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City spielt alte Hits, die niemals altern

Havelland City spielt alte Hits, die niemals altern

40 Jahre hat die Band „City“ schon auf dem Buckel. Aber das merkt man den Musikern nicht an. Im ausverkauften Rathenower Kulturzentrum begeisterten sie am Freitagabend rund 400 Zuhörer mit alten und neuen Hits. Für den legendären Hit „Am Fenster“ nahmen sie sich über zehn Minuten Zeit.

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Auch nach 40 Jahren immer noch voller Elan und Energie: Die Band City im Rathenower Kulturzentrum.
 

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow.  Vor 40 Jahren hatte die 1972 gegründete Berliner Rockband City mit dem Titel „Am Fenster“ ihren Durchbruch. In der Jahreshitparade der DDR landete die Single, wie auch „Glastraum“ (1983) auf Platz 2. Nur der Titelsong des 1987er Albums „Casablanca“ schaffte es auf Platz 1 der Jahreshitparade.

Bereits seit Februar gastiert die Band zum 40-jährigen Jubiläum von „Am Fenster“ unplugged in Stadttheatern und Kirchen. Am Freitag kamen rund 400 Fans zum Konzert ins Kulturzentrum. „City kenne ich, seit ich denken kann. Ich bin damit aufgewachsen. Ich war schon auf einigen City-Konzerten, vor zehn Jahren im Optikpark, in Kyritz und in Paaren/Glien“, erzählt die Schülerin Marie-Luise Behlke aus Kotzen, die mit ihren Eltern das Konzert besuchte. „Für mich ist es nicht uncool, eine Band zu hören, die schon viele Jahrzehnte besteht.“ Sie wurde nicht enttäuscht. Das Publikum klatschte schon bei den ersten Songs des Konzerts den Titeln „Danke Engel“ und „Für immer jung“ mit. „Da sind wir wieder mal“, begrüßte Toni Krahl die Fans. „Es hat ein bisschen gedauert, bis wir wieder mal nach Rathenow gefunden haben.“

Nach über 15 Alben erscheint im Jubiläumsjahr 45 Jahre City, am 7. April, das neue Album „Das Blut so laut“, eine Textzeile des Titels „Unter der Haut“ (1983). Damit ist City von Ende April bis Juni auf großer Tour.

 „Am Fenster ist ein Titel, der bei jedem unserer Konzerte dabei ist. Andere Songs des Albums wie ‚Der King vom Prenzlauer Berg’ spielen wir auch hin und wieder mal“, sagt Toni Krahl, seit 42 Jahren Sänger der Band. „Die Songs von ‚Am Fenster’ sind ein Zeugnis ihrer Zeit, in der sie entstanden und es gibt immer mal auf dem Album einen Song, der den Zeitgeist überdauert. Dazu gehören auch Titel wie ‚Casablanca’ und ‚Glastraum’.“ „Am Fenster“ ist nicht nur für die Fans, sondern auch für Toni Krahl ein „zeitloses Ausnahmestück, das man immer wieder spielen und auch hören kann“. Der Titel nach dem Gedicht der Schriftstellerin Hildegard Maria Rauchfuß wird vor allem durch das Violinenspiel des Bassisten Georgi Gogow geprägt, der den Song auch arrangierte.

City hatten schon immer den Anspruch, mit ihrem Texten etwas zu sagen, klar Stellung zu beziehen. „Seit Christi Geburt gibt es keinen Tag auf der Welt, an dem Frieden herrschte“, sagt etwa Toni Krahl. „Seit 1983 spielen wir einen Titel fast in jedem Konzert – die Mutter aller Friedenslieder: ‚Sag mir wo die Blumen sind’. Auch bezüglich der Verhältnisse in der Türkei ist dieser Titel aktuell.“

City spielte während des Unplugged-Konzerts in Rathenow auch einige tolle Balladen, wie „Sind so kleine Hände“. Für die Textzeile „Leute ohne Rückgrat haben wir schon viel zu viel“ gab es Zwischenapplaus. Damit zeigte das Publikum, dass es noch nicht verlernt hat, wie zu DDR-Zeiten, genau auf den Text zu achten und auch zwischen den Zeilen zu lesen. Nach der Pause wurde es dann mit Titeln wie „Wand an Wand“ etwas rockiger. City spielten auch den Titelsong des in der DDR erfolgreichsten City-Albums „Casablanca“ (1987). „Am Fenster“ gab es in der knapp achtminütigen Fassung am Ende des 110 minütigen Konzerts als Zugabe.

„Ich habe kein Lieblingslied der Band. Ich mag eigentlich alle“, so Marie-Luise Behlke. „Das Konzert fing gleich toll an. Und die letzten Songs mit ‚Am Fenster’ als Zugabe waren klasse.“ Nach dem Konzert ließ sich die 14-Jährige als jüngster Fan des Abends ihr neues City-T-Shirt von den Bandmitgliedern signieren.

Das Unplugged-Konzert war ein besonderes Live-Erlebnis. Die Titel entwickelten mit diesen Arrangements eine ganz spezielle kraftvolle Wirkung. Georgi Gogows Geige prägte viele alte und neue Titel. Der Sound des Konzerts war einfach klasse. Die Kerzenleuchter und die klasse Lichtshow unterstützen das Konzept. Toni Krahl erzählte immer wieder etwas über die Titel. Speziell zu „Am Fenster“ las er eine Anekdote aus seiner im letzten Jahr erschienenen Autobiografie „Toni Krahls Rocklegenden“. Bei ihrem Konzert in Hamburg erlebte die Band bei einem Besuch auf der Reeperbahn, dass die Prostituierten während ihrer Tätigkeit damals alle ihren Titel „Am Fenster“ spielten.

Die Band City ist in der Region noch einmal unplugged zu hören, und zwar am 1. April im Stahlpalast Brandenburg und mit ihrem neuen Album am 27. Mai in der Berliner Max-Schmeling-Halle zu sehen. Weitere Infos im Internet unter www.city-internet.de. -

Von Uwe Hoffmann

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