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Havelland Görke: 500.000 Euro für Rathenower Kitas
Lokales Havelland Görke: 500.000 Euro für Rathenower Kitas
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00:18 20.02.2016
Christian Görke, Kita-Leiterin Heidrun Höffler und Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle beim Rundgang durch die Kita Jenny Marx. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Für Liebhaber der deutschen Sprache ist es ein Fluch, für die Kitas der Stadt Rathenow ist es ein Segen: die Rede ist vom Kommunalinvestitionsförderprogramm des Bundes für finanzschwache Kommunen. Mit diesem bürokratischen Wortungetüm wird eine Geldquelle beschrieben, aus der in diesem und in den kommenden beiden Jahren rund 2,8 Millionen Euro nach Rathenow sprudeln. Die Gabe des Bundes muss die Stadt mit Geld aus der eigenen Kasse auffüllen: Der kommunale Eigenanteil liegt bei überschaubaren zehn Prozent, sodass insgesamt rund 3,1 Millionen Euro ausgegeben können, um die Bildungseinrichtungen der Stadt aufzuwerten.

Eigenanteil liegt bei zehn Prozent

Brandenburgs Finanzminister Christtan Görke war höchstselbst nach Rathenow gekommen, um sich anzusehen, was mit dem über sein Ministerium ausgereichten Geld geschehen soll. In der Kita Jenny Marx, der mit Abstand größten Kita der Stadt, ließ er sich von Leiterin Heidrun Höffler durch das Haus und über das Außengelände führen. Letzteres soll noch in diesem Jahr mit rund 400.000 Euro aus besagtem Programm aufgewertet werden.

Und der Minister musste nicht groß von der Notwendigkeit dieser Investition überzeugt werden: Die maroden Gehwege, der durchgerostete Zaun, die Spielgeräte aus den 70er Jahren – der Sanierungsbedarf könnte augenfälliger nicht sein. Und weil der Minister schon mal da war, schaute er sich auch jene vier Gruppeneinheiten an, die im kommenden Jahr für 350.000 Euro aus demselben Programm hergerichtet werden sollen.

In diesem Jahr sollen die Außenalagen der Kita Jenny Marx aufgebessert werden. Quelle: Markus Kniebeler

„Das Geld ist bestens angelegt, weil es den Kindern zugute kommt“, so Görke.Eine bessere Investition in die Zukunft könne er sich gar nicht vorstellen. Görke erläuterte, dass von den 3,5 Milliarden Euro, die der Bund von 2015 bis 2018 an finanzschwache Kommunen verteile, 108 Millionen nach Brandenburg flössen. Neben Rathenow kämen 113 weitere Kommunen in den Genuss dieses Geldes.

Auf diese Art und Weise werde in Rathenow beispielsweise der bauliche Zustand in Kitas und Schulen erheblich verbessert, sagte der Minister, der am Mittwoch neben der Kita Jenny Marx auch noch die Nachbarkita Kleine Philosophen besuchte. Hier soll – ebenfalls noch in diesem Jahr – für 100.000 Euro die Fassade saniert werden. „Von diesem Investitionsprogramm wird neben den Kindern die heimische Wirtschaft erheblich profitieren“, so Görke. Denn die Aufträge würden naturgemäß an Betriebe der Region vergeben.

Bei seinem Rungang warf Görke übrigens immer wieder sehnsuchtsvolle Blicke in die Ruheräume, in denen die Kinder friedlich schlummerten. „Ein Mittagsschläfchen, herrlich“, seufzte er. Und man spürte, dass ihm ein solcher sorgenfreier Genuss schon lange nicht mehr vergönnt gewesen ist.

Geld für Kitas und Schulen

2,81 Millionen Euro erhält die Stadt Rathenow in diesem und in den kommenden zwei Jahren aus dem Investitionsprogramm für finanzschwache Kommunen. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil von zehn Prozent stehen also rund 3,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Geld wird nach einer von den Stadtverordneten beschlossenen Investitionsliste vor allem in die Aufwertung von Kitas und Schulen fließen. Von den zehn beschlossenen Vorhaben gehört ein einziges nicht in den Bereich Bildungsinfrastruktur (die Sanierung der Flutlichtanlage im Stadion Vogelgesang).

In diesem Jahr werden die Bauarbeiter in drei städtischen Kitas aktiv: In der Kita Jenny Marx werden 400.000 Euro in die Sanierung der Außenanlagen gesteckt. Die Kita „Haus der Kleinen Strolche“ am Weinberg erhält 200000 Euro für Arbeiten an Fassade und Brandschutzeinrichtungen. In der Kita „Die Kleinen Philosophen“ im Philosophenweg wird die Fassade saniert (100.000 Euro).

Von Markus Kniebeler

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