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CDU schickt Roger Lewandowski ins Rennen

Landratswahl am 10. April CDU schickt Roger Lewandowski ins Rennen

Die havelländischen Christdemokraten haben Roger Lewandowski einstimmig zu ihrem Kandidaten für die Landratswahl am 10. April gewählt. Alle 64 anwesenden CDU-Mitglieder sprachen sich für den Falkenseer aus.

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Roger Lewandowski will als Chef ins Kreishaus.

Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke

Nauen. Keinen Gegenkandidaten, keine Gegenstimme, keine Fragen – die havelländischen Christdemokraten bewiesen bei der Wahl ihres Kandidaten für den Landratsposten volle Einigkeit. Einstimmig sprachen sie sich am Montagabend in Nauen für den Falkenseer Roger Lewandowski aus. 64 von 64 abgegebenen Stimmen entfielen auf den 51-Jährigen. Ein CDU-Mitglied hatte seinen Stimmzettel nicht in die Urne gesteckt.

Da bereits im Vorfeld der CDU-Kreisvorstand Roger Lewandowski als Landratskandidat vorgeschlagen hatte, war das Abstimmungsergebnis am Ende keine Überraschung. Trotzdem freute sich der frisch gekürte CDU-Kandidat über so viel Rückendeckung: „Ein tolles Zeichen der Geschlossenheit. Die wünsche ich mir auch für den jetzt beginnenden Wahlkampf“, sagte Lewandowski.

Nach dem angekündigten Rücktritt von Landrat Burkhard Schröder (SPD) zum 31. März dieses Jahres soll am 10. April ein Nachfolger gewählt werden. Bisher haben neben den Christdemokraten nur die Sozialdemokraten klar gesagt, dass sie einen Kandidaten benennen werden. Bei den Bündnisgrünen, den Linken und der AfD steht diese Entscheidung noch aus.

Mit Roger Lewandowski schickt die CDU einen Mann ins Rennen, der „an Kompetenz im Verwaltungsbereich kaum zu übertreffen sein wird“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Dieter Dombrowski. Lewandowski arbeitet seit elf Jahren in der Kreisverwaltung Havelland, ist dort für Finanzen, Bildung und derzeit auch für Flüchtlingsfragen verantwortlich. Seit April 2005 ist er erster Beigeordneter und stellvertretender Landrat. „Ich weiß, worauf ich mich mit der Kandidatur einlasse. Ich kenne die Strukturen in der Kreisverwaltung und weiß als Personalverantwortlicher auch, dass es nicht so einfach ist, eine Behörde mit mehr als 1000 Mitarbeitern zu führen“, erklärte Roger Lewandowski.

Noch vor der geheimen Abstimmung am Montagabend hatte er seinen Parteifreunden einen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt, den er im Falle eines Erfolges als künftiger Landrat umsetzen will. Ein Kernpunkt ist der Erhalt der Eigenständigkeit des Landkreises Havelland. „Wir sind wirtschaftlich, finanziell und von der Einwohnerzahl stark genug, das haben wir in den letzten Jahren bewiesen“, so Lewandowski. Er werde sich deshalb gegenüber der Landesregierung gegen eine Kreisgebietsreform aussprechen.

Auf kommunaler Ebene gebe es aus seiner Sicht keinen Grund, die „erfolgreiche Arbeit der Zählgemeinschaft aus CDU und SPD“ nicht fortzusetzen. Das heiße aber nicht, dass es im Landkreis Havelland nichts zu verbessern gebe. Zum Beispiel müsse es gelingen, Bildung, Ausbildung und Wirtschaft stärker miteinander zu verzahnen. „Dazu soll ein Konzept erarbeitet werden, wie die Verwaltung gemeinsam mit den Betrieben der Region die Schüler noch besser auf ihre spätere Berufswahl vorbereiten können. Auch das ist Wirtschaftsförderung“, so der CDU-Kandidat. Außerdem kündigte Lewandowski an, den Öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis optimieren zu wollen und sich dafür einzusetzen, dass das Land eine endgültige Entscheidung im Sinne der CDU-Forderung nach einer Stärkung der Regionalbahn trifft.

Am Herzen liege ihm die ärztliche Versorgung insbesondere in der ländlichen Region. Er wolle prüfen, ob das mit Stipendien für Facharztausbildungen oder Anschubfinanzierungen für die Gründung von Praxen gelingen könnte.

Eine klare Position bezieht Roger Lewandowski in der Flüchtlingsfrage: „Integration und Rückführung sind zwei Seiten derselben Medaille.“ Schutz und Hilfe für Menschen mit Bleibeperspektive, aber auch Abschiebung ins Heimatland für diejenigen, deren Asylantrag abgelehnt wurde.

Großer Wunsch der Christdemokraten sei, dass der künftige Landrat am 10. April direkt von den Bürgern und nicht später vom Kreistag gewählt wird. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat, sofern diese Mehrheit mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten Personen umfasst. Wird dieses sogenannte Quorum nicht erreicht, entscheiden die Abgeordneten des Kreistages.

Von Jens Wegener

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