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Campus Europaschule kommt – aber später

Ketzin/Havel Campus Europaschule kommt – aber später

Im Freigelände an der Grundschule in Ketzin im Havelland beginnen im Frühjahr erste Arbeiten des Gesamtvorhabens „Campus Europaschule“. 2017 entstehen ein Bolzplatz und ein Wendehammer. Ziel ist es nun zunächst, den Verkehr aus dem Areal heraus zu bekommen. Bis das gesamte Projekt fertig ist, wird es aber noch eine Weile dauern.

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Vorsicht ist geboten, wenn die Kinder vom Schulhof über die Straße zur Aula wollen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel. Der Campus Europaschule Ketzin nimmt langsam Gestalt an. Wobei die Betonung auf langsam liegt. Mit Verspätung werden in diesem Jahr die ersten beiden Vorhaben aus dem Gesamtplan umgesetzt. Es entsteht auf dem Schulhof der Grundschule „Am Mühlenweg“ ein Bolzplatz. Außerdem wird die Verkehrsführung im angrenzenden Wohngebiet geändert und ein Wendehammer gebaut.

Damit erreicht man, dass Anlieger eines Wohnblocks nicht mehr um das Schulgelände herumfahren müssen, wenn sie zu den Stellplätzen vor ihren Wohnungen gelangen wollen. Das wiederum ist Voraussetzung, um das Schulgelände für die etwa 300 Schul- und Hortkinder sicherer zu machen. Im Moment müssen die, um vom Schulhof in die Aula zu kommen, über eine kleine Straße laufen. Dort fahren allerdings neben Anliegern auch Eltern mit ihren Autos entlang, um ihre Kinder zu bringen oder abzuholen.

Schon seit einigen Jahren ist es Wunsch der Europaschule, das Schul- und Hortgelände zu einem Campus zu entwickeln, was Schulleiter Andreas Theylich immer wieder betont. Ein von der Stadt beauftragtes Ingenieurbüro hat in Zusammenarbeit mit der Schule, dem Hort und dem Förderverein ein Konzept entwickelt. Die Pläne wurden Anfang 2016 in den Ketziner Fachausschüssen bereits vorgestellt. Kern der Sache ist, ein abgeschlossenes Gelände aus Hauptgebäude der Schule, Hof und dem Nebengebäude mit Aula zu haben.

So werde sich die Aufenthaltsqualität der Kinder in den Freiräumen auf dem 15 000 Quadratmeter großen Gelände verbessern, sind sich Stadtverwaltung und Stadtverordnete sowie die Schulleitung sicher. Weil die Planer von 500 000 Euro Gesamtkosten ausgehen und das für die Kommune Ketzin/Havel auf einen Schlag nicht leistbar ist, geht man etappenweise vor. „Wichtigstes Ziel ist, die öffentliche Durchfahrt künftig zu unterbinden. Dazu müssen wir zuerst den Wendehammer bauen, was demnächst beginnen wird, um später die Straße entwidmen und sperren zu können“, sagt Frank Piper von der Ketziner Bauverwaltung.

Da es im Bereich des Campusgeländes künftig keine Stellplätze mehr geben soll, sind zusätzliche Stellplätze zu schaffen, um den Hol- und Bringeverkehr für die Schul- und Hortkinder zu gewährleisten. In einem weiteren Schritt sollen dann zusätzliche Parkmöglichkeiten für Lehrer auf dem ehemaligen Schulgartengelände geschaffen werden. Bis die frühestens 2018 gebaut sind, werden die Lehrkräfte ihre Fahrzeuge zum Beispiel an der Nauener Straße abstellen müssen, so Piper, werden

Alle anderen Umgestaltungen im Freigelände – dazu gehören eine Bühne, Spielflächen mit Sand, ein großer Fahrradstellplatz, grünes Klassenzimmer sowie die komplette Einfriedung des Geländes – sind zeitlich noch nicht festgeschrieben. Sie werden je nach Haushaltslage der Kommune realisiert. „Wenn es die Chance gibt, Fördermittel zu bekommen, werden wir die beantragen“, versichert Frank Piper.

Ohne Fördermittel, aber mit rund 9000 Euro Spendengeld von Firmen und Privatleuten, entsteht in den nächsten Monaten der Bolzplatz auf dem Schulhof. Der wird den Schülern zusätzliche sportliche Betätigungsmöglichkeiten sowohl in den Pausen als auch am Nachmittag bieten. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 67 500 Euro. Allerdings ist der Bolzplatz in den Abendstunden und an Wochenenden für Freizeitkicker nicht nutzbar, weil das Schulgelände verschlossen wird.

Von Jens Wegener

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