Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Schüler beschäftigten sich mit Landschaften
Lokales Havelland Schüler beschäftigten sich mit Landschaften
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:16 16.07.2015
Yasmin, Karlijn und Antonia (von links) mit ihrem Skyline-Projekt. Quelle: Foto: Andreas Kaatz
Anzeige
Nauen

Es müssen nicht unbedingt nur Horizont, Bäume oder Wiesen mit im Spiel sein, wenn von Landschaft die Rede ist. Der Begriff kann noch ganz andere Facetten beinhalten. Das haben jetzt Schüler der 7. und 11. Klassen des Gymnasiums des Leonardo-da-Vinci-Campus’ Nauen in Zusammenarbeit mit der Kunstschule Potsdam gezeigt. Am Montag präsentierten sie auf der Piazza des Campus’ ihre Arbeiten im Rahmen eines Jugendprojektes mit dem Titel „Was für eine Landschaft?“. Anlass ist das diesjährige Thema von Kulturland Brandenburg „Landschaft im Wandel“.

Mit Skylines gestalteten beispielsweise Yasmin, Antonia und Karlijn ihren mit Kunstofffolien bespannten Kubus. New York, London, Paris und Berlin waren ihre Stadtlandschaften. Hingegen haben sich Nias, Joshua und Serafin der Umgebung von Nauen verschrieben. So finden sich Windräder, Stromleitungen und eine Eisenbahn auf ihrem Kubus. „Das sieht genauso aus wie die echte Landschaft im Hintergrund“, wies Christoph Knäbich in Richtung Süden, wo sich Windkraftanlagen in den Himmel recken. „Sogar die Wolken, die ihr gemalt habt, stimmen“, lobte er die Siebtklässler.

Ganz anders hingegen näherten sich Julia, Cosima und Nick dem Thema. „Sonst ist Landschaft eher harmonisch. Was aber passiert, wenn das Gegenteil eintritt?“, sagte Julia. Wenn man nämlich versucht, die Natur zu bezwingen. Sie versahen ihren Kubus mit düsteren Graffiti, deuteten einen Käfig an. Ein Stück Holz in der Mitte soll ein ausbrechendes Tier darstellen, „um zu zeigen, dass die Natur immer einen Weg findet“. Inspiriert wurden die drei vom Jurassic-World-Film, der jetzt im Kino läuft.

Ausgedacht haben sich das Jugendprojekt Adelheid Fuss und Christoph Knäbich von der Kunstschule. „Ziel war es, dass sich die Schüler mit ihrer Umgebung auseinandersetzen“, sagt Adelheid Fuss. Es gehe darum, Landschaft zu zeigen wie sie früher war, heute ist oder morgen sein könnte. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir in drei Tagen soweit kommen würden“, sagte sie anerkennend. Ein ähnliches Projekt gab es bereits mit einer Schule in Brück (Potsdam-Mittelmark).

„Zuerst haben wir gegraben und Erde freigelegt. Dann wurde mit einem Stofftuch, das mit Tapetenkleister versehen war, die Erde abgeformt“, sagt Adelheid Fuss. Kleben blieben neben Erde und Pflanzenteilchen auch Holzstückchen oder ein Stück Abfall. Das Stofftuch bildete den Boden des jeweiligen Kubus oder – wie in einem Fall – der Pyramide. Dann wurden die Seiten mit den Folien bespannt.

In einer ungewohnten Rolle befanden sich auch die beiden Kunstlehrerinnen Katrin Lübcke und Ina Gebel. „Wir waren bei dem Projekt zwei stinknormale Schüler“, sagte Katrin Lübcke. Gemeinsam mit ihrer Kollegin gestaltete sie eine der insgesamt sieben Arbeiten mit grafischen Strukturen. „Wir haben einen Brief bekommen, ob wir nicht mitmachen möchten, und wir haben sofort zugesagt“, sagte sie.

Kulturland Brandenburg

Kulturland Brandenburg ist eine Dachmarke, die Bewohnern und Gästen die kulturelle und regionale Vielfalt des Landes näher bringen will.

Dazu werden zu einem jährlich wechselnden Thema in Kooperation mit Partnern künstlerische und kulturelle Projekte in Brandenburg konzipiert und organisiert.

Das Thema in diesem Jahr lautet „Landschaft im Wandel“. Es geht anlässlich der Buga um Veränderungen und Umbrüche in der brandenburgischen Natur- und Kulturlandschaft.

Das Programm enthält Bildungsprojekte wie das in Nauen, Ausstellungen und Kunstprojekte oder Veranstaltungen zum Thema Baukultur.

Finanziell gefördert wird das Jugendprojekt vorrangig von Kulturland Brandenburg sowie von den Landkreisen Havelland und Uckermark. Nach dem Sommer sind die Nauener Arbeiten in einer Ausstellung in der Kunstschule in Babelsberg zu sehen.

Von Andreas Kaatz

Havelland Gespräch zu Massentierhaltung und Volksbegehren - Umdenken beim Essen

Zehn Brandenburger Vertreter der „Volksinitiative gegen Massentierhaltung“ haben die Durchführung eines Volksbegehrens auf den Weg gebracht. Einer von ihnen ist der Falkenseer promovierte Allgemeinmediziner Knut Horst, der in Dallgow-Döberitz eine Praxis führt.

16.07.2015
Havelland Premnitz: Erster Rettungstag für Schüler - Feuer, Blitzer, Hilferufe

Wie man ein kleines Feuer löschen kann und viele weitere nützliche Tricks und Kniffe zeigten Feuerwehrleute aus dem Havelland kleinen Grundschülern am Mittwoch in Premnitz. Dazu gehörte auch, dass sich die Kleinen Rettungswagen aus nächster Nähe ansehen und echtes Rettungsequipment begutachten durften - es war ein spannender Tag für die Kids.

13.07.2015
Polizei Schock für Falkenseer Anwohnerin - Betrunkener Einbrecher schläft im Kofferraum

Erst eingebrochen, dann eingepennt. Ein 24-Jähriger ist in der Nacht zu Sonntag in Falkensee auf ein Grundstück eingebrochen. Das ist wohl so anstrengend gewesen, dass er sich erst einmal hinlegt hat – in einem Kofferraum. Am nächsten Morgen ist er dann von der Wohnungsbesitzerin gefunden worden. Dabei zeigte sich der Mann aber nicht peinlich berührt – im Gegenteil.

13.07.2015
Anzeige