7 Prozent

– Holger Schilling (parteilos): 3 Prozent

– Raimond Heydt (Piraten): 1,8 Prozent

– Frank Kittler (NPD): 1,4 Prozent

Roger Lewandowski konnte den ersten Wahldurchgang für sich entscheidne

Roger Lewandowski konnte den ersten Wahldurchgang für sich entscheidne.

Quelle: Häfner

So geht es nun weiter

Die Wahlsieger stehen fest. CDU-Mann Roger Lewandowski setzte sich gegen den SPD-Politiker Martin Gorholt durch.

Wer von ihnen Landrat wird, wird bei einer Stichwahl am 24. April entschieden. Der Gewinner muss dabei nicht nur mehr als 50 Prozent der Stimmen holen. Er muss auch noch das Quorum erfüllen. Das ist erfüllt, wenn er 20.169 und mehr Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Spannend ist vor allem die Frage, wie die AfD-Wähler abstimmen werden. Immerhin gaben rund 20 Prozent ihre Stimme Kai Gersch. Um diese und die Stimmen der anderen Kandidaten werden Lewandowski und Gorholt in den nächsten Tagen kämpfen.

19:43 Uhr: Erste Reaktionen von Siegern und Besiegten

Martin Gorholt galt vor der Wahl als Favorit auf den Sieg. Entsprechend geknickt zeigt er sich nach der Auszählung: „Ich hätte mir gewünscht, dass der Abstand zwischen Roger Lewandowski und mir etwas knapper ist. Die AfD ist auf Platz 3, das ist in Ordnung. Ich sehe für mich noch Chancen im zweiten Wahlgang, man muss jetzt mal schauen, wo die Stimmen der Kandidaten gehen, die nicht in der Stichwahl sind. Die Wahlbeteiligung ist nicht sehr gut aber auch nicht so schlecht, da hat die Mobilisierung der letzten Wochen etwas gebracht.“

Bei der CDU ist man über den Erfolg von Roger Lewandowski sehr erfreut. Michael Koch, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion : „Das hat uns gezeigt, dass wir den richtigen Kandidaten haben. Erfahrung im Amt zahlt sich aus.“ Das Resultat zeige, dass man im Wahlkampf auch schwierige Themen ansprechen könne und damit trotzdem ein gutes Ergebnis einfahren. „In den nächsten 14 Tagen werden wir nun alles geben, um noch mehr Menschen zu überzeugen“, sagte Koch. Angesichts der sehr ordentlichen Wahlbeteiligung werde es allerdings schwer, im zweiten Wahlgang noch viele Nichtwähler zu gewinnen. „Da muss man realistisch sein“, so Koch. Er setzt eher darauf, dass Wähler der Grünen und der AfD am 24. April für Lewandowski stimmen.

Dieter Dombrowski, CDU-Kreischef im Havelland freut sich ebenfalls über den Wahlerfolg: „Ein großer Vertrauensbeweis für Roger Lewandowski, dessen gute Arbeit in der Kreisverwaltung damit gewürdigt wird. Das AfD-Ergebnis kommentiere ich nicht. Andere Regionen haben ganz andere AfD-Ergebnisse. Die Zählgemeinschaft aus CDU und SPD im Kreistag wird nicht unter der Stichwahlauseinandersetzung leiden. Da sind wir uns alle – CDU-Abgeordnete und SPD-Abgeordnete – einig.“

Harald Petzold von den Linken kam auf knapp 10 Prozent und war mit seinem Ergebnis recht zufrieden: „Ich freue mich über zwei Dinge. Dass ich ein zweistelliges Ergebnis habe und dass die AfD nicht in der Stichwahl ist. Ich bin Realist und kann mein Ergebnis einordnen. Jetzt warten wir mal ab, was die Kandidaten von CDU und SPD vor der Stichwahl noch sagen. Danach kann man vielleicht eine Empfehlung geben.“

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Weitere Reaktionen

Harald Petzold (Mitte) von den Linken holte ein zweistelliges Ergebnis bei der Wahl

Harald Petzold (Mitte) von den Linken holte ein zweistelliges Ergebnis bei der Wahl.

Quelle: Weiler

So lief der Wahlabend

19:30 Uhr: CDU-Kandidat Lewandowski gewinnt

Noch zwei Wahlbezirke müssen ausgezählt werden. CDU-Kandidat Roger Lewandowski bleibt stärkster Kandidat. Er liegt mit 31 Prozent knapp vor dem SPD-Kandidaten Martin Gorholt, der 27 Prozent. Sie werden am 24. April in einer Stichwahl erneut gegeneinander antreten.

19:18 Uhr: Erste Endergebnisse aus den Bezirken

In Nauen landet AfD-Kandidat Gersch nach Auszählung aller 27 Wahlbezirke auf dem zweiten Platz mit 24,82 Prozent, hinter Gorholt (SPD) und vor Lewandowski von der CDU. In Friesack wird Kai Gersch Dritter (24,45 Prozent), vor ihm liegt Roger Lewandowski (CDU) mit 24,77 Prozent und Gewinner ist in der Fliederstadt mit 29,13 Prozent Martin Gorholt (SPD).

19:15 Uhr: Freude bei AfD und Grünen

Trotz ihres eher schwachen Abschneidens zeigt sie die Grünen-Kandidatin Petra Budke erfreut über das Ergebnis. „Wir sind zufrieden, denn wir haben die grünen Themen sichtbar gemacht im Landkreis. Wir sind mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen. Wir haben positive Resonanz erfahren. Im Kopf an Kopf Rennen wählen viele Leute eben taktisch.“

AfD-Kandidat Kai Gersch (vorne links) verpasste zwar sein Ziel, in die Stichwahl einzuziehen, freute sich aber über sein Ergebnis von 19 Prozent

AfD-Kandidat Kai Gersch (vorne links) verpasste zwar sein Ziel, in die Stichwahl einzuziehen, freute sich aber über sein Ergebnis von 19 Prozent.

Quelle: Weiler

Auch der AfD-Kandidat ist Kai Gersch zeigt sich zufrieden, lässt aber auch Enttäuschung durchscheinen: „Wenn wir dritte Kraft im Havelland sind, können wir damit gut leben. Wir haben die Dinge angesprochen, die viele Leute bewegen. Wir sind das Sprachrohr vieler Bürger geworden. Ich wäre gern in die Stichwahl gekommen, aber auch mit dem dritten Platz können wir zufrieden sein. Mit der NPD haben wir nichts zu tun. Wir stehen für eine demokratische Gesellschaft und wollen mehr Transparenz im Havelland erreichen.“

19:12 Uhr: Auszählungsergebnisse aus den einzelnen Bezirken

In Nauen liegt die AfD nach 25 von 27 augezählten Bezirken mit dem mit der SPD gleich auf. Auch in Friesack, wo das erste Flüchtlingsheim im Osthavelland aufgemacht wurde (als es in Falkensee und Brieselang noch keines gab), hat die AfD Chancen, stärkste Kraft zu werden.

Die Kreisstadt Rathenow ist ausgezählt: Gorholt, SPD, liegt dort vorne. Auch in Premnitz, der zweiten größeren Stadt im Westhavleland, hat der SPD-Kandidat die Nase vorne.

19:06 Uhr: Trend bestätigt sich immer mehr

Nun, da fast alle Wahlbezirke ausgezählt sind, scheint immer klarer zu werden, dass der CDU-Kandidat Roger Lewandowski die meisten Stimmen bei der Landratswahl holen wird. Er liegt nach 174 ausgezählten Bezirken bei 30 Prozent, SPD-Widersacher Martin Gorholt kommt auf 28 Prozent. Die beiden trennen mehr als 650 Stimmen. Der AfD-Kandidat liegt weiter deutlich mit 19 Prozent auf dem dritten Platz. Die Kandidaten dahinter sind abgeschlagen. Am besten ist noch Harald Petzold mit 11 Prozent.

Die CDU- und SPD-Kandidaten werden sich also in zwei Wochen erneut zur Wahl stellen. Der Sieger der Stichwahl könnte neuer Landrat im Havelland und damit Nachfolger von Burkhard Schröder (SPD) werden. Der Wahlgewinner muss nicht nur die absolute Mehrheit holen, sondern auch ein Quorom erfüllen. Er hat die Wahl gewonnen, wenn 20.169 Stimmen für ihn abgegeben werden.

Die Stichwahl dürfte spannend werden. Schon allein deshalb, weil der AfD-Kandidat rund 20 Prozent holte. Interessant dürfte also werden, wem die AfD-Wähler ihre Stimmen geben oder ob sie überhaupt noch einmal wählen gehen.

Der Stand von 19 Uhr

Der Stand von 19 Uhr.

Quelle: MAZ

18:54 Uhr: CDU-Kandidat besonders in Falkensee und Schönwalde stark

CDU-Kandidat Lewandowski ist besonders in Falkensee und Schönwalde stark, in Falkensee ist er zu Hause und führt dort auch die CDU, in Schönwalde gibt es mit Bodo Oehme einen langjährigen starken CDU-Bürgermeister.

Um 18.27 Uhr ballte Roger Lewandowski die Becker-Faust. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Landratskandidat der CDU erstmals die Führung vom SPD-Kandidaten Martin Gorholt übernommen. „Und in Falkensee sind bislang erst die Wahllokale in der Diesterweg-Grundschule ausgezählt - das sind eigentlich die schlechten für die CDU“, sagte er glücklich. Seine Gefühlslage sei „gut“, so Lewandowski. Er warnte jedoch vor verfrühtem Optimismus: „Die ganzen Briefwahllokale sind ja noch nicht ausgezählt.“

18:45 Uhr: CDU-Kandidat Lewandowski weiter knapp vorne

Rund 150 von 211 Wahlbezirken ist ausgezählt. Die ersten Auszählungsergebnisse verfestigen sich: CDU-Kandidat Roger Lewandowski liegt knapp vorne (29 Prozent), SPD-Kandidat Martin Gorholt knapp dahinter mit 28 Prozent. Die beiden trennen gerade einmal 500 Stimmen. Die beiden werden wohl in die Stichwahl gehen. Der AfD-Kandidat Kai Gersch kommt zwar auf starke 20 Prozent, wird die beiden Führenden aber wohl nicht mehr erreichen.

Damit scheinen sich zwei Favoriten durchzusetzen, die bereits viel Erfahrung in der Kommunalpolitik haben. Lewandowski war lange stellvertretender Landrat. Gorholt ist Kulturstaatssekretär und hat bereits vor einigen Jahren den Unterbezirksvorsitz im Havelland vom Burkhard Schröder übernommen.

18:32 Uhr: SPD- und CDU-Kandidaten setzen sich ab

Rund die Hälfte der Wahlbezirke sind ausgezählt. Und es zeichnet sich immer stärker ab, dass es wohl kein Kandidat schaffen wird, die 50-Prozent-Marke zu knacken. Lag zu Beginn noch der SPD-Kandidat Martin Gorholt vorne, hat der CDU-Mann Roger Lewandowski ihn inzwischen überholt. Die beiden trennen aber nur wenige Stimmen. Lewandowski liegt bei 29 Prozent, Gorholt bei 28 Prozent. Der AfD-Mann Gersch, dem viele ein gutes Ergebnis zugetraut hatten, kommt auf rund 20 Prozent. Stand jetzt: Lewandowski und Gorholt ziehen in die Stichwahl.

Die anderen sechs Kandidaten liegen deutlich hinter dem Führungstrio. Der Beste vom Rest ist Harald Petzold (Linke), der auf 10 Prozent kommt. Dahinter liegt Petra Budke (Grüne) mit 6 Prozent.

Ergebnis der Auszählung gegen 1830 Uhr

Ergebnis der Auszählung gegen 18:30 Uhr.

Quelle: MAZ

18:15 Uhr: Ein erster Trend zeichnet sich ab

Die Auszählung hat begonnen. Und ein erster Trend zeichnet sich ab. Es wird ein spannender Wahlabend, wie erwartet. Nach der ersten Auszählungen liegt der SPD-Kandidat Martin Gorholt mit rund 29 Prozent vorne. Er führt vor dem CDU-Kandidaten Roger Lewandowski (24 Prozent) und dem AfD-Kandidaten Kai Gersch (20 Prozent). Die anderen Kandidaten liegen deutlich dahinter. Stand jetzt machen diese drei die ersten beiden Plätze untereinander aus. Zur Erinnerung. Holt kein Kandidat mehr als 50 Prozent, gibt es eine Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Kandidaten.

So sieht es nach den ersten Auszählungen aus

So sieht es nach den ersten Auszählungen aus.

Quelle: Screenshot

So lief der Tag bisher

Bei der Landratswahl im Havelland zeichnet sich eine „eher gute“ Wahlbeteiligung ab. Laut Kreiswahlleiter Lothar Marquardt hatten bis 14 Uhr mehr als 20 Prozent aller 134.458 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Dieser Wert wurde ermittelt, nachdem aus einem Wahllokal in jeder Kommune die Zahlen ausgewertet wurden. „Bei Einzelwahlen wie dieser schwankten die Wahlbeteiligungen in anderen Landkreisen zwischen 22,6 und 37,6 Prozent.“ Das sei auch im Havelland möglich.

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Selten war das Gerangel bei einer Landratswahl so groß: Acht Kandidaten bewerben sich um den Chefposten im Havelland. Gewählt wurde am 10. April. Wir stellen die Kandidaten in der Bildergalerie vor.

Zur Bildergalerie

Spitzenreiter ist das Wahllokal in der Oberschule Premnitz mit 34,16 Prozent. Dort können die Bürger aber parallel zum Landrat auch einen Bürgermeister wählen. Im Osthavelland wurden bis 14 Uhr in der Kita „Sonnenschein“ in Schönwalde-Glien mit 25,39 Prozent die meisten Stimmabgeben registriert.

– MAZonline berichtet ab 18 Uhr aktuell über die Ergebnisse.

Insgesamt acht Kandidaten bewerben sich um den Landratsstuhl. Gute Chancen werden dem SPD-Kandidaten Martin Gorholt und dem Christdemokraten Roger Lewandowski eingeräumt Der AfD-Mann Kai Gersch könnte vom Aufwind seiner Partei profitieren. Eher als Außenseiter gelten Harald Petzold (Linke) und Petra Budke (Grüne). Der parteilose Einzelbewerber Holger Schilling, der Kandidat der Piraten, Raimond Heydt und der NPD-Kandidat Frank Kittler werden mit dem Wahlausgang wenig zu tun haben.

Kandidaten-Fragerunde

In der MAZ haben wir in den vergangenen Tagen die Kandidaten vorgestellt, sieben von ihnen haben einen Fragebogen beantwortet. Holger Schilling haben wir in einem Porträt vorgestellt.

– Martin Gorholt (SPD) will schnelle S-Bahn-Anbindung

– Roger Lewandowski (CDU) will eine starke Regionalbahn

– Harald Petzold (Linke) will mehr Einfluss bei Bus und Bahn

– Petra Budke (Grüne) setzt auf Chancen der Kreisreform

– Kai Gersch (AfD) will einen Bus in jede Stadt und jedes Dorf

– Raimond Heydt (Piraten) will mehr direkte Demokratie

– Frank Kittler (NPD) will die Bevölkerung über Zuwanderung aufklären

– Holger Schilling (parteilos) will „Volkslandrat“ werden

Ob sich bereits heute einer der Bewerber durchsetzt und mehr als 50 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen erreicht, ist fraglich. Zudem müsste auch das Quorum erfüllt sein, das heißt, ein Kandidat muss rund 20.000 Stimmen bekommen. Sollte das nicht der Fall sein, erfolgt am 24. April eine Stichwahl der beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen.

Unter den Wählern sind bereits viele Frühaufsteher – so läuft die Wahl

Bisher verlief der Wahltag ruhig, wie der Kreiswahlleiter sagt. Einzig in Falkensee musste Wahlleiter Sebastian Pioch reagieren, weil einige Wahlhelfer nicht erschienen sind. „Wir haben Leute aus anderen Wahllokalen umgesetzt“, sagt Pioch. Der Wahlablauf war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Im Seeburger Gemeindehaus hatten bis 13 Uhr 151 von 961 Wahlberechtigten gewählt. Darunter Olaf Detlefsen. „Ich bin Demokrat und will mein Recht auf Mitbestimmung wahrnehmen“, sagte der 55-Jährige gegenüber der MAZ.

Burkhard Schröder – 26 Jahre im Amt

Burkhard Schröder ist Anfang April aus seinem Amt verabschiedet worden. Mit einer Dienstzeit von 26 Jahren war der SPD-Politiker dienstältester Landrat in Brandenburg, erst im Altkreis Nauen und danach im Havelland.

Schröder hatte im Oktober 2015 für Aufsehen gesorgt und eine Einladung der AfD-Fraktion im Landtag wahrgenommen. Der Tabubruch löste vor allem bei SPD und Linker Entrüstung aus.

Er hinterlässt im Landkreis keine größeren Baustellen. Der Kreis steht recht gut da. Der Niedergang der optischen Industrie in Rathenow und des einstigen Chemiestandorts Premnitz wurde durch Neuansiedlungen gestoppt. Je 1000 Arbeitsplätze gibt es dort wieder. Das 155.000 Einwohner zählende Havelland hat eine Eisenbahngesellschaft, einen Krankenhauskonzern und 10 000 Beschäftigte in gut 2200 Handwerksbetrieben. Vor allem die berlinnahen Gemeinden boomen. Gemeinden die weniger nah an der Hauptstadt liegen haben hingegen Probleme. Dies und die bevorstehende Kreisreform sind sicherlich zwei große Herausforderungen für Schröders Nachfolger. Eine ausführliche Analyse finden Sie hier.

Weit weniger abgegebene Stimmen als bei anderen Wahlen hat es bis 13.30 Uhr im Wahllokal „Kita „Sausewind“ in Dallgow-Döberitz gegeben. Wie Wahlleiter Rüdiger Schäfer sagte, wurden 266 Zettel in die Wahlurne gesteckt. 1128 Wahlberechtigte können dort insgesamt abstimmen. „Sonst hatten wir in diesem Wahllokal schon gegen 10 Uhr rund 250 Stimmen gezählt“, so Schäfer. Vom Nieselregen ließ sich der Dallgower Udo Zieler nicht abhalten. „Ich bin alter Westberliner und erst 1996 nach Dallgow gezogen. Meine Frau und ich gehen zu jeder Wahl, das ist ein Muss, so der 74-Jährige.

Sehr ruhig ging es bis zum Mittag auch im Wahllokal „Haus am Anger“ in Falkensee zu. Von 1269 Wahlberechtigten gaben bis kurz vor 14 Uhr 263 ihre Stimme ab. „Ich will nicht nur meckern, sondern mitbestimmen. Deshalb komme ich zur Wahl“, sagte Anja Linke nachdem sie ihren Wahlzettel ausgefüllt und eingeworfen hatte.

Auch in Nauen gab es keine Zwischenfälle

In Nauen ist die Landratswahl laut Wahlleiterin Andrea Bublitz ohne Zwischenfälle angelaufen. Um 14 Uhr hatten im Wahllokal in der Käthe-Kollwitz-Grundschule 184 von 954 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 19,3 Prozent. Im Rathaus waren es eine Stunde später um 15 Uhr 225 von 940, also 23,9 Prozent. „Bei früheren Wahlen hatten wir auch schon mal mehr“, sagte die stellvertretende Wahlvorsteherin Manuela Kranich. Auch sie konnte keine besonderen Vorkommnisse berichten: „Ein paar Mal mussten wir erklären, dass jeder nur eine Stimme hat, ansonsten gab es nichts Besonderes.“

Etwas höher - bei 24,7 Prozent - lag die Wahlbeteiligung um 15 Uhr in einem der beiden Wahllokale in der Arcoschule. „Es läuft besser als erwartet, das freut uns“, sagte der stellvertretende Wahlvorsteher Gunnar Geisler. Er und seine Kolleginnen hielten sich mit Gummibärchen, Kuchen und Kaffee bei Laune. Den Wählern erklärten sie, dass sie ihre Wahlkarten, anders als bei vorherigen Urnengängen, dieses Mal aufheben müssen - sie werden noch für eine eventuelle Stichwahl in zwei Wochen am 24. April benötigt.

Rolf-Peter Siebert gab seine Stimme ebenfalls in der Arcoschule ab. „Wer nicht wählen geht, darf später auch nicht über das Wahlergebnis meckern“, sagte er.

 

Von Jens Wegener, Phlilip Häfner und MAZonline

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