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Schüler beschäftigten sich mit Landschaften

Kulturland-Projekt am Da-Vinci-Campus in Nauen Schüler beschäftigten sich mit Landschaften

An dem Jugendprojekt „Was für eine Landschaft?“ hat sich auch der Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen beteiligt. Schüler der 7. und 11. Klassen des Gymnasiums gestalteten in mehreren Gruppen jeweils einen Kubus, sieben Arbeiten waren es insgesamt. Das Projekt ist eingebettet in das Kulturland-Programm, das unter dem Motto „Landschaft im Wandel“ steht.

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Yasmin, Karlijn und Antonia (von links) mit ihrem Skyline-Projekt.

Quelle: Foto: Andreas Kaatz

Nauen. Es müssen nicht unbedingt nur Horizont, Bäume oder Wiesen mit im Spiel sein, wenn von Landschaft die Rede ist. Der Begriff kann noch ganz andere Facetten beinhalten. Das haben jetzt Schüler der 7. und 11. Klassen des Gymnasiums des Leonardo-da-Vinci-Campus’ Nauen in Zusammenarbeit mit der Kunstschule Potsdam gezeigt. Am Montag präsentierten sie auf der Piazza des Campus’ ihre Arbeiten im Rahmen eines Jugendprojektes mit dem Titel „Was für eine Landschaft?“. Anlass ist das diesjährige Thema von Kulturland Brandenburg „Landschaft im Wandel“.

Mit Skylines gestalteten beispielsweise Yasmin, Antonia und Karlijn ihren mit Kunstofffolien bespannten Kubus. New York, London, Paris und Berlin waren ihre Stadtlandschaften. Hingegen haben sich Nias, Joshua und Serafin der Umgebung von Nauen verschrieben. So finden sich Windräder, Stromleitungen und eine Eisenbahn auf ihrem Kubus. „Das sieht genauso aus wie die echte Landschaft im Hintergrund“, wies Christoph Knäbich in Richtung Süden, wo sich Windkraftanlagen in den Himmel recken. „Sogar die Wolken, die ihr gemalt habt, stimmen“, lobte er die Siebtklässler.

Ganz anders hingegen näherten sich Julia, Cosima und Nick dem Thema. „Sonst ist Landschaft eher harmonisch. Was aber passiert, wenn das Gegenteil eintritt?“, sagte Julia. Wenn man nämlich versucht, die Natur zu bezwingen. Sie versahen ihren Kubus mit düsteren Graffiti, deuteten einen Käfig an. Ein Stück Holz in der Mitte soll ein ausbrechendes Tier darstellen, „um zu zeigen, dass die Natur immer einen Weg findet“. Inspiriert wurden die drei vom Jurassic-World-Film, der jetzt im Kino läuft.

Ausgedacht haben sich das Jugendprojekt Adelheid Fuss und Christoph Knäbich von der Kunstschule. „Ziel war es, dass sich die Schüler mit ihrer Umgebung auseinandersetzen“, sagt Adelheid Fuss. Es gehe darum, Landschaft zu zeigen wie sie früher war, heute ist oder morgen sein könnte. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir in drei Tagen soweit kommen würden“, sagte sie anerkennend. Ein ähnliches Projekt gab es bereits mit einer Schule in Brück (Potsdam-Mittelmark).

„Zuerst haben wir gegraben und Erde freigelegt. Dann wurde mit einem Stofftuch, das mit Tapetenkleister versehen war, die Erde abgeformt“, sagt Adelheid Fuss. Kleben blieben neben Erde und Pflanzenteilchen auch Holzstückchen oder ein Stück Abfall. Das Stofftuch bildete den Boden des jeweiligen Kubus oder – wie in einem Fall – der Pyramide. Dann wurden die Seiten mit den Folien bespannt.

In einer ungewohnten Rolle befanden sich auch die beiden Kunstlehrerinnen Katrin Lübcke und Ina Gebel. „Wir waren bei dem Projekt zwei stinknormale Schüler“, sagte Katrin Lübcke. Gemeinsam mit ihrer Kollegin gestaltete sie eine der insgesamt sieben Arbeiten mit grafischen Strukturen. „Wir haben einen Brief bekommen, ob wir nicht mitmachen möchten, und wir haben sofort zugesagt“, sagte sie.

Kulturland Brandenburg

Kulturland Brandenburg ist eine Dachmarke, die Bewohnern und Gästen die kulturelle und regionale Vielfalt des Landes näher bringen will.

Dazu werden zu einem jährlich wechselnden Thema in Kooperation mit Partnern künstlerische und kulturelle Projekte in Brandenburg konzipiert und organisiert.

Das Thema in diesem Jahr lautet „Landschaft im Wandel“. Es geht anlässlich der Buga um Veränderungen und Umbrüche in der brandenburgischen Natur- und Kulturlandschaft.

Das Programm enthält Bildungsprojekte wie das in Nauen, Ausstellungen und Kunstprojekte oder Veranstaltungen zum Thema Baukultur.

Finanziell gefördert wird das Jugendprojekt vorrangig von Kulturland Brandenburg sowie von den Landkreisen Havelland und Uckermark. Nach dem Sommer sind die Nauener Arbeiten in einer Ausstellung in der Kunstschule in Babelsberg zu sehen.

Von Andreas Kaatz

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