Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Chemieunfall in Milchviehbetrieb

Mitarbeiterin bei Reinigungsarbeiten in Lietzow verletzt Chemieunfall in Milchviehbetrieb

Beim Auffüllen eines Reinigungsautomaten in einem Lietzower Milchviehbetrieb erlitt eine Mitarbeiterin am Mittwoch Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen wurden eine saure und eine alkalische Lösung aus Versehen zusammengekippt. Dabei entstand ein schädliches Gas. Die Frau kam in ein Krankenhaus.

Voriger Artikel
Steven Richter einstimmig gewählt
Nächster Artikel
Showprogramm zur Landpartie in Tremmen

Feuerwehren aus Nauen und Dallgow waren im Einsatz.

Quelle: Julian Stähle

Lietzow. Bei einem Arbeitsunfall in einem Milchviehbetrieb im Semmelweg wurde am Mittwoch gegen 13.30 Uhr eine Mitarbeiterin verletzt. Sie hatte in einem Wirtschaftsgebäude offenbar ein schädliches Gas eingeatmet. Die Frau konnte den Raum noch aus eigener Kraft verlassen, musste jedoch anschließend wegen Atemproblemen mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Kurz darauf traf die Nauener Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen ein. Die Einsatzkräfte sondierten unter Atemschutz die Lage und lüfteten den Innenraum. Zudem kam auch das ABC-Erkundungsfahrzeug der Dallgower Feuerwehr zum Einsatz. Die Feuerwehrleute nahmen Stoffmessungen vor, konnten aber nach einiger Zeit Entwarnung geben. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Amt für Arbeitschutz über den Vorfall informiert.

Ursache für den Unfall ist vermutlich Unachtsamkeit. Nach ersten Erkenntnissen wollte die langjährige Mitarbeiterin den Automaten, mit dem die Milchleitungen gesäubert werden, mit einer Reinigungsflüssigkeit auffüllen. Die Reinigung erfolgt abwechselnd mit einer sauren und einer alkalischen Lösung. Allerdings dürfen beide Lösungen nicht miteinander vermischt werden, was in dem Fall aber aus Versehen geschehen ist. Dadurch soll nach MAZ-Informationen Chlorgas entstanden sein. Wie Klaus Ebmeyer, Geschäftsführer der Brandenburger Vermarktungs- und Dienstleistungs GmbH, sagte, sei offenbar die eine Lösung in einen Tank gefüllt worden, in dem sich noch ein Rest der anderen befand. „Es ist ein klassisches Ding, das nicht passieren darf“, sagte der Geschäftsführer.

Von Julian Stähle, Andreas Kaatz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg