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Havelland Brauereibrache soll neu belebt werden
Lokales Havelland Brauereibrache soll neu belebt werden
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21:05 28.02.2018
Das alte Brauereigelände in Rathenow gehört der Familie Wörner aus Bamberg. Verwaltet wird es von der KWR, Daniel Golze, Bürgermeisterkandidat der Linken beim Rundgang mit dem Landesvorsitzenden der Linken, Christian Görke. Quelle: Joachim Wilisch
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Rathenow

Endspurt im Bürgermeisterwahlkampf – und Daniel Golze bekommt prominente Unterstützung. Am Mittwoch war schon einmal der Landesvorsitzende der Linken, Christian Görke, in seiner Heimatstadt Rathenow. Görke und Golze trafen sich zunächst auf dem Gelände der alten Brauerei, eine Industriebrache mitten in der Stadt.

Das Brauereigelände mitten in der Stadt ist eine unwirtliche Brache. Es gab zwar schon viele Ideen und Konzepte – aber bisher ist wenig passiert. Bürgermeisterkandidat Daniel Golze hatte sich am Mittwoch mit dem Landesvorsitzenden seiner Partei, Christian Görke, dort umgesehen und war überrascht, wie es dort aussieht

In sehr schlechtem Zustand

Die Kabel hängen von den Wänden, viele Gebäude sind so heruntergekommen, dass man sie nur noch abreißen kann. Hartmut Fellenberg, Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, führte die Besucher über das Privatgelände, das nach wie vor der Familie Wörner aus Bamberg gehört. „Wenn man hier etwas Neues schaffen will, dann müssen viele Teile abgerissen und entkernt werden“, sagte Fellenberg.

Die KWR hatte vor Jahren die Idee, hier die Stadtverwaltung unterzubringen. Es gab bereits Gutachten und einen Beschluss der Stadtverordneten, das Gelände zu kaufen. Der Beschluss ist nach wie vor gültig. Die Rathausfrage ist längst anders entschieden. Aus dieser Zeit rührt auch eine Abmachung, mit der die KWR sozusagen Schlüsselgewalt hat, obwohl ihr das Areal nicht gehört.

Gehobenes Wohnen und Platz für Senioren

Um nun eine Mischung aus gehobenem Wohnen, Seniorenwohnungen,und entsprechenden Peripherieangeboten zu entwickeln müsste sich, so sieht es Hartmut Fellenberg, ein Privatinvestor melden, der mit viel Geld und Fördermitteln das Gelände sanieren kann. Zwei Gebäude können stehen bleiben: Das Sudhaus und die Mälzerei.

Es gibt aber auch die Idee, auf dem Gelände eine Kita zu bauen. „Was immer geschieht, die Stadtverordneten und die Stadtverwaltung sind gefordert, hier initiativ zu werden“, sagte Görke. Fördermittel des Landes seien möglich – das müsse geprüft werden. „Aber auch das hängt davon ab, wer hier weitermacht und was daraus werden soll.“

Blick ins Labor. Quelle: Joachim Wilisch

Um Konzepte wolle er sich bemühen, versprach Daniel Golze – vorher hofft er, am 11. März zum Bürgermeister gewählt zu werden.

Erinnerungen an 2002

Da dies ein Golze-Wahlkampftermin war, erinnerte sich Görke an das Jahr 2002, als er Bürgermeister werden wollte. Nur wenige Stimmen fehlten damals für eine Stichwahl gegen Hans-Jürgen Lünser. Noch am Abend des ersten Wahlganges riefen im Jahr 2002 sowohl SPD als auch Linke die Wähler auf, einen Wechsel herbeizuführen. Manfred Lenz, Kandidat der SPD, sagte deutlich: „Unser Ziel ist es, Lünser abzulösen.“

Zurück ins Hier und Jetzt: Bisher gibt es so klare Unterstützeraufrufe, wie im Jahr 2002 noch nicht. Nur Christian Kaiser vom Bürgerbündnis Havelland, das pegidaähnlichen Charakter hat, sprach bei einer kleinen Kundgebung des Bündnisses auf dem Märkischen Platz am Dienstag eine Empfehlung aus: Die Wähler sollen sich für Ronald Seeger von der CDU entscheiden, das sei – so Kaiser – allemal besser als ein Bürgermeister Daniel Golze.

Das vergiftete Geschenk

Ein vergiftetes Geschenk. Denn das kann keiner Ronald Seeger vorwerfen: er hat sich immer deutlich gegen die politischen und teilweise ausländerfeindlichen Aussagen von Christian Kaser gestellt und stand – als vor einem Jahr noch 300 Personen und mehr zum Bürgerbündnis kamen – bei den Gegendemonstrationen immer in der ersten Reihe. Auch im Wahlkampf ließ Seeger wissen, dass er sich weiter für die Willkommenskultur in einem weltoffenen Rathenow einsetzen wird.

Von Joachim Wilisch

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